Maliki bei Ali Khamenei
Der frühere irakische Premierminister Nouri al-Maliki wird, indem er ‚während er einer touristischen Reise nach Libanon’ eine religiöse Führung fordert und Syriens Assad sowie die Hisbollah verteidigt,
zu einer Bedrohung der Nachbarländer – so die Warnung eines arabischen Journalisten.
Nur die Bemühung des neuen irakischen Premierministers Haider al-Abadi, al-Malikis korrupte Erbschaft zu heilen, kann das Land vor einem Bürgerkrieg retten – das erklärte der Generaldirektor der „Al-Arabiya“, Abdulrahman al-Rashed.
Er schrieb auf der Website des Nachrichtenkanals: „Angesichts des Skandals, daß im Irak sich 50 000 Scheinsoldaten ausbreiten, hat der frühere irakische Premierminister Nouri al-Maliki von der heiligen Pflicht gesprochen, Syrien, den Iran und die Hisbollah zu verteidigen.
Vielleicht glaubt er, daß man damit die Skandale in der Armee, die er angeführt hat, am besten vertuschen kann – die schockierenden Niederlagen gegenüber terroristischen Organisationen, die Korruption und die Anwesenheit von ‚Geister’-Angestellten in Dienststellen des Sicherheitsdienstes und der Armee.
Der ehemalige Gouverneur von Bagdads Grüner Zone bedroht, indem er religiöse Führung fordert, die Länder der Region.
Er versucht, den neuen Premierminister, Haider al-Abadi, in Verlegenheit zu bringen …, der die Iraker auffordert, sich zu vereinigen und sich verpflichtet hat, die Fehler seines Vorgängers wiedergutzumachen, indem er eine Reihe von Malikis Kommandeuren entläßt.“
Und anstatt, so Herr al-Rashed, zum Gegenstand einer Untersuchung gemacht zu werden, begab sich al-Maliki auf einer Reise in den Libanon, wo er Drohungen von sich gab.
Er fügte hinzu: „Während die Iraker kämpfen, um das Land vor ISIS zu retten, fordert Maliki die Verteidigung des Iran, Syriens mit seinem Assad und der Hisbollah.
Die Skandale und Fehlschläge von Malikis Regierung führten zu einem Coup seiner eigenen Partei.
Er hat mit seinem Verlangen nach absoluter Macht alle beunruhigt und ist in Wahrheit ein zweiter Saddam Hussein geworden.
Er verwaltete persönlich sieben Ministerien, dazu die Präsidentschaft von drei Staaten. Abgesehen von seiner Diktatur sind die Skandale, in die seine Beamten verwickelt waren, ans Licht gekommen – von den Bestechungen im Zusammenhang mit Waffenlieferungsabkommen mit Rußland über die alten Waffen, die aus Osteuropa gesammelt wurden bis hin zu der nepotistischen Ernennung militärischer Führer.
Die zunehmende Korruption und das Unvermögen, angemessen zu regieren, kulminierten in dem Desaster des 11. Juni – der Eroberung Mossuls durch weniger als 2000 Terroristen, nachdem Malikis Leute aus der Stadt geflohen waren. Durch seine Aktionen sind tausende von Menschen zu Tode gekommen, und wenn nicht die politischen Kräfte des Irak durch entschlossenes Handeln seine Regierung beendet hätten, bestünde heute keine Chance eines vereinigten Irak.
Auch internationale Intervention machte die Verteidigung Bagdads möglich und konnte so die irakische Hauptstadt davor bewahren, dem ISIS in die Hände zu fallen.
Ohne Abadis Bemühungen, die negativen Auswirkungen der Politik des früheren Premierminister auf die Stämme im Westen des Irak zu heilen, und ohne seinen Wunsch, die Beziehungen zu den Kurden zu verbessern, wäre das geteilte Land zerfallen und in einen wütenden Bürgerkrieg getaumelt.“
