Thursday, December 1, 2022
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Das Komplott in den USA geht auf das Konto einer Gruppe von Exilanten: Iran

Teheran (Agenturen) – Der Iran hat gegenüber dem Leiter der UNO seine Behauptung bekräftigt, einer der Hauptverdächtigen im Fall des auf amerikanischem Boden geplanten Mordanschlages gehöre zu einer iranischen Exulantengruppe, die ihr islamisches Regime zu stürzen suche; so nach Medienberichten vom Samstag.
Die Anschuldigungen wurden von dem oppositionellen „Nationalen Widerstandsrat des Iran (NWRI)“ zurückgewiesen.

Eine polizeiliche Ermittlung gegen einen der Verdächtigen, die auf Ersuchen von Interpol zustande kam, legte nahe, daß die Person „Mitglied der ‚Organisation der Volksmojahedin’ sei“, schrieb die Botschaft Teherans bei den Vereinten Nation am Freitag in einem Brief an Ban Ki-mun; so berichtete die offizielle Nachrichtenagentur IRNA.

Der Brief enthielt keine Angaben über die Identität und den Aufenthaltsort des Verdächtigen; er bezog sich aber offensichtlich auf Gholam Shakuri.

Doch es heißt in dem Brief, die neue Enthüllung beweise, daß „amerikanische Behauptungen über eine Verwicklung der iranischen Regierung (in das fragliche Komplott) mit der Realität nichts zu tun haben“.

Die Vereinigten Staaten behaupten, Shakuri sei ein iranischer Regierungsvertreter in der Eliteeinheit der Quds-Truppe, d. i. eine besondere Einheit innerhalb der Revolutionären Garden der Islamischen Republik, und er habe mit dem iranisch-amerikanischen Autohändler Manssor Arbabsiar konspiriert, um den saudischen Botschafter in Washington zu ermorden.

Während Arbabsiar sich in amerikanischem Gewahrsam befindet, sagen amerikanische Regierungsbeamte, Shakuri befinde sich ihrer Meinung nach im Iran, und sie hätten Teheran aufgefordert, ihn auszuliefern, damit er sich gerichtlich verantworte.

Teheran hat jede Beteiligung an dem Komplott vehement geleugnet und Washington beschuldigt, von inneren ökonomischen Belastungen und außenpolitischen Fehlschlägen im Nahen Osten abzulenken sowie die Spannungen zwischen dem Iran und seinen Nachbarländern zu schüren.

Der NCRI erklärte am Samstag gegenüber AFP, die Behauptungen Teherans seien „unverschämt“.
„Es ist eine bekannte Taktik des klerikalen Regimes, seine Verbrechen der Opposition zur Last zu legen. Die Mullahs bedienen sich seit dem Anfang ihrer Herrschaft dieser Taktik,“ sagte Mohammad Mohadessin vom NCRI.

Die Organisation der Mojahedin-e Khalq, auch bekannt unter dem Namen „Organisation der Volksmojahedin des Iran“, ist die wichtigste bewaffnete iranische Exulantengruppe und will das islamische Regime stürzen.

Die Vereinigten Staaten und der Iran halten diese Gruppe für eine Terrororganisation; sie wurde jedoch im Januar 2009 von der 50 Gruppen aufführenden Liste verbotener militanter Gruppen, angelegt von der Europäischen Union, gestrichen.

Am 27. Oktober bestätigte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi eine Anfrage von Interpol zu Gholam Shakuri und legte die Annahme nahe, der Verdächtige sei Mitglied der Gruppe der Mojahedin.

„Es gibt (im Iran) 150 Gholam Shakuris. Interpol hat uns eine diesen Namen betreffende Anfrage geschickt, und unsere Ermittlung ergab, daß ein gewisser Gholam Shakuri in den Vereinigten Staaten lebt und ein Mitglied der Organisation der Mojahedin-e Khalq ist.“ Iranische Medien zitierten Salehis in Saudi-Arabien abgegebene Erklärung. (05. November 2011)