Monday, December 5, 2022
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Das iranische Regime lässt den politischen Gefangenen Mohammad Abdollahi und fünf weitere Gefangene erhängen

NWRI – Das fundamentalistische Regime des Iran hat am Dienstag den politischen Gefangenen Mohammad Abdollahi und fünf weitere Gefangene im Gefängnis in Urumieh (Urmia) im nordwestlichen Iran hinrichten lassen.

Mohammad Abdollahi, 35, ein kurdischer politischer Gefangener aus Bukan wurde im März 2011 in Mahabad von einer nachrichtendienstlichen Einheit des Corps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) festgenommen und unter der Beschuldigung der „Moharebeh“ (Kriegführung gegen Gott) zum Tode verurteilt. Er fing am 29. Mai einen Hungerstreik an, um gegen sein ungerechtes Urteil zu protestieren. Diesen hielt er 32 Tage lang aufrecht.
Die fünf gewöhnlichen Gefangenen, die zusammen mit Herrn Abdollahi durch den Strang hingerichtet wurden, wurden als Jahangir Razavi-Zadeh, Kamran Pourfat, Towhid Pour-Mehdi, Amir Azizi und Gabriel Can’ani identifiziert.
Die Frau von Herrn Razavi-Zadeh, Parisa Hatami, ist unmittelbar von der Hinrichtung bedroht.
Als Reaktion auf die Hinrichtungen vom Dienstag äußerte Shahin Gobadi vom Ausschuss für Außenpolitik des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI):
„Die Mullahs haben sich auf eine Tötungswelle verlegt, die seit einigen Wochen anhält. Darin zeigen sich Verzweiflung und Isolation des Regimes, das keine andere Lösung kennt, als weitere Hinrichtungen und Unterdrückung zu verhängen angesichts der inneren und internationalen Krisen. Es ist das gleiche Regime, das 1988 auf das Massaker an 30.000 politischen Gefangenen verfallen ist, die hauptsächlich Aktivisten der PMOI (MEK) waren. Einmal mehr beweist das, dass die Annahme einer Mäßigung und Reformbereitschaft nichts als ein vollkommener Mythos ist“.
Hintergrund
Iran: 11 Gefangene in Urumieh und Karadsch unmittelbar von Hinrichtung bedroht
Mohammad Abdollahi, ein kurdischer politischer Gefangener, gehört zu denen, deren Hinrichtung vorbereitet wird
Der Iranische Widerstand ruft die Vereinten Nationen, besonders den Hohen UN Kommissar für Menschenrechte und internationale Menschenrechtsorganisationen auf, sofort tätig zu werden, um die Hinrichtung des kurdischen politischen Gefangenen Mohammad Abdollahi und 10 weiterer Gefangener zu verhindern, für die in Urumieh und Karadsch die Vollstreckung der Todesurteile unmittelbar bevorsteht.
Am Morgen des 8. August, einem Montag, haben Henker Mohammad Abdollahi aus dem Gefängnishof von Trakt 12 des Zentralgefängnisses von Urumieh zwangsweise in Einzelhaft gebracht. Zugleich hat das Ministerium für Nachrichtendienste seine Familie darüber informiert, dass sie von Mahabad nach Urumieh zu einem letzten Besuch kommen könne.
Mohammad Abdollahi, 35, ein kurdischer politischer Gefangener aus Bukan wurde im März 2011 in Mahabad von einer nachrichtendienstlichen Einheit des Corps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) festgenommen und unter der Beschuldigung der „Moharebeh“ (Kriegführung gegen Gott) zum Tode verurteilt. Er fing am 29. Mai einen Hungerstreik an, um gegen sein ungerechtes Urteil zu protestieren. Diesen hielt er 32 Tage lang aufrecht.
Außerdem sind jetzt auch sechs gewöhnliche Gefangene im Zentralgefängnis von Urumieh, darunter die Mutter eines dreijährigen Kindes zur Hinrichtung in Einzelhaft verlegt worden. Am gleichen Tag wurden vier Gefangene im Gohardasht Gefängnis in Einzelhaft gebracht und müssen ihren Tod erwarten.
Im Gohardasht Gefängnis in Karadsch gibt es noch weitere Ereignisse: nach der verbrecherischen Exekution an 25 sunnitischen politischen Gefangenen am 2. August sind Söldner der Sondereinheiten des Gefängnisses in die Trakte mit sunnitischen politischen Gefangenen eingedrungen, haben sie geschlagen und mehrere von ihnen in Trakt 5 transportiert. Dutzende von sunnitischen politischen Gefangenen im Saal 21 von Trakt 7, bei denen die Augen verbunden und die Hände gefesselt worden sind, sind seit dem 2. August in den Hungerstreik getreten, um gegen die Hinrichtung von Gefangenen zu protestieren.
Mohammad-Javad Larijani, der Sekretär des sogenannten „Menschenrechtsrats” innerhalb der Justiz des Regimes, der die Aufgabe hat, die Berechtigung von Folter und Hinrichtung, die im Regime vollzogen werden, festzustellen, hat zwar die „hohe Zahl von Hinrichtungen“ eingeräumt, aber ausgeführt, dass „die im Westen säkular und liberal seien und dass Sicherheit die Grundlage der Regierungsbildung in westlichen Ländern ist“. Außerdem meinte er: „Wir müssen uns nicht die Menschenrechte nach der westliche Logik  auferlegen lassen. … Zur Hölle mit dem Tatbestand, dass sie mit uns nicht zufrieden sind. Müssen wir uns darum bemühen, ihre Herzen zu gewinnen?“. (Laut der Nachrichtenagentur Fars, die mit dem IRGC in Verbindung steht. 4. August 2016)
In seinem Brief vom 7. August an Zeid Al Hussein, den Hohen UN Kommissar für Menschenrechte, schreibt er zur Rechtfertigung der Massenhinrichtung an mindestens 25 sunnitischen politischen Gefangenen am 2. August: „Jede Einzelperson oder Gruppe, die ganz gleich unter welchem Vorzeichen oder auf welcher Basis die Gesellschaft unsicher macht und eine Atmosphäre von Angst und Terror erzeugt, muss ganz sicher vor Gericht gestellt und bestraft werden“. (Nachrichtenagentur Fars vom 7. August).
Alaeddin Boroujerdi, Chef der Kommission für Außenpolitik und nationale Sicherheit im Parlament des Regimes meinte: „Es geht dem Westen nicht um Menschenrechte … Sie sind besorgt um das Leben von Terroristen, die wir zu recht hingerichtet haben“.
Unentschiedenheit der internationalen Gemeinschaft gegenüber diesen verbrecherischen Hinrichtungen bestärkt die Führer des Regimes darin, mit ihren Verbrechen weiter zu machen. Sie müssen angeklagt und bestraft werden für 38 Jahre des Tötens und der Verbrechen gegen das iranische Volk.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
8. August 2016