
Während sich das iranische Regime auf massive Sanktionen gegen seine Ölindustrie ab dieser Woche vorbereitet, erlebt es auch den Anstieg der Zahl der Proteste, die wegen der wirtschaftlichen Krise im Land aufflammen.
Die Ölsanktionen, die am Montag in Kraft treten, zielen auf die Haupteinkommensquelle des Iran und sind infolgedessen die härteste Aktion, die von den USA ergriffen werden, seit sich Donald Trump im Mai aus dem Atomabkommen von 2015 zurückgezogen hat. Dieses Abkommen sollte Beschränkungen in dem Atomprogramm des Iran sicherstellen im Austausch gegen die Erleichterung von Sanktionen, aber Trump war der Ansicht, dass ersteres nicht erreicht wurde.
Im letzten August verhängten die USA erneute Sanktionen für den Gebrauch des US Dollars, die Autoindustrie und den Einkauf von Flugzeugteilen und Edelmetallen. Die USA hoffen, dass das das Regime an den Verhandlungstisch zurückbringen werde für ein großes Abkommen, das unheilvolles Verhalten berücksichtigt wie die Unterstützung von terroristischen Gruppen und die Verwendung von ballistischen Raketen.
Die Wirkung der Sanktionen
Die Sanktionen haben das iranische Regime schon intensiv unter Druck gesetzt, da der Rial einen steilen Wertverfall erlebt und die Kosten für die wichtigen Güter des Alltags in den Himmel schießen. Das hat immer mehr Proteste und Streiks gegen das Regime aufflammen lassen, die trotz des brutalen Vorgehens des Regimes nur noch mehr geworden sind.
Als die Sanktionen unter dem Abkommen von 2015 zuerst beseitigt wurden, hat der Iran davon profitiert, sein Öl frei in der ganzen Welt verkaufen zu können, und er hat Übereinkünfte über Milliarden Dollar unterschreiben können mit westlichen Firmen wie Airbus und Boeing. Was sich aber nicht änderte, war das wirtschaftliche Missmanagement des Regimes, was bedeutete, dass das Land komplett unvorbereitet war darauf, dass Trump sich aus dem Atomabkommen zurückgezogen hat.
Jetzt hat Trump gelobt, dass Unternehmen (oder Länder), die sich den Sanktionen nicht fügen, selbst aus dem Finanzsystem der USA ausgeschlossen werden; obwohl einigen Ländern Erleichterungen der Sanktionen gewährt werden, die ihre Ölimporte merklich verringern.
Reaktion des Regimes
Der iranische Präsident Rohani hat versucht, die Öffentlichkeit in Sicherheit darüber zu wiegen, dass das Regime die wirtschaftlichen Probleme mildern werde, zugleich aber eingeräumt, dass für einige Monate die Situation schlecht sein könnte, aber seine Versprechungen klangen für die iranische Bevölkerung hohl.
Der Iran hat die Sanktionen zu umgehen versucht, indem er sein Öl am Sonntag bei einer Energiebörse verkauft hat, wobei der iranische Ölminister Bijan Zanganeh am Mittwoch angab, dass 280 000 Barrel iranischen Öls schon bei IRENEX Exchange verkauft seien und dass 720 000 Barrel demnächst verkauft würden.
Selbst wenn jedoch der Iran eine Million Barrel pro Tag dort versuchen würde zu verkaufen, so wären das viel weniger als die 2,5 Millionen Barrel, die er verkauft hat, bevor die Sanktionen verkündet wurden.
Die europäischen Länder, die das Atomabkommen beibehalten wollen, haben versucht, ihre Unternehmen gegen die Sanktionen der USA abzuschirmen, aber viele europäische Unternehmen haben sich trotzdem zurückgezogen, darunter General Electric, Maersk, Peugeot, Renault, Siemens und Total.
