Monday, November 28, 2022
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Das irakische Militär fügt iranischen Dissidenten in Camp Liberty Schmerzen zu, indem es sie zwingt, schwere Lasten zu tragen

Seit mehr als 140 Tagen hat das irakische Militär die Iraner,  die in Camp Liberty wohnen, die Benutzung ihrer Gabelstapler untersagt,

so dass sie schwere Lasten mit bloßen Händen und  auf ihren Schultern tragen müssen.

Dies ist Ursache dafür, dass sich bei ihnen schwere orthopädische Probleme und große Schmerzen im Rücken und im Oberkörper entwickelt haben.

Die Bewohner haben immer wieder – beinahe täglich – diese Sache bei der Hilfsmission der Vereinten Nationen im Irak (UNAMI) zur Sprache gebracht, aber es wurden keine wirksamen Maßnahmen ergriffen, um dieses repressive Vorgehen des irakischen Militärs zu beenden. 

Als die Bewohner zwangsweise von Camp Ashraf nach Camp Liberty gebracht wurden, verbot die irakische Regierung unter Nuri al-Maliki, dass Dutzende Gabelstapler, die den Bewohnern gehörten, mitgenommen werden konnten.

Im November 2012 wurden nach einem dreiseitigen Abkommen (zwischen UNAMI, der Regierung des Irak und den Bewohnern) zwei Gabelstapler von Camp Ashraf nach Camp Liberty transportiert. Jedoch oblag es dem irakischen Militär, die Gabelstapler in der Polizeistation des Lagers zu behalten und nur den Bewohnern jeden Tag für das Tragen von schweren Lasten zu übergeben, sie aber zurück zu erhalten, sobald die Arbeiten erledigt waren.

Von Anfang an brachen die Leute vom irakischen Nachrichtendienst die Übereinkunft und übergaben die Gabelstapler den Bewohnern nur alle paar Tage. Jetzt jedoch wurden die Gabelstapler seit fünf Monaten nicht den Bewohnern überlassen.

Außerdem stoppt das irakische Militär mittlerweile in der dritten Woche nacheinander den Einlass von Benzin nach Camp Liberty.

Seit ihrer Ankunft in Camp Liberty hatten die Bewohner pro Woche 400 Liter Benzin ins Lager gebracht, die in der geringen Zahl an Fahrzeugen in Liberty zum Transport von Patienten, den Verletzten und Behinderten verwendet wurden.

Sie ihrer Gabelstapler und Fahrzeuge zu berauben, ist nichts anderes als eine physische und psychische Folter für die Bewohner und verletzt internationale Übereinkünfte und Gesetze der Humanität und der Menschenrechte. Die Urheber müssen dafür vor Gericht gestellt und bestraft werden.

Der Nachrichtendienst des iranischen Regimes ist extrem besorgt über den öffentlichen Zorn, den Hass und die internationalen Verurteilungen wegen der verbrechen, die es an dem iranischen Volk begangen hat.

Die Iraner protestieren ohne Unterlass gegen Säureangriffe auf Frauen und Mädchen. Die Öffentlichkeit ist auch sehr aufgebracht über die Hinrichtung der 26-jährigen Reyhaneh Jabbari.

Aus Furcht vor den Folgen dieser Verbrechen hat das iranische Regime in staatlichen Nachrichtenorganen Stories veröffentlicht, die zu Angriffen gegen die Bewohner von Camp Liberty aufrufen.

 In einem Beitrag, der in vielen Sendern gelaufen ist, heißt es über die Mitglieder der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK): „statt die Säureangriffe auszubeuten, sollten sie sich bemühen, einen anderen Platz als Camp Liberty zu finden… Die irakische Hisbollah … wäre froh, die Monafeqin (abschätziger Ausdruck, den das Regime für die PMOI verwendet)  in Camp Liberty anzugreifen“.

Auf Grund der schriftlichen Verpflichtungen der US Regierung und der Vereinten Nationen in Bezug auf die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohner fordert der Iranische Widerstand ein sofortiges Eingreifen, um die kriminelle Blockade von Camp Liberty zu beenden, das heißt, den freien Zugang zu Benzin und zu den Gabelstaplern. Außerdem ruft der Iranische Widerstand alle internationalen Organisationen, die die Menschen- und Flüchtlingsrechte verteidigen, auf, sich an einer internationalen Kampagne zur Aufhebung dieser Blockade zu beteiligen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran

29. Oktober  2014