Sunday, December 4, 2022
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Der Tod von Behnam Mahjoubi – Ein klarer Fall der vom iranischen Regime systematisch begangenen Menschenrechtsverletzungen


Behnam Mahjoubi

Am vergangenen Sonntag starb im Iran Behnam Mahjoubi, der sich aus Gewissensgründen in Haft befunden hatte. Er starb, weil das Regime ihm angemessene medizinische Behandlung versagt hatte. Sein Tod ist herzzerbrechend, auf der anderen Seite aber ein Indiz der vom Regime systematisch begangenen Menschenrechtsverletzungen.

Nachdem er zu Beginn dieses Jahres verhaftet worden war, hat Behnam unter schwerer physischer und seelischer Folter gelitten. Er hatte Epilepsie; nach Meinung der Ärzte war er haftunfähig. Doch die Behörden verweigerten seine Entlassung. Sie verweigerten ihm sogar seine Medikamente; sie injizierten ihm unbekannte Drogen und erschwerten seine Krankheit so sehr, daß er ins Koma geriet und in das Loghman-Krankenhaus gebracht werden mußte.

Das Regime hat schon viele aus politischen Gründen Inhaftierte dadurch getötet, daß es ihnen medizinische Behandlung verweigerte. Im Jahre 2011 tötete es Mohsen Dogmechi, der die Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI oder MEK) unterstützt hatte und an Bauchspeicheldrüsen-Krebs litt, dadurch, daß es sich im Frühstadium der Krankheit weigerte, ihn ins Krankenhaus zu bringen oder zu entlassen.

In den Verliesen des Regimes befindet sich eine ganze Reihe von politischen Gefangenen, die an verschiedenen Krankheiten leiden, wobei es ihnen angemessene medizinische Behandlung vorenthält. Der politische Gefangene Arash Sadeghi leidet an einem Knochentumor, doch das Regime lehnt seine medizinische Behandlung ab.

Eine weitere Freundin der MEK, der angemessene medizinische Behandlung versagt wird, ist Frau Fatemeh Mosanna, 53 Jahre alt. Der Arzt, der sie schon mehrere Male im Teheraner Taleghani-Krankenhaus untersucht hat, erklärte, sie könne die Umstände des Gefängnisses nicht ertragen; die Behörden müßten dies bestätigen, damit sie aus medizinischen Gründen entlassen werden könne. Doch die Behörden verweigern sich dem Urlaub.

Ein ähnlicher Fall: Die Behörden des Zentralgefängnisses von Tabriz verweigerten der politischen Gefangenen Massoumeh Senobari
medizinische Behandlung. Sie steht unter Krebsverdacht.

Es gibt Dutzende weiterer Fälle, doch das Regime eliminiert die politischen Gefangenen auf verschiedene Weisen.

Die Leiter der Europäischen Union sollten über die Funktionäre des Regimes wegen ihrer Verwicklung in Terrorismus und Menschenrechts-verletzungen Sanktionen verhängen. Das Dossier des iranischen Regimes zu den Hinrichtungen, den an politischen Gefangenen verübten Massakern und den Morden an Demonstranten sollte dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgelegt werden, und die Leiter des Regimes sollten wegen ihrer seit 40 Jahren verübten Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin der Opposition, sagte zu dem Tod Behman Mahjoubis: „Was Behnam Majoubi geschah, zeigt, wie notwendig es ist, eine internationale Ermittlungskommission in den Iran zu schicken – zum Besuch der Häftlinge, der politischen Gefangenen und der inhaftierten Demonstranten.“

Prisoner of conscience #BehnamMahjoubi was persecuted & tortured, and yet the criminal Judiciary in #Iran prevents publication of the news of his death and its reason. They conceal what they did to him over 3 years of imprisonment in Evin and Aminabad Psychiatric Hospital.