Wednesday, November 30, 2022
StartNachrichtenAusstellung im EU Parlament zur Unterstützung der Menschenrechte im Iran

Ausstellung im EU Parlament zur Unterstützung der Menschenrechte im Iran

Vom 24. bis 27. Oktober fand im Europäischen Parlament auf Initiative von Giana Gancia, Mitglied des Europäischen Parlaments aus Italien, eine Fotoausstellung statt.

Die Ausstellung zeigt Fotos von einigen der 400 Märtyrer der landesweiten Proteste im Iran, des Massakers von 1988 an über 30.000 politischen Gefangenen und der wichtigsten Märtyrer der iranischen Proteste im Jahr 2019. Diese Fotoausstellung präsentierte auch eine Chronologie der Verbrechen des iranischen Regimes gegen die Menschlichkeit seit 1981 und zeigte die Bilanz des Hinrichtungsweltmeisters pro Kopf.

Die Ausstellung zeigte auch Bilder und Statistiken von politischen Gefangenen und ethnischen und religiösen Minderheiten, die vom Mullahregime hingerichtet wurden. Die in dieser Ausstellung präsentierten Informationen unterstrichen, wie die herrschende Theokratie im Iran Menschenrechtsverletzungen als Instrument benutzt, um die instabile Gesellschaft des Iran zu kontrollieren.

In diesem Zusammenhang tauschten die Organisatoren dieser Ausstellung Informationen über den steigenden Trend der Hinrichtungen aus, seit Ebrahim Raisi im Juni 2021 Präsident des Regimes wurde. Sie hoben auch Raisis Rolle beim Massaker von 1988 als Mitglied der „Todeskommission“ von Teheran hervor.

Diese Ausstellung wurde am Welttag gegen Hinrichtungen organisiert und zeitgleich mit dem anhaltenden landesweiten Aufstand im Iran wurde die Fotoausstellung von Abgeordneten verschiedener politischer Richtungen weithin begrüßt. Viele Abgeordnete besuchten diese Ausstellung und brachten ihre Unterstützung für den landesweiten Aufstand des iranischen Volkes und die organisierte Widerstandsbewegung zum Ausdruck.

„Es war mir eine Freude und eine Ehre, die Ausstellung mit dem Titel ‚Lasst uns Hinrichtungen im Iran stoppen‘ im Europäischen Parlament auszurichten. schrieb die Gastgeberin dieser Veranstaltung auf ihrem Twitter-Account.

„Bewegt von Tausenden tragischer Geschichten bei der Ausstellung über die Todesstrafe im Iran, einem Land mit einer der höchsten Hinrichtungsraten der Welt. Das iranische Regime muss für alle Gräueltaten, die es gegen sein eigenes Volk begeht, zur Rechenschaft gezogen werden“, schrieb die Europaabgeordnete und ehemalige polnische Außenministerin Anna Fotyga auf ihrem Twitter-Account.

Es ist erwähnenswert, dass die herrschende Theokratie des Iran kürzlich Sanktionen gegen einige Abgeordnete des Europäischen Parlaments und andere renommierte europäische Politiker verhängt hat, weil sie den Aufstand des iranischen Volkes und die iranische Opposition unterstützt haben. Dieser lächerliche und erbärmliche Schritt wurde von vielen Abgeordneten abgelehnt, die Teherans schwarze Liste als Ehrenabzeichen betrachteten.

„Die Entscheidung des Iran, Mitglieder des Europäischen Parlaments zu sanktionieren, weil sie sich gegen Menschenrechtsverletzungen ausgesprochen haben, ist absurd. Keine Drohungen werden uns davon abhalten, für Freiheit, Würde und Gleichheit einzustehen. Ich weiß, dass die Abgeordneten dies als Ehrenabzeichen tragen werden. Wir werden nicht zum Schweigen gebracht“, schrieb Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, in diesem Zusammenhang auf Twitter.

Frauen. Leben. Freiheit.

Die Entscheidung des Iran, Mitglieder von @Europarl_EN dafür zu sanktionieren, dass sie sich gegen Menschenrechtsverletzungen ausgesprochen haben, ist absurd.

Keine Drohungen werden uns davon abhalten, für Freiheit, Würde und Gleichheit einzustehen. Ich weiß, dass die Abgeordneten dies als Ehrenabzeichen tragen werden.

Wir werden nicht zum Schweigen gebracht. pic.twitter.com/MM80ETXO91

– Roberta Metsola (@EP_President) 27. Oktober 2022

Der slowenische Europaabgeordnete Milan Zver besuchte ebenfalls diese Ausstellung und brachte seine uneingeschränkte Unterstützung für das iranische Volk zum Ausdruck, während er die zunehmende Gewalt des Regimes verurteilte.

Tausende tragische Geschichten bei der Eröffnung der Ausstellung, die den Hinrichtungen und anderen Gräueltaten des iranischen Regimes gewidmet sind. Unter anderem die erschütternde Geschichte eines Sohnes, dessen Vater nach dem Recht der Scharia zum Tode verurteilt wurde. Sein „Verbrechen“: Ein Auslandsgespräch. #IranRevoIution2022 pic.twitter.com/wQiVQ0IFsy

– Milan Zver (@MilanZver) 26. Oktober 2022

Die landesweiten Proteste im Iran, die ursprünglich im September wegen des tragischen Mordes an einem jungen kurdischen Mädchen in Polizeigewahrsam ausgelöst wurden, sind in den zweiten Monat getreten. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten haben ihren Wunsch nach einem Regimewechsel zum Ausdruck gebracht. Die Kontinuität dieser Demonstrationen hat viele Zuschauer dazu veranlasst, hervorzuheben, dass eine Revolution im Entstehen ist.

Seit Beginn des landesweiten Aufstands greift das iranische Regime zu einem brutalen Vorgehen. Nach Angaben der iranischen Opposition, den Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), wurden während des Aufstands mindestens 450 Menschen getötet und über 20.000 Demonstranten festgenommen.

Die demokratische Revolution im Iran hat breite internationale Unterstützung erhalten, wobei die meisten westlichen Demokratien die Brutalitäten des Regimes verurteilen. Während die Proteste weitergehen, sollte die Weltgemeinschaft auch über Verurteilungen hinausgehen und das Recht des iranischen Volkes auf Selbstverteidigung anerkennen, damit es das Regime stürzen und einen demokratischen Iran errichten kann.