Sunday, January 29, 2023
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Das iranische Regime massakriert seine Oppositionellen und verbreitet Online – Desinformationen, um dies zu rechtfertigen.

– Die Rede von Theresa Payton auf der Globalen Konferenz Freier Iran


Globale Konferenz Freier Iran – 17. Juli 2020

Der 19. Juli markiert den 32. Jahrestag des Massakers von 1988 im Iran, wo 30.000 politische Gefangene hingerichtet wurden. Die meisten Gefangenen waren Mitglieder und Unterstützer der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK). Nach dem erzwungenen Waffenstillstand mit dem Irak und aus Angst vor den Protesten einer vom Krieg gebeutelten Nation, begann das iranische Regime dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit, um die Kraft des demokratischen Wandels zu paralysieren. Das Regime war in seiner ganzen Regentschaft ruchlos, wenn es um die Verfolgung, Inhaftierung und Ermordung von Mitgliedern und Unterstützern der MEK ging.
Neben der Ermordung von Dissidenten hat das iranische Regime eine Dämonisierungs- und Desinformationskampagne gegen seine politische Oppositionn geführt. Auch hier war die MEK und der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) das primäre Ziel. Das Regime nutzt diese Dämonisierungskampagne um:
1- Den Weg für weitere Ermordungen und Terrorismus gegen den iranischen Widerstand und seine Unterstützer zu ebnen und zu rechtfertigen
2- Die mögliche Alternative zu diskreditieren und das Regime als nicht ersetzbar darzustellen
3- Die internationale Gemeinschaft darin zu ermutigen, mit der Beschwichtigungspolitik fort zu setzen.
In den letzten Jahren hat das Regime mit der Verbreitung der Cybertechnologie auch soziale Medien und das Internet genutzt, um Desinformationen gegen die MEK und den NWRI zu verbreiten. Hunderte Fake Accounts versuchten, die Rolle des iranischen Widerstandes und seinen Einfluß auf die iranische Gesellschaft herunter zu spielen. Das erklärt auch, warum das Internet im Iran abgeschaltet wurde, als Demonstranten bei den landesweiten Protesten 2019 auf den Straßen ermordet wurden.
Der NWRI hält seine diesjährige „Globale Konferenz Freier Iran“ virtuell ab, weil es die COVID-19 Pandemie gibt. Menschen aus rund 30.000 Orten aus mehr als 100 Ländern werden miteinander verbunden sein und sie setzen sich aus einem breiten Spektrum aus Politik und dem sozialen Leben zusammen. Das iranische Regime hat daraufhin eine koordinierte Attacke auf mehrere Webseiten gestartet, die mit dem iranischen Widerstand in Verbindung stehen, unter anderem bei Mojahedin.org und Iranntv.com, der MEK Farsi Webseite und der Webseite des TV Netzwerks der iranischen Opposition. Beide Webseiten boten den Livestream der „Globalen Konferenz Freier Iran“ an. Das iranische Regime versuchte, den Webservice – Provider zu hacken und die Anfragen auf die Webseiten der MEK auf andere Orte umzulenken.
Diesbezüglich schrieb die MEK auf ihrer Webseite:“ Trotz der Bemühungen des Regimes, die Onlineveranstaltung Freier Iran zu stören, wurde die Veranstaltung auf breiter Basis im Internet angeschaut und darüber diskutiert. Laut des Berichtes von Google gab es während der Veranstaltung eine Erhöhung von 1000% bei den Suchanfragen der MEK Seiten in Englisch und Farsi, was zeigt, dass das Regime darin gescheitert ist, die Stimme der Freiheit und Demokratie im Iran zum Verstummen zu bringen.“


Hunderte Politiker und anerkannte Experten nahmen ebenfalls auf der „Globalen Konferenz Freier Iran“ vom NWRI teil, welche drei Tage lief. Zu den Gästen gehörte auch Theresa Payton, eine sehr bekannte und respektierte US Vertreterin für Cybersicherheit.

Hier der vollständige Text der Rede von Theresa Payton bei der „Globalen Konferenz Freier Iran“, wo sie über die destruktiven Aktivitäten des iranischen Regimes im Cyberspace berichtete.
Hallo und vielen Dank dafür, dass ich heute hier sein darf. Ich fühle mich sehr geehrt, ein Teil der Agenda sein zu dürfen. Ich möchte die Zeit nutzen, um ihnen etwas über Cyber Domains zu erzählen und welche Aktionen man im Namen der iranischen Bürger tun kann. Wir können ihre Zukunft verändern und bald einen freien Iran erleben.
Warren Buffet sagte, dass der Cyberkrieg die größte Bedrohung für die Menschheit ist, sogar größer als Kernwaffen. Er lag damit richtig. Wir stehen unter einer Belagerung und inmitten einer neuen Art von Krieg. Die steigende Vernetzung der Welt, in der quasi alle Erwachsenen Zugang zu robusten Geräten in ihren Taschen haben, ist eine Grenze der Sicherheit, die nicht physischer Natur ist. Es ist eine digitale Grenze. Der Gedanke an Atomkriege, Bomben und Kugeln ist ebenso real wie das Hacken von Systemen und die Manipulation unserer Gedanken und das sind ebenso alarmierende Bedrohungen.
Das iranische Regime steht an vorderster Front, wenn es um Cyberkrieg geht und wir müssen dies stoppen. Das aktuelle iranische Regime nutzt einen Mix aus Cybereingriffen, digitaler Manipulation und terroristischer Aktivitäten. Dies ist eine zentrale Strategie des Regimes, um seinen Status Quo aufrecht zu erhalten und seinen Ruf in der Welt zu verbessern sowie seine Bürger zu unterdrücken. Der Iran lauscht, er überwacht und in einigen Fällen hat er erfolgreich kritische Attacken auf die Infrastruktur diverser Länder ausgeübt, zu denen auch die USA zählen. Das iranische Regime steckt auch hinter Cyperoperationen und Fake Personen. Dies alles kann unsere Nachbarn und unsere Bürger beeinflussen. Sie sind ein Teil unserer digitalen Infrastruktur und sie sind in unseren sozialen Medien. Und während der COVID – 19 Pandemie sind die sozialen Medien noch mehr der Dorfplatz für unsere Sozialisierung.
Untersuchen wir einmal, welches Maß an Cyber Domains wir kontrollieren. Im Iran sind die Medien von der Regierung kontrolliert. In Sachen Niederschlagung der Opposition werden ihre Verhaftungen und die Hinrichtungen durch die staatlichen Medien gefiltert und manchmal wird sogar das gesamte Internet für die Bürger abgeschaltet. Sie unterdrücken die digitalen Wege der Opposition und sogar objektive Reporter. Das iranische Regime nutzt einen Mix aus harten Taktiken und einer Reihe subtiler und versteckter Angriffe oder es nutzt manipulative Kampagnen auf den sozialen Medien, um Desinformation und Fake News zu verbreiten. Dieses Ausmaß war vor dem digitalen Zeitalter nicht möglich.
Ich habe in meinem neuen Buch darüber geschrieben, dass das Ziel des Iran ist, positive Nachrichten über das Regime zu verbreiten. Es manipuliert sein eigenes Volk, um die Unterstützung für die Mullahs aufrecht zu erhalten und die Medien sind nicht in der Lage, problematische Dinge zu untersuchen und aufzudecken. Sie verbreiten statt dessen über die Medien diverse Narrative, um ihren Ruf im Land zu verbessern und im Ausland ihre Interessen zu fördern. Das Regime nutzt seit vielen Jahren die sozialen Medien auch, um die pro – demokratische Oppositionsbewegung zu diskreditieren, vor allem die MEK. Der Iran produziert auch Fake News im Rahmen des Atomabkommens, um die Welt davon zu überzeugen, dass das Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient und dass seine militärischen Einmischungen im Jemen, Irak oder Syrien aus humanitären Gründen erfolgen.
Die Theokratie im Iran versucht, die Öffentlichkeit zu beeinflussen und Spannungen mit anderen Ländern zu erzeugen, damit sie ihre Manipulationsmaschinerie bestehend aus Anti – Semitismus, Anti – Saudi Arabien und Anti – Westlichen Narrativen füllt, um negative Aktionen und Emotionen zu erzeugen. Reuters hat 2018 mehr als 70 iranische Webseiten aufgelistet, welche von Teheran betrieben werden und die vorgeben, örtliche Nachrichtenorganisationen in anderen Ländern zu sein. Der Bericht zeigt auf, dass die Webseiten in 16 Sprachen verfasst sind, darunter Englisch, Arabisch, Spanisch und Persisch, damit sicher gestellt ist, dass die jeweiligen Leser die richtige Propaganda finden und denken, hinter den Fake Personen verbergen sich angebliche Mediennetzwerke, Non- profit Organisationen oder Graswurzelbewegungen. Der Iran ist zudem bekannt dafür, dass er Webseiten und soziale Netzwerke blockt und zensiert und Nutzer zurück verfolgt, damit er sie bedrohen kann. Zudem werden Reporter beeinflußt, Messengerplattformen manipuliert oder die Internetgeschwindigkeit reduziert oder gar ganz blockiert.
Als das Internet immer gesellschaftstauglicher wurde, hatte das iranische Regime alle möglichen Wege versucht, um seinen Einfluß auf die Bürger zu erhöhen. Dabei wird stets bedacht, dass das iranische Volk und die Demonstranten selbst immer kreativer und technisch versierter werden, damit ihre Stimmen dennoch gehört werden. Dies ist unserer Aufruf für Taten. Die USA müssen die Frage der Cyber Domains mit der gleichen Intensität betrieben, wie das Manhatten Projekt, sie müssen dafür die ganze Bandbreite der Regierungsressourcen nutzen, die nationalen Forschungslabore und private Unternehmen und mit den Bildungseinrichtungen zusammen arbeiten. Wir werden niemals eine Lösung für einen freien Iran oder eine Sicherheit vor dem Mix der Unterdrückung, der Cyberangriffe und des Terrorismus des iranischen Regimes finden, wenn wir uns nicht dieser neuen Herausforderung stellen.
Ich biete dafür einige Schritte an. Der erste Schritt ist, dass wir in allen Ländern eine klare Strategie haben und das der private Sektor in der Lage ist, jederzeit die iranischen Bürger mit freier Information zu versorgen, damit sie einen freien Iran erlangen können. Der zweite Schritt ist das Sicherstellen dafür, dass das iranische Volk in Echtzeit Bedrohungen teilen kann, damit es eine Auswirkung auf ihre Anti- Regime Proteste und ihre Aufrufe zur Demokratie hat. Der dritte Schritt sollte finanzielle Grundlagen, Expertenmeinungen und das traditionelle Einsetzen der Medien und von Kampagnen auf sozialen Medien beinhalten. Die USA und andere Länder können eine verstärkende Kampagne beginnen, um das iranische Regime zu umgehen und einen Wandel durch das iranische Volk zu fördern. Wir müssen auch die Effektivität diplomatischer Maßnahmen verbessern und ein Team gründen, welches schnell auf Bedrohungen reagiert und aggressiv nach den Aktivitäten des iranischen Regimes sucht, vor allem bei den Aktivitäten, welche die Opposition zum Ziel haben.
Und der vierte und letzte Schritt ist, mit den ganzen Ausreden aufzuhören. Dies ist die Krise unserer Zeit. Wenn es eine Koalition der politischen Entscheidungsträger mit der Technologie und der Bürger gibt, dann wird für die Menschen im Iran und in der Welt ein positiverer und anderer Weg eingeschlagen. George Washington sagte bereits 1799 am Mount Vermont „Offensivoperationen sind oft das Sicherste, wenn nicht das einzige Mittel zur Verteidigung“. Vielen Dank, dass ich heute hier sein durfte. Ich fühle mich geehrt, dass sich diese Ideen und den Aufruf zu Taten mit ihnen teilen konnte.

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