Saturday, July 20, 2024
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Der Wert des Bodens im Iran und die Bedeutung seiner Erhaltung in gutem Zustand


Die Böden in der Natur sind die komplexesten und vielfältigsten Ökosysteme auf der Welt. Der Boden als solcher ist ein höchst komplexes Ökosystem und eines der vielgestaltigsten Habitate auf der Erde. Er enthält viele verschiedene Organismen, die miteinander interagieren und zu den globalen Zyklen beitragen, die Leben ermöglichen. Nirgendwo sonst in der Natur sind Organismen so dicht auf einem Raum gepackt wie in den Bodengemeinschaften.

Aber diese Biodiversität ist wenig bekannt, weil sie unter der Oberfläche liegt und deshalb für das menschliche Auge weitgehend unsichtbar bleibt. Außer dass sie die Menschheit mit 98,8 % ihrer Nahrungsmittel versorgen, leisten die Böden ein ganze Reihe von anderen Diensten, von der Speicherung von CO² und der Regulierung von Treibhausgasen bis zur Milderung der Auswirkungen von Hochwasser und der Unterstützung der sich ausdehnenden Städte. Aber der Boden ist eine endliche Ressource und ein rasches Wachstum der menschlichen Population verbunden mit immer mehr Konsum setzen die Böden in beispielloser Weise unter Druck durch die Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion und der Steigerung der Ernteerträge je Flächeneinheit des Bodens.

Die menschliche Bevölkerung ist von ca. 250 Millionen im Jahr 1000 auf 6,1 Milliarden im Jahr 2000 gewachsen und es wird vorausgesagt, dass sie im Jahr 2050 9,8 Milliarden erreicht.
Gesunde Böden haben ein Maß an Widerstandsfähigkeit, das ihnen erlaubt, Struktur und Funktion zu bewahren angesichts sich wiederholender Störeinflüsse wie Temperaturschwankungen, Verdichtung und Kontamination. Sie leisten wesentliche Dienste als Ökosysteme für die Nahrungsmittelproduktion und können uns dabei helfen, mehrere Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, darunter, den Hunger auf null zu bringen, sauberes Wasser, Klärung, Leben auf dem Land, Regulierung von Hochwasser und die Bewahrung der Biodiversität. Jedoch gibt es vom Menschen induzierte Schädigungen wie Bodenerosion, Kontamination und den Verlust von organischen Kohlenstoffverbindungen, die die Widerstandsfähigkeit der Böden mindert.

Das Bevölkerungswachstum, nicht nachhaltige Praktiken in der Landwirtschaft, Entwaldung, industrielle Entwicklung, Verstädterung und Klimawandel stellen zunehmende Bedrohungen für gesunde Böden dar. Einmal bis über ein kritisches Niveau hinaus gestört, laufen die Böden Gefahr über eine Abwärtsspirale in einen alternativen Zustand der Degradierung zu geraten. Ein solcher Zustand der Degradierung ist charakterisiert durch einen Verlust von Bodenfunktionen und –diensten wie der Fähigkeit, der Menschheit Nahrungsmittel zu liefern und das menschliche Leben auf der Erde zu erhalten. Weil eine Wiederherstellung von Böden ein langsamer Prozess ist, wird der Boden oft als nicht erneuerbare Ressource betrachtet.
Die Abwärtsspirale der Degradation von Böden wird gesteigert durch Bedrohungen für die Böden, die in einem starken Zusammenhang untereinander stehen und in mächtigen Rückkoppelungen miteinander verbunden sind. In Nahräumen haben ein Verlust an Bodenstruktur wegen Verdichtung durch schwere Maschinen oder intensives Grasen einen Verlust an Bodenorganismen und der Funktionsweise des Bodens und eine weitere Schädigung zur Folge. Global gibt es eine starke positive Rückkoppelung zwischen Bodenerosion und Klimawandel.

Die Bodenerosion verursacht einen Verlust an Kohlenstoffverbindungen durch Abgabe von Kohlendioxyd in die Atmosphäre, was zur globalen Erwärmung beiträgt. Die Zunahme der Wärme führt zu vermehrter Intensität von Regenfällen, Windgeschwindigkeiten und wilden Bränden, was alles zusammen wiederum die Bodenerosion zunehmen lassen kann.
Ein geschädigter Zustand des Bodens ist in der Geschichte der Menschheit nicht ungewöhnlich.

Der Niedergang vergangener Zivilisationen steht in Verbindung zu einem schlechten Schutz der Bodengesundheit. So wurde die sumerische Zivilisation in Mesopotamien von einer Versalzung und Erosion im Bergland untergraben, während sowohl das antike Griechenland als auch das römische Reich an ausgedehnter schwerer Bodenerosion litten. Wo gesunde Böden anfangs Wachstum und Wohlstand von Zivilisationen ermöglichten, resultieren die zunehmende Nachfrage nach Nahrungsmittelproduktion und nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken in einer schweren Schädigung der Böden. Gefolgt von einer Abnahme der Sicherheit der Versorgung mit Nahrungsmitteln und der politischen Stabilität vermindert die Schädigung der Böden die Widerstandsfähigkeit von Zivilisationen und leitet ihren Einsturz ein. Jedoch war in der Vergangenheit die menschliche Bevölkerung insgesamt kleiner, verteilter und weniger untereinander verbunden als in der Gegenwart.

Das bedeutet, dass die vergangenen Folgen von Bodenschädigung nur lokale Ökosysteme und Gesellschaften unterminierten. Heute, mit einer menschlichen Weltbevölkerung von 7,9 Milliarden Menschen, wobei ein Wachstum auf 9,8 Milliarden im Jahr 2050 erwartet wird, und mit einer stark globalisierten Welt ist die Schädigung von Böden keine lokale Angelegenheit mehr. Die Degradierung von Land hat schon negative Folgen für 3,2 Milliarden Menschen weltweit wegen der verminderten Sicherheit der Versorgung mit Nahrungsmitteln und geringerer Widerstandsfähigkeit von Landschaften bis hin zu Extremwetterereignissen, die Ungleichheit und politische Instabilität zunehmen lassen.

Allein in der Europäischen Union belaufen sich die Kosten im Zusammenhang mit der Schädigung der Böden auf über 50 Milliarden Euro im Jahr. Im Weltmaßstab steht die Schädigung der Böden auch in Verbindung zu Massenmigration, Gewalt und bewaffneten Konflikten, Es wird geschätzt, dass die Schädigung der Böden 90 % von ihnen im Jahr 2050 global in Mitleidenschaft zieht, das heißt: fast alle Ökosysteme auf der Welt und die Bevölkerung werden davon direkt betroffen sein.
Die derzeitige Intensivierung der landwirtschaftlichen Praktiken hat schon zu einer nicht nachhaltigen Degradierung der Böden geführt. Größere Formen dieser Degradierung schließen den Verlust organischer Materie und die Freisetzung von Treibhausgasen, eine Überdüngung, Erosion, Kontamination, Versauerung, Versalzung und den Verlust genetischer Diversität ein. Diese laufende Degradation des Bodens lässt die langfristige Fähigkeit der Böden, den Menschen Dienste zu leisten, abnehmen, darunter die zukünftige Nahrungsmittelproduktion, und verursacht eine Beeinträchtigung der Umwelt. Die globale Gesellschaft muss kurzsichtig sein, wenn sie sich allein auf den unmittelbaren Nutzen von Böden wie das Nahrungsmittelangebot konzentriert.

Das Versäumnis, die Bedeutung des Bodens bei zunehmend intensiven landwirtschaftlichen Systemen zu erkennen, wird ohne Zweifel ernste Konsequenzen für die Menschheit haben und es heißt auch, dass man es daran fehlen lässt, die gleichen Rechte der Generationen zu berücksichtigen. Es ist äußerst wichtig, eindeutig anzuerkennen, dass die Degradation der Böden zu klaren ökonomischen Kosten führt, weil man damit Dienste verliert und solche Prinzipien müssen ausdrücklich in ökonomischen Rahmensetzungen und Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen der Regierung mit in die Betrachtungen einbezogen werden. Experten treten dafür ein, dass der Wasser-Nahrung-Energie Nexus erweitert werden müsse zur Bildung eines Wasser-Boden-Nahrung-Energie Nexus.

Die wachsende Menschen-Population setzt die Böden und die Wasserressourcen stärker unter Druck und bedroht unsere Möglichkeiten, genügend Nahrung für Mensch und Tier und Textilien zu produzieren. Eine wachsende Bevölkerung kann die Umwelt, die Mobilität und die Bereitstellung von natürlichen Ressourcen wie Wasser, Nahrungsmittel unter Stress setzen, wenn Regierungen es versäumen, strategisch zu denken oder zu spät dran sind damit, die entsprechenden adaptiven Reformen umzusetzen. Das ineffektive Management der natürlichen Ressourcen kann zu ihrer Knappheit und zu Umweltschäden führen, die beide die Initiativen untergraben, die das Ziel haben, zu nachhaltiger Entwicklung zu ermutigen. Daraus ergibt sich, dass es einen wachsenden Konsens in unserer Weltgemeinschaft darüber gibt, dass der Schutz der natürlichen Ressourcen und die Umsetzung umweltgerechter und ökonomisch sinnvoller landwirtschaftlicher Praktiken die höchste Priorität haben.


Zugleich kann, wenn die angemessenen politischen Maßnahmen verabschiedet werden, eine wachsende Bevölkerung die wirtschaftliche Expansion auch anspornen und zu mehr Arbeitskräften führen, die für eine nachhaltige Entwicklung vorteilhaft ist. Dennoch ist es entscheidend, sicherzustellen, dass die Bewahrung der Umwelt und die Erhaltung der natürlichen Ressourcen Hand in Hand mit wirtschaftlichem Fortschritt gehen.
Laut Experten gibt es eine Wahrscheinlichkeit von 95 %, dass die Bevölkerung auf dem Planeten von den jetzigen 7,9 Milliarden bis 2100 auf über 11 Milliarden anwächst. Zum größten Teil wird diese Expansion in Nationen mit Einkommen im unteren Bereich und im unteren Mittelfeld stattfinden. Das höchste Wachstum wird in Afrika unterhalb der Sahara registriert werden, das den Wissenschaftlern zufolge sich von den jetzigen 1,18 auf fast 2 bis 2,2 Milliarden Menschen nahezu verdoppeln wird. Diese Voraussagen sind ziemlich alarmierend, wenn man berücksichtigt, dass die am wenigsten entwickelten Nationen in dieser Region im Weltmaßstab am niedrigsten bei der Gesundheit und der akademischen Bildung rangieren; ein hoher Grad an Zunahme der Bevölkerung wird deshalb ohne entsprechende Abmilderung die jetzigen Probleme einfach verschärfen.

Die grundlegenden physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften der Böden müssen für nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken aufrechterhalten werden. Ein wissenschaftliches Studium der Böden wird die Beweise für die Bedeutung der Ansammlung verschiedenster Mineralien, der organischen Materie, der Organismen, der Qualität der Luft und des Wassers als Schlüsselkomponenten unserer globalen Umwelt liefern. Böden stellen eine hohe Vielfalt von wichtigen Diensten für Ökosysteme bereit wie Wasserfilter durch lebende Organismen, Speicher für Kohlendioxyd, Regulation der atmosphärischen Gase und als Medien für Pflanzenwachstum, die dazu verhelfen, alles Leben auf diesem Planeten zu erhalten.
Die wissenschaftliche Forschung legt immer mehr offen, dass Prozesse des Erdsystems von Reaktionen angetrieben werden, die im Boden stattfinden. Jedoch haben die Entwicklung des Menschen und unsere Abhängigkeit von der Landwirtschaft das Ausmaß dieser Prozesse im Boden verändert und damit das Gesicht unseres Planeten drastisch verwandelt. Außer den kleineren Beiträgen der Aquakultur und der Hydroponik (Wachstum von Wasserpflanzen) ist es der Boden, an den wir bei den meisten unserer landwirtschaftlichen Produkte gebunden sind. In der ganzen Geschichte haben wir uns auf unsere Möglichkeiten, Landschaften zu verändern, Boden und Wasser zu bewirtschaften und Pflanzen und Tiere zu zähmen, gestützt, um unsere grundlegenden menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen.

Unsere Verantwortung für Boden, Wasser und Lebewesen, Mikroben, Insekten, Tiere und Pflanzenressourcen ist eine kritische Komponente einer nachhaltigen Landwirtschaft. Eine solche Einstellung zur Landwirtschaft stellt sicher, dass die Produktion von Nahrungsmitteln und Textilien auf eine Weise vorgenommen wird, die die Degradierung natürlicher Ressourcen minimiert und langfristig eine Produktion auf wirtschaftlich gangbare Weise erlaubt. Eine nachhaltige Landwirtschaft zieht Vorteile aus traditionellen landwirtschaftlichen Techniken und ebenso aus den neuesten technologischen Fortschritten. Eng verbunden mit einer nachhaltigen Landwirtschaft sind Konzepte der Sicherheit und des Schutzes von Nahrungsmitteln, die sich darum drehen, dass alle Menschen Zugang zu sicheren und nahrhaften Lebensmitteln haben, um ein gesundes Leben beizubehalten.

Der Iran hat derzeit mit vielen Problemen im Zusammenhang mit der Bodenerosion zu tun. Das ergibt sich durch einige inhärente Charakteristika und von Menschen gemachten auslösenden Kräften. Heute spielen die letzteren eine wichtigere Rolle bei der Beschleunigung der Erosion, wobei darüber hinaus die Regionen der zur Erosion neigenden Wüsten- und Halbwüstengebiete im Land zu betonen sind.
Die jährliche Rate der Schädigung des Bodens im Iran ist siebenmal höher als im globalen Durchschnitt, während der Prozess von Bodenentstehung viel langsamer ist als in anderen Teilen der Welt wegen der besonderen geologischen Verhältnisse, erklärte der Chef der Abteilung für Wasser- und Bodenschutz in der Organisation für landwirtschaftliche Forschung, Bildung und Expansion, die mit dem Ministerium für Landwirtschaft verbunden ist: „Schätzungen der jährlichen durchschnittlichen Erosionsrate lauten 2,2 Tonnen je Hektar, während diese Zahl im Iran 16,5 Tonnen je Hektar überschritten haben“.

Dieser Beitrag versucht, die Hauptgründe für die beschleunigte Bodenerosion im Iran auszumachen. Verschiedenen Typen der Bodenerosion wirken sich auf annähernd 1,2 Millionen km2 Land im Iran aus. Die Erosion durch Wasser beseitigt um die 500 Millionen Tonnen von circa 15 Millionen Hektar des Agrarlandes in jedem Jahr. Der Iran stellt eines der klarsten Beispiele eines Landes dar, das durch und durch von Prozessen der Landdegradation wie Bodenerosion, Bodenabsenkung, Erdlöchern und der Verminderung der Bodenfruchtbarkeit und Wassermenge und –qualität betroffen ist.
Bodenerosion ist eines der wichtigsten Umweltprobleme im Iran, weil Millionen von Tonnen an reichem und fruchtbarem Boden in jedem Jahr verloren gehen wegen eines unsachgemäßen Umgangs damit. Dabei wäre eine Kartierung und Begutachtung der Gefahren von Bodenerosion ein wesentlicher Ansatz für die Handhabung und Planung in Bezug auf natürliche Ressourcen.

Experten außerhalb der Regierung gehen davon aus, dass die Kosten durch Bodenerosion sich auf etwa 50 Milliarden $ jährlich im Iran belaufen. Zu den verschiedenen treibenden Kräfte der Bodenerosion gehören der Bodentyp, die Anfälligkeit des Bodens für Erosion, Muster der Landnutzung, unnötige und ungeeignete Entwicklung der Infrastrukturen und die illegale Ausbeutung von natürlichen Ressourcen. Wegen der vielen Wasserabflussgebiete, dem Missmanagement der Landesflächen durch die Regierung und der Unwissenheit im Staat ist es unmöglich, die angemessenen Maßnahmen zur Wasserregulierung und Bodenerhaltung umzusetzen. Damit die Leistungsfähigkeit der Wasserregulierung erhöht wird, müssen deshalb die Projekte zuerst bei weniger geschädigten Gebieten anfangen und dann die Kerngebiete der Erosion ausgemacht und priorisiert werden im Hinblick auf das Potential an Bodenerosion.

Wenn es um die verschiedenen Herausforderungen in Bezug auf die Umwelt im Iran geht, muss man immer den Beitrag des IRGC und der verschiedenen religiösen Organisationen zu einer solchen Krise erörtern. Ingenieure des IRGC wurden im Verlauf des Iran-Irak Krieges in die Entwicklung der Infrastruktur und des Managements mit Wasserressourcen involviert. Nach dem Konflikt ordnete Khamenei die Schaffung der Khatam-al-Anbiya an, des für die Bauten zuständigen Arms des IRGC. Sepahsad, Khatam-al-Anbiyas Arm für den Bau von Staudämmen, wurde 1992 geschaffen. Das Ziel war, Jobs für die Ingenieure des IRGC beizubringen und Ressourcen für den Wiederaufbau unter der Regierung des früheren Regimepräsidenten Ali Akbar Rafsandschani zu liefern.
Sepahsad und sein Partner Mahab Quds, ein Vertragsunternehmen, das den Bau von Staudämmen in einer Vielfalt von Provinzen mit Wasserproblemen beaufsichtigte, werden manchmal zusammen als die „Wasser Mafia“ bezeichnet. Beide Organisationen wurden zu Bauprojekten angetrieben, die nur für die Elite, die sie leiteten, in Wohlstand brachten. Die Methoden, die dafür angewandt wurden, schlossen die Aufblähung der Kosten für die Staudämme ein, während schlechte Arbeit bei fehlender Überwachung und Evaluation abgeliefert wurde.

Eine Zusammenarbeit auf Grund einer so verheerenden Doktrin hat viele wirtschaftliche, soziale, politische und andere Krisen nicht nur im Iran und der Region hervorgebracht, sondern auch für Frieden und Sicherheit in der Welt. Die Umweltbelange des Iran sind nicht Dinge, die sich auf die Grenzen des Landes beschränken, sondern sie werden globale Problemstellungen werden genau wie Terrorismus und das Streben nach Atomwaffen.
Neuere Modellstudien im Iran deuten darauf hin, dass große Änderungen in der Politik für Land- und Forstwirtschaft mit Schlüsselproblemen verbunden sind, die kurz- und mittelfristig gelöst werden müssen. Natürlich wird das unter der Herrschaft der Kleriker nicht passieren. Das Fehlen von ausreichend Daten, die in verschiedenen Untersuchungen vermerkt werden, bedeutet, dass umfassende landesweite Studien, die neuere Trends bei Klima und Vegetation berücksichtigen, rar sind wegen der Angst vor der Beseitigung der Forscher und einem Mangel an Freiheit der Forschung. Mit Satellitenbeobachtungen, die jetzt lange Zeitreihendaten der wichtigen Parameter mit relativ hoher Raumauflösung liefern und die Gefahr einer Fehlinterpretation natürlicher jährlicher Schwankungen vermeiden, ergibt sich eine neue Gelegenheit dafür, über Jahre Daten zu erforschen, regionale Skalen zu erstellen und Daten mit zunehmender Detailgenauigkeit zu bekommen, um nach zeitlichen und räumlichen Mustern in den Daten forschen zu können.

Als Maßnahmen zur Bekämpfung der Bodenerosion heben Experten die Bedeutung der Stärkung der Vegetation hervor, indem Weideland entwickelt, die Vegetationsdecke vergrößert und eine angemessene Wasserregulierung geplant, die Verschmutzung von Grundwasser verhindert, kleine Dämme auch zur Umleitung angelegt werden und Wasser auch in abschüssige Böden bei gelichzeitiger Aufforstung gebracht werden. Die Umsetzung von Plänen von Grundwasserreserven und sonstiger Wasserregulierung sind auch entscheidend zur Abmilderung der Bodenerosion.

Der wissenschaftlich vertretbarste und kostengünstigste Ansatz zur Rettung der Bodenqualität ist einer mit der Praktizierung der Verwaltung der natürlichen Ressourcen und der Wasserregulierung, mit Aufforstung und Stärkung der Vegetation. Auch eine richtige Verwaltung des Viehbestandes, eine Einschränkung der Landversiegelung und die Vermeidung, abschüssiges Land parallel zum Abhang zu pflügen, sind wichtig.


*Der Autor Khalil Khani ist Spezialist für Fragen der Umwelt und Menschenrechtsaktivist. Er hat den Ph.D. in Ökologie, Botanik und Umweltstudien in Deutschland erworben und hat an der Universität Teheran und einer hessischen Universität in Deutschland gelehrt. Er ist auch Doktor der medizinischen Psychologie in den Vereinigten Staaten.