Saturday, February 4, 2023
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Das Terrorregime der Mullahs gibt es in einem Jahr nicht mehr

Maryam Rajavi, Führerin des Widerstandsrates Iran, appelliert an Norwegen, um eine Katastrophe im Irak zu verhindern
Aftenposten Norwegian daily

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Aftenposten Norwegian daily
(Originaltext in Norwegisch, Grundlage der deutschen Uebersetzung ist die englische Uebersetzung)
Der iranische Widerstand sieht die Zukunft optimistisch: Der Aufstand im Iran im vergangenen Sommer rückt einen Regimewechsel in greifbare Nähe und ist nicht mehr nur eine Angelegenheit politischer Visionäre. Seit die Bewegung infolge der islamischen Revolution 1979 – 1980 das Land verlassen hatte, lebt sie im Exil. Jetzt ist eine Möglichkeit zur Rückkehr in ihre Heimat in Sichtweite.

"Ich hoffe, dass ich beim nächsten Interview für Aftenposten in Teheran bin", sagte Maryam Rajavi lächelnd zum Reporter und dem Fotografen von Aftenposten. Die charismatische Führerin der iranischen Volksmojahedin und des Widerstandsrates Iran weilt in Norwegen zu Gesprächen mit Politikern über die Lage von mehreren Tausend Unterstützern im Camp im Irak in der Nähe der iranischen Grenze. Heute wurde sie vom Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten des Parlaments empfangen. Und morgen wird sie einige Abgeordnete treffen, die sich für die Lage im Iran interessieren.

Wie eine Königin
Ein Treffen mit Maryam Rajavi ist immer etwas Besonderes: Die von ihr angeführte Bewegung war für Jahrzehnte verfolgt, erst durch die Geheimpolizei des Shahs, dann durch die Söldner des Mullahregimes. Tausende Anhänder der Bewegung wurden eingekerkert oder ermordet. Die Länder des Westens für Jahre von der Gruppe auf Distanz zu halten, war eine Hauptziel der iranischen Außenpolitik.
Heute ist es schwierig zu sagen, wieviel Unterstützung die Bewegung im Iran selbst hat. Außerhalb des Landes präsentierte sich die Gruppe als ein Rivale des Mullahregimes mit Maryam Rajavi als der Führerin und dem öffentlichen Gesicht der Bewegung.
Dass Maryam Rajavi eine besondere Führerin ist, spürst Du, wenn Du sie triffst. Sie spricht mit einem erstaunlichen Enthusiasmus über die Lage in ihrem Land. In dem großen Kreis der unterstützenden Begleiter steht sie im Zentrum. Es gibt keine Königin, die ihr gleicht, sowohl in ihren Handlungen als auch in der Art, wie sich ihre Anhänger zu ihr bekennen.

Weiblich
Nicht zuletzt ist es etwas besonderes, dass sie die Führerin einer politischen Bewegung ist, die in einem muslimischen Land die Macht übernehmen will. Als wir über die Rolle der Frau in der Gesellschaft sprachen, wurde sie noch leidenschaftlicher:

"Frauen spielen eine wichtige Rolle auf allen Ebenen unserer Bewegung. Frauen haben immer in vorderster Front gegen das Mullahregime gestanden", sagte sie. In dem neuen Iran muss die Diskriminierung der Frauen ein für alle Mal beseitigt sein. Deshalb ist es eine Inspiration, wenn ich bei Ihnen in Skandinavien bin, sagte sie.
Die Lage im Camp Ashraf im Irak steht ihrem Herzen besonders nahe.

"In diesem Sommer verursachte das Regime ein Blutbad im Irak, in Ashraf. Das Regiem hat den 15. Dezember als Termin für die Räumung des Camps gesetzt. Wir haben Angst vor einem Massaker und unendlich vielen menschlichen Tragödien für die 3.500, die dort leben.

Norwegen ist ein Land mit einer starken Stimme in der Welt. Ich appelliere an Sie, die Norweger, so intensiv wie ich kann, die Problematik in alle internationalen Foren zu tragen, soweit sie dazu in der Lage sind. Man darf sich nicht von dem abwenden, was geschieht", sagte sie.

Bedrohung
Immer wieder sprach sie vom Mullahregime in Teheran und von den Bedrohungen, die ihrer Meinung nach von ihm für den Weltfrieden ausgehen.

"Es ist so, dass ein fanatisches, fundamentalistisches Regime kurz davor steht, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Der Westen hat gezeigt, wie naiv er ist und es mit Beschwichtigung versucht. Unter dem Deckmantel von Verhandlungen haben die Mullahs nur weiter an der Produktionsmöglichkeit von Atomwaffen gearbeitet. Die Mullahs haben guten Grund zum Lachen. Ihre Taktik war bisher erfolgreich", sagte sie.

Aber der Aufstand im Sommer und im Herbst dreht den Spieß langsam herum, glaubt Maryam Rajavi: "Die Angst vor der Unterdrückung durch die Mullahs ist verschwunden. Der Countdown hat begonnen. Ich glaube nicht, dass das Regime noch ein Jahr mehr überleben wird", sagte sie.