Tuesday, November 29, 2022
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Die Araber und die Belagerung von Ashraf

Since 5:30 am (local time - Iraq) on Friday, June 5, rapid deployment forces of the Iraqi police at the entrance of Ashraf, blocked the road and entrance to Ashraf. They blocked entry of goods and people to the Camp and intensified the suppressive siege of Ashraf. Eight members of the People's Mojahedin Organization of Iran who were at the entry point of the Camp were threatened by arrest and death. A group of Camp Ashraf residents protest illegal intrusion by Police.Quelle: Al-Arab al-Youm (Jordanische Tageszeitung), 6. Juni 2009 (Auszüge)
Verfasser: Aref Abdolazim, Experte für Iran

Wir haben bereits die tapfere, positive, besonnene und stimmige Position der Europäischen Regierungen, Institutionen, Menschen und Organisationen gesehen, wenn es um humanitäre Fragen und die Politik der Freiheit geht. So ist der europäische Standpunkt zu Ashraf City, einer Bastion der Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK).

Die Resolution des Europäischen Parlamentes ruft die irakische Regierung auf, die Bewohner von Ashraf, ihre Rechte und ihr Leben zu schützen, ein klares Signal, dass einen Höhepunkt für den moralischen Standpunkt Europas bedeutet.

Eine Frage stellt sich jedoch: Was tun die arabischen Regierungen, Organisationen und ihre Menschen, übernehmen sie eine ähnliche Verantwortung, wenn es um Ashraf und um die PMOI geht?

Diese Frage ist nach der Entscheidung aus Europa für Ashraf wichtiger geworden. In seiner Plenarsitzung in Straßburg am 24. April 2009 hat das Europäische Parlament eine sehr bedeutende Resolution über die Sicherheit von Ashraf City im Irak verabschiedet.

Die Resolution ruft die irakische Regierung auf, die Belagerung von Camp Ashraf zu beenden, den rechtlichen Status der Campbewohner als “geschützte Personen” unter den Genfer Konventionen zu akzeptieren und fordert auf, Maßnahmen zu unterlassen, die das Leben oder die Sicherheit der Bewohner gefährden.

Welche Verantwortung übernehmen die Araber, die ein brüderliches Verhältnis zu ihnen haben? Die Bewohner von Ashraf (ein Drittel von ihnen sind Frauen) befinden sich unter schwierigsten Bedingungen oder einer Belagerung. Ist es ein Fall, wo arabische Organisationen, Institutionen, Nicht – Regierungsorganisationen, politische Würdenträger, Parlamentarier und Regierungen die Verantwortung übernehmen müssten, wenn es um Ashraf geht?

Von einer humanitären Perspektive aus betrachtet: Wer in diesem arabischen Land kann aufrichtig behaupten, arabische Gastfreundschaft zu gewähren, indem er zur gleichen Zeit akzeptiert, dass sich die schöne Stadt Ashraf in ein Gefängnis verwandelt hat und damit auch die Bestrebungen und Aussichten im Irak inhaftiert werden?

Selbst wenn wir den humanitären Aspekt beiseite legen, gibt es einen politischen Aspekt. Wie ist die Rolle von Ashraf, was hat ihr diese Aufmerksamkeit gebracht und warum hat das iranische Regime ihm solch schweren Druck auferlegt? Der Grund für diesen Druck besteht darin, dass, wenn das Regime im Stande sein sollte, dieses Hindernis zu beseitigen oder wenn es die Belagerung auf Ashraf aufrecht erhalten kann, es auch in der Lage ist, seine Revolution in den Irak und in die anderen arabischen Länder zu exportieren, wenn es seine Kontrolle auf Ashraf durchsetzt. …

Es ist jetzt Zeit für die arabischen Länder, um verantwortlich hervorzutreten und das Aufheben aller Beschränkungen von Ashraf zu fordern. Sie sollten die Belagerung auf Ashraf beenden und alles entfernen, was ihre Freiheit oder Rechte einschränken kann. Sie sollten die irakische Regierung auffordern, ihre Rechte zu respektieren.