Die „Europäische Vereinigung für Freiheit im Irak“ fordert: Die Vereinigten Staaten, die Vereinten Nationen und die Europäische Union müssen gemeinsam die ‚gemeinen Schandtaten’ verurteilen,
die im Irak mit Unterstützung des Iran an Sunniten verübt werden.
Struan Stevenson, der Präsident der Vereinigung, sagte, die Untaten des früheren Premierministers Nouri al-Maliki und der mit dem Iran verbundenen Milizen hätten den Irak mehr als je zum Religionskrieg getrieben.
Er nannte beispielhaft acht an den Sunniten an verschiedenen Orten des Landes begangene Schandtaten:
1 – Unlängst entführten die paramilitärischen Truppen des 9. Badr, die von Hadi al-Ameri, dem Verkehrsminister, befehligt werden, in der Stadt Baquba und den Städten Khalis und al-Adhim (Provinz Diyala) Dutzende Sunniten, ermordeten sie und hängten ihre Leichen auf öffentlichen Plätzen der wichtigsten Städte dieser Provinz auf. Ameri gehört zur terroristischen Quds-Truppe; er hat das Kommando über die militärischen und paramilitärischen Truppen in der Provinz Diyala übernommen.
2 – Wir verfügen über Berichte, nach denen Malikis Truppen und mit dem Iran verbundene Terrorgruppen die Sunniten in Samarra unterdrücken; sie haben viele von ihnen entführt und getötet und die Bevölkerung zum Verlassen der Stadt gezwungen.
3 – Am 11. Juli gab „Human Rights Watch (HRW)“ bekannt: „Irakische Sicherheitskräfte und mit der Regierung verbundene Milizen haben offenbar seit dem 9.Juni 2014 in sechs irakischen Städten bzw. Dörfern mindestens 255 Häftlinge ungesetzlich hingerichtet. In allen diesen Fällen – bis auf einen – ereigneten sich die Hinrichtungen, währen die Kämpfer vor ISIS und anderen bewaffneten Gruppen auf der Flucht waren. Die überwältigende Mehrheit der Sicherheitskräfte und Milizen besteht aus Schiiten, während die ermordeten Häftlinge Sunniten waren. Mindestens acht der Getöteten waren weniger als 18 Jahre alt.“
4 – Am 31. Juli gab HRW bekannt: „Von der Regierung unterstützte Milizen haben in den irakischen Provinzen Bagdad, Diyala und Hilla in den vergangenen fünf Monaten sunnitische Zivilpersonen entführt und getötet. HRW hat zwischen dem 1. Juni und dem 9. Juli 2014 den Mord an 61 Sunniten dokumentiert, außerdem im März und April in Dörfern und Städten um Bagdad – dem sog. Bagdader Gürtel – mindestens 48 sunnitischen Männern. Die Regierung scheint anzunehmen, daß sie sich, wenn das Volk die Schuld an den Morden den Milizen gibt, reinwaschen kann.“ HRW ist der Meinung, für die meisten dieser Untaten seien die Milizen von Asa’ib Ahl al-Haq verantwortlich, von denen man annimmt, sie seien eng mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah verbunden.
5 – In al-Taji fand man die Leichen von fünf enthaupteten sunnitischen Bürgern, die in der Gegend von Albu Khalifa von Milizen entführt worden waren.
6 – Die mit der Regierung verbundenen paramilitärischen Truppen entführten in der Stadt al-Taji 15 Personen des Stammes Albu Fahad.
7 – In der Stadt al-Taji nördlich von Bagdad entführten die Asa’ib-Milizen vier Angehörige des Stamms Abu Khalifa. Diese Operation leitete in Kollaboration mit den Milizen Brigadegeneral Jalil Abdulreza. Nach drei Tagen fand man die enthaupteten Leichen der vier entführten Männer.
8 – Am 24. Juli wurden in einer verbrecherischen Verschwörung 52 sunnitische Häftlinge, die von der Stellung in Taji aus unterwegs waren, von mit Maliki verbundenen Truppen ermordet.
Herr Stevenson sagte: „Diese kriminellen Maßnahmen, die im Irak zur täglichen Routine geworden sind, sind eindeutig die Folge der sektiererischen Politik Malikis, dessen Amtszeit zu Ende gegangen ist.
Verantwortlich für diese Untaten sind die mit dem Amt des Premierministers verbundenen Milizen; sie werden direkt von Nouri al-Maliki unterstützt.
Angesichts der oben erwähnten Tatsachen fordert die Europäische Vereinigung für Freiheit im Irak (EIFA) die internationale Gemeinschaft, die Vereinigten Staaten und die Europäische Union auf, diese schandbaren Untaten entschieden zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, dem verbrecherischen Handeln der mit Maliki verbundenen Milizen ein Ende zu machen.
Der erste wesentliche Schritt, die gegenwärtige Krise zu lösen und die Zunahme extremistischer Tendenzen zu verhindern, bestünde darin, entsprechend der allgemeinen Forderung des irakischen Volkes Maliki zu entfernen und eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden.“
