Sunday, November 27, 2022
StartNachrichtenKontroverse um den Plan des iranischen Regimes, Uran bis zu 20% anzureichern

Kontroverse um den Plan des iranischen Regimes, Uran bis zu 20% anzureichern

 

Der Leiter des Nuklearprogramms des iranischen Regimes erregte am vergangenen Wochenende Unruhe mit der Bekanntgabe, iranische Forscher hätten eine moderne Methode entworfen, um Uran bis zu 20% anzureichern.

Nach den Regelungen des Nuklearabkommens von 2015, dem der Iran angehört, darf er Uran nur bis zu 3,5% anreichern – dem Maß, das für die Herstellung atomarer Energie erforderlich ist.

Ali Akbar Salehi sagte einer staatlichen Nachrichtenagentur des Iran, das Land befinde sich „an der Schwelle“ zu einem Durchbruch; in dem Teheraner Forschungsreaktor werde „die moderne Energie“ verwendet. Hassan Imran, Theoretiker der Geopolitik, bezeichnete die Erklärung Salehis als „ernstes Alarmzeichen, das für den Fall einer geopolitischen Eskalation auf Spielraum zum Ausweichen deutet“.

Einige Funktionäre des Regime sowie solche, die ihm nahe stehen, behaupteten, dies stelle keinen Verstoß gegen das Nuklearabkommen dar, denn der Iran reichere Uran ja nicht bis zu 80-90% an – dem für Atomwaffen erforderlichen Maß; doch das Nuklearabkommen von 2015 – auch bekannt als „Gemeinsamer Plan zu umfassendem Handeln (JCPOA)“ – sieht die Grenze von 3,5% vor.

Die USA haben sich im vergangenen Mai aus dem Nuklearabkommen zurückgezogen und Sanktionen gegen den Iran erneuert; doch Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China und Rußland gehören ihm weiterhin an. Sie könnten wegen der vom Iran begangenen Verstöße ihrerseits ausscheiden und neue Sanktionen verhängen.

Dadurch würde in der iranischen Wirtschaft, die im vergangenen Jahr, als die USA das lukrative Ölprogramm des Regimes mit Sanktionen trafen, schon schwer gelitten hat, um so mehr Schaden angerichtet.

Seit dem Rückzug der USA aus dem Nuklearabkommen hat der Wert der iranischen Währung erheblich abgenommen; die Inflationsrate ist in dem Lande himmelhoch aufgeschossen, und der Arbeitsmarkt wird immer erbärmlicher.

Diese Entwicklung ist aber nicht nur die Folge des von den USA auf den Iran ausgeübten „größtmöglichen Drucks“; sondern es handelt sich eben um eine unglaublich schwache Wirtschaft, die nach vier Jahrzehnten voller Korruption und Mißwirtschaft der Mullahs an den Abgrund geraten ist. Das Regime hält es für angebracht, das Geld des Volkes für den Terrorismus, die Stellvertreterkriege im Ausland und zahlreiche Interventionen in der Region auszugeben. Auf das Überleben das iranischen Volkes verwendet es keinen Gedanken.

Der politische Analytiker des iranischen Regimes Ali Kashiri erklärte, er sehe kaum Chancen dafür, daß der Iran durch Urananreicherung gegen das Abkommen verstieße – und dies wegen der damit verbundenen Gefahren für die iranische Wirtschaft; doch Salehi hatte schon davor gesagt, der Iran benötige nur wenig Zeit, um für den Fall eines Scheiterns des Abkommens die Uran-Anreicherung wieder aufzunehmen.

Er sagte im August 2017: „Wenn wir uns dafür entscheiden, können wir die Anreicherung von Uran innerhalb von fünf Tagen erreichen.“