Saturday, December 3, 2022
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Zarif räumt ein: Der Angriff auf die saudische Botschaft war vom Iran staatlich geplant

Der Außenminister des iranischen Regimes gibt zu: Alle höheren Funktionäre und Regierungsmitglieder des Iran waren über den Angriff auf die saudische Botschaft informiert
Am 4. Mai 2017 hielt Außenminister Zarif aus Anlass des Lehrertages in der Fakultät für internationale Beziehungen eine Rede. Er erläuterte die Außenpolitik des Regimes und die für die internationalen Beziehungen des Regimes zurzeit gültigen Koordinaten. Er erwähnte auch Vorfälle, die er „schlecht geplant“ nannte wie die Angriffe von Regime-Schlägern auf die saudische Botschaft in Teheran und das saudische Konsulat in Mashhad. Dabei gab er unbeabsichtigt zu, dass alle Führer des Regimes von den Angriffen wussten, während er eigentlich sagen wollte, sie wären alle dagegen gewesen.

Er sagte: „Am Tag des Angriffs auf die saudische Botschaft waren wir alle in einer Sitzung des Obersten Nationalen Sicherheitsrates versammelt und waren uns einig, wenn die saudische Botschaft angegriffen würde, hätten die Saudis Anlass für eine weitere Untat. Das trat auch wirklich ein.“
Jetzt hat Zarif, wenn auch unbeabsichtigt, zugegeben, dass der Angriff mit Wissen des Regimes verübt wurde; bisher hatte es seinen Schlägerangriff auf die saudische Botschaft als Anschlag „wütender Menschen“ hingestellt und abgestritten, dass er organisiert worden sei. Jetzt dagegen gibt der Außenminister des Regimes zu, dass hohe Regimevertreter von der Sache wussten. Zu den Mitwissern gehörten demnach der Präsident, der Parlamentsvorsitzende, das Oberhaupt der Justiz, der Vizepräsident, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates sowie der Vertreter Khameneis in diesem Gremium, des Weiteren der Chef des Generalstabs des Regimes, der Oberkommandierende des IRGC, der Innen- und der Außenminister. Er behauptet, wie gesagt, man sei sich im Obersten Sicherheitsrat einig gewesen, dass, wenn die Botschaft angegriffen würde, die Saudis Anlass zu Vergeltungsmaßnahmen hätten. Wenn einer der hohen Regierungsvertreter für den Angriff eingetreten ist und hinterher behauptet, der Sicherheitsrat sei nicht in der Lage gewesen, ihn zu verhindern, ist das lächerlich. Wahr ist, dass der Angriff mit vollem Wissen der Spitze des Regimes vorbereitet und durchgeführt wurde.
Zarif beschäftigte sich anschließend mit der kritischen Situation und der Veränderung der politischen Atmosphäre besonders nach dem Machtantritt Trumps. Speziell ging er auf den Wechsel der amerikanischen Syrienpolitik nach dem Angriff mit chemischen Waffen in Syrien ein und sprach die Furcht des Regimes vor dem aus, was in Syrien geschehen wird.
„Als Mr. Trump Präsident wurde, sagten einige, er hätte innere Probleme und werde es nicht auf Krisen im Ausland ankommen lassen. Ein Vorfall, nämlich der Giftgasangriff in Syrien – und umso schlimmer, wenn er nichts als eine leere Behauptung ist – hat die US-Politik um 180° gedreht. Jetzt sagen einige, er sei vorbereitet gewesen … wie dem auch sei, Verschwörung oder geplante Operation, er hat die Geschichte verändert. Ein Vorfall in Syrien hat die Situation durcheinandergebracht und das liegt am Zustand der internationalen Beziehungen. Während des Kalten Krieges hat man nicht oft erlebt, dass ein Vorfall den ganzen Lauf der Geschichte ändern konnte. Wir müssen also auf diese Entwicklungen achtgeben und sie analysieren.“