Thursday, December 8, 2022
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Deutscher Minister verweigert Treffen mit Amtskollegen aus dem Iran

Deutscher Minister verweigert Treffen mit Amtskollegen aus dem IranNWRI – Der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble weigerte sich, seinen iranischen Amtskollegen, Mostafa Pour-Mohammadi, wegen seiner Rolle bei den Massenhinrichtungen 1980 in Ahwaz (Hauptstadt der Provinz Khuzestan) zu treffen, so berichtete das deutsche Magazin Focus.
 
Als Oberstaatsanwalt der Provinz war Pour-Mohammadi verantwortlich für die Ermordung von mehr als Tausend Oppositionellen. Die Gerichtsverhandlungen dauerten oft nicht mehr als fünf Minuten. Unter den Opfern von Pour-Mohammadis Terrorherrschaft in Ahwaz waren auch Kinder.

Seit er im September 2005 Innenminister wurde, hat er die Verhaftung von Tausenden arabischen Ahwazi Kämpfern und bei vielen die Hinrichtung beaufsichtigt. Die Kinder von Dissidenten, sogar Neugeborene, waren häufig unter den Gefangenen als Pour-Mohammadi mit seiner Säuberungsaktion unter den Arabern aus Ahwaz begonnen hatte.

Die deutsche Polizei hat Pour-Mohammadi ebenfalls angeklagt, die Ermordung von vier Führern der Demokratischen Partei des iranischen Kurdistan in Wien 1992 bei Friedensgesprächen mit der iranischen Regierung geplant und gesteuert zu haben. Die Politiker Österreichs haben ebenfalls behauptet, dass der Präsident der Mullahs, Ahmadinejad logistisch für die Ermordungen verantwortlich war. Pour-Mohammadi wurde ebenfalls als einer der Politiker benannt, der 1988 das Massaker an 30.000 Mitgliedern der iranischen Opposition verantwortlich war.