Thursday, December 1, 2022
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Die Bewohner von Camp Liberty fordern, dass die UN Martin Kobler untersagen, sich in ihre Angelegenheiten einzumischen

NWRI – Die Bewohner von Camp Liberty haben an den Generalsekretär der Vereinten Nationen geschrieben und ihm mitgeteilt, sein Abgesandter Martin Kobler ebne den Weg für ein Massaker an den Liberty Bewohnern in Konspiration mit dem Irak und dem iranischen Regime. In einem Brief mit deutlichen Worten an Ban Ki-Mun meinten die mehr als 3000 Dissidenten im Lager, Kobler sei „zerstörerisch und unehrenhaft” und solle aufhören, sich in ihre Angelegenheiten einzumischen.

Sie warnten, wenn Kobler nicht von seiner Aufgabe in Camp Liberty entbunden würde, würden noch mehr Leben aufs Spiel gesetzt.

In dem Brief heißt es: „Wir schreiben diesen Brief als Bewohner von Camp Liberty und stellen den offiziellen Antrag an Sie, Martin Kobler in jeder Hinsicht zu untersagen, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen.

Es gibt erdrückende Beweise dafür, dass er mit der Diktatur im Iran zusammenarbeitet im Hinblick auf unsere Belange, wir haben kein Vertrauen zu ihm.

Gegen alle Prinzipien der Vereinten Nationen stellt er sich ganz offen auf die Seite der irakischen Regierung. Seine Kumpanei mit der irakischen Regierung hat den Weg geebnet dafür, dass Druck auf uns ausgeübt wurde und dass wir Zwangsmaßnahmen unterworfen wurden, und schließlich auch für das Massaker.

Herr Kobler hat eine äußerst destruktive Rolle gespielt bei der erzwungenen Vertreibung aus Ashraf und dem Umzug nach Liberty. Er hat uns mit falschen Versprechungen getäuscht.

Im Augenblick verbreitet er weitere falsche Behauptungen über die Bewohner, um seine Rolle bei der zwangsweisen Umsiedlung aufzupolieren und ebenso bei dem Angriff am 9. Februar, der zur Tötung von acht Personen und zur Verwundung von 100 führte.

Sein Ziel ist, eine weitere blutige Gewaltaktion vorzubereiten. Er sollte vor Gericht gestellt werden.“

In dem Brief steht, die UNHCR hat am 13 Dezember 2012 erklärt, alle Bewohner von Liberty seien als Asylsuchende anerkannt, sie hätten aber nicht das Maß an Sicherheit, den der Status erforderlich macht.

Er fährt fort: “Es besteht für uns die Gefahr weiterer Raketenangriffe, während die irakische Regierung ganz offiziell die Erfüllung wesentlicher minimaler Sicherheitserfordernisse im Lager heruntergeschraubt hat.

Unsere Forderung an Sie und den Hohen Kommissar für Flüchtlinge lautet, dass die UNHCR die volle Verantwortung in allen unseren Angelegenheiten als politische Flüchtlinge entsprechend dem Mandat, das sie hat, übernimmt, bevor Herr Kobler in Komplizenschaft mit der irakischen Regierung ein weiteres Massaker auslöst. Die UNAMI sollte aus dieser Sache ganz herausgehalten werden.

Außerdem stellen wir die Forderung, dass wir bis zur Aussiedlung nach Camp Ashraf gebracht werden, wo wir relativ sicherer sind.“