Thursday, December 8, 2022
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Das iranische Regime prahlt damit, dass es die „Sultans” hinrichtet, um die wirkliche Quelle der Missstände zu verbergen

Die Nachrichtendienste des iranischen Regimes ventilieren Geschichten über die Hinrichtung  von Leuten, die wegen Fälle enormer wirtschaftlicher Unregelmäßigkeiten verurteilt wurden, und titulieren sie als „Sultans“ wegen dem vielen Geld, das sie gestohlen haben und wegen ihren engen Verbindungen zu iranischen Behörden, aber dies  verschleiert nur die größere Geschichte, dass solche Unregelmäßigkeiten ein fester Bestandteil im iranischen Regime sind.

Bisher hat das Regime Vahid Mazlumin hinrichten lassen, der als Sultan der Münzen bekannt war, ferner Hamid Darmani, bekannt als Sultan des Bitumens und mehrerer ihrer Partner mit niedrigeren Rängen. Kurz nach diesen Hinrichtungen hat Gholamhossein Mohseni-Ezhe’I, der Sprecher der Justiz des Regimes, die Namen von weiteren 31 Händlern bekannt gegeben, darunter zwei Ärzten, denen Unregelmäßigkeiten und systematischer Schmuggel vorgeworfen wird.

Die Ärzte, ihr Spitzname ist „Sultane der medizinischen Geräte“, standen hinter dem Import medizinischer Geräte von geringer Qualität. Die Verwaltung für Nahrungsmittel und Drogen, die ein Zweig des Ministeriums für Gesundheit und medizinische Ausbildung ist, hatte ihnen zuvor Importlizenzen verschafft, was bei Firmen, die nicht von der Regierung geführt werden, eher selten vorkommt.

Außerdem hat der Polizeichef Hossein Rahimi am 31. Dezember 2018 die Verhaftung von jemandem bekannt gegeben, der als „Sultan des Papiers“ bezeichnet wurde, der mit 16 anderen Personen 30 000 Tonnen Papier mit der künstlich niedrig gehaltenen Tauschrate zum Dollar importiert hatte und sie zur Austauschrate auf dem freien Markt im Iran verkauft hat. Außerdem hat er einige Dollar auf dem freien Markt verkauft. Das hat ihnen einen ordentlichen Profit eingebracht.

In Wahrheit könnte aber niemand im Iran eine solche Sache durchziehen, ohne enge Verbindungen zu Regimevertretern zu haben, oder ohne sie zumindest bestochen zu haben.

Das Regime verheimlicht absichtlich die Details der Korruptionsfälle, weil hohe Regimevertreter höchstwahrscheinlich beteiligt sind, wobei dies eigentlich gar kein Geheimnis  mehr ist, weil iranische Politiker routinemäßig die Korruption ihrer Rivalen offenlegen.

Zum Beispiel haben in der Debatte bei den Präsidentenwahlen von 2017 die Kandidaten einander öffentlich der Korruption beschuldigt und sich über „schmutziges Geld“ beschwert, das bei den Kampagnen der Rivalen ausgegeben worden sei. Es gibt auch Millionen Dollar, die bei verschiedenen mit der Regierung verbundenen Organisationen vermisst werden, wie der Rentenorganisation, Irans Fernsehanstalten, dem Investitionsfonds der Lehrer, der Khomeini Unterstützungsorganisation und sogar der Stadtverwaltung von Teheran.

Das Regime basiert auf Bestechung und Korruption, wobei viele Politiker heimlich Geld auf Auslandskonten verschwinden lassen, um ihren eigenen verschwenderischen Lebensstil oder Terrorgruppen zu finanzieren, aber gelegentlich müssen die Mullahs die Sultans oder andere Pfänder in ihren Machenschaften opfern, um die wirkliche Quelle der Missstände zu verbergen.