Wednesday, November 30, 2022
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Das iranische Regime wird die US Sanktionen nicht überleben

Wenn jemand Zweifel daran hat, ob die USA Sanktionen dazu führen werden, dass die Ziele von Donald Trump erreicht werden, dann sollte er genauer nachdenken. Die kurzfristigen Auswirkungen der aktuellen Sanktionen, die auf die Öl- und Gasindustrie zielen, mögen noch minimal sein, aber auf lange Sicht gesehen könnten die Effekte signifikant sein. Einige gehen sogar davon aus, dass es quasi unmöglich für das Regime wird, seine aktuelle Ölproduktion aufrecht zu erhalten.

Am 4. November trafen die US Sanktionen die Ölexporte des Iran. Das hatte Trump bereits im Mai angekündigt, als er sich vom Atomdeal zurück zog. Das Abkommen von 2015 zwischen dem Iran und den sechs Weltmächten – darunter auch die USA – hob die internationalen Sanktionen gegen das Regime auf, welches sich im Gegenzug verpflichtete, sein Atomprogramm zu limitieren, was laut Trump jedoch nie wirklich geschehen ist.

Einige sind skeptisch, wie sehr die Sanktionen am Ende wirken werden, vor allem, weil die USA auch Ausnahmegenehmigungen erteilt hat, unter anderem für die größten Abnehmer im Energiesektor wie China, Indien, Süd Korea, Japan oder die Türkei.

Einige sind davon ausgegangen, dass das Sinken des Angebots vom Iran den Ölpreis drastisch erhöhen wird, was am Ende die Gesamtgewinne für den Iran nicht schmälert. Doch die USA hat zeitgleich andere Länder ermutigen können, ihre Ölproduktion zu steigern und so sinkt der Ölpreis derzeit.

Andere bedenken, dass die EU und andere Unterzeichnerstaaten des Iran – Deals in diesem bleiben wollen und dass sie sogar versuchen werden, die US Sanktionen zu umgehen, womit sie quasi wirkungslos wären.

Doch für diesen Prozeß gab es von Anfang an Probleme und niemand ist gewillt, die Führungsrolle zu übernehmen und dabei deutlich zu machen, dass man die US Sanktionen verletzt. Viele europäische Unternehmen haben die Realitäten verstanden und ziehen sich aus dem Iran zurück, unter anderem das dänische Konsortium A.P. Moller-Maersk sowie der französische Energiekonzern Total.

Selbst wenn der Iran mit den aktuellen Sanktionen umgehen könnte, dann gibt es ein ganz anderes Bild, vor allem wenn die Ölfelder nichts mehr absetzen können. Die Technik bleibt ungenutzt und verfällt und es kommen keinen neuen Investoren dazu. Der iranische Energiesektor wird damit noch weniger leistungsfähig.

Der Iran hat zwar 50% seiner Gasproduktion nun für den heimischen Markt bereit gestellt und diese können nun Häuser, Fabriken und kleine Unternehmen nutzen, aber das bedeutet nur einen Anstieg des Verbrauchs. 14% geht in den Export von Petrochemischen Erzeugnissen, zum Beispiel für Materialien, die zur Herstellung von Plastik benutzt werden. Der Großteil dieser Lieferungen geht nach China.

Doch über kurz oder lang wird das Regime eine Entscheidung treffen müssen. Setzt es seine Hoffnungen darauf, den heimischen Markt zu versorgen oder geht es weiter in Richtung Export.