Saturday, December 3, 2022
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Die COVID-19 Krise im Iran: Verzweifelte Bemühungen der Mullahs, einen Aufstand zu vermeiden

Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 steigt schnell im Iran. Sogar die vom Regime zusammengebastelten Zahlen zum Coronavirus zeigen die Tiefe der Krise. „Alle Ämter, Banken und Geschäftsbetriebe werden vom Montag bis nächsten Samstag geschlossen“, erklärte der Sprecher der Arbeitsgruppe des Regimes zur Bekämpfung von Covid-19.
Der neue Präsident des Regimes Ebrahim Raisi gab am letzten Samstag bekannt, dass der Import von 30 Millionen Impfdosen gebilligt worden sei. „Aber Experten denken, dass wir, um die derzeitige nicht wünschenswerte Covid-19 Situation unter Kontrolle zu bringen, 60 Millionen Impfdosen herbeischaffen sollten“, fügte Raisi hinzu.


Aber was ist in den allerletzten Tagen passiert, dass die Autoritäten des Regimes, die unter der Leitung ihres Obersten Führers Ali Khamenei eine inhumane Covid-19 Politik betrieben haben, plötzlich von der Sicherheit der Bevölkerung sprechen?
Khamenei hat die Einfuhr von verlässlichen Covid-19 Impfstoffen im Januar 2021 mit einem Bann belegt. Im März 2020 hatte er erklärt: „Wir sollten aus diesem Coronavirus nicht so eine große Sache machen“. Die Behörden des Regimes folgten Khameneis Herunterspielen der Krise und den Aussagen gegen eine Impfung.
Wie ist es dazu gekommen, dass Khamenei plötzlich am 11. August auf den Fernsehschirmen erschien und Covid-19 eine „wildes Virus“ genannt und gesagt hat, dass es für das Regime „Priorität“ haben sollte? Das war nicht der Khamenei, der dieses tödliche Virus als eine Prüfung und einen Segen bezeichnet hat.
Nach den großen Protesten im Iran im November 2019, die an den Fundamenten des Regimes gerüttelt hatten, erwartete Khamenei verzweifelt nach einem Retter, der sein Regime vor den Volksaufständen schützen sollte. Dieser Retter war der Ausbruch des Coronavirus, der das Regime durch Täuschung und Untätigkeit in eine große humanitäre Krise brachte.
Die Tragödie des Coronavirus Ausbruchs im Iran ist nicht zu groß: Ali Khamenei, der Oberste Führer des Regimes

Mit der Ausbreitung der Delta Variante von Covid-19 und dem Tsunami der Todesfälle dadurch ist die Situation Khamenei aus den Händen geraten. Die Situation ist jetzt das, was Raisi am Samstag als „nicht wünschenswerte Situation“ charakterisierte und Khamenei warnte vor einem „steilen Anstieg“ der Virusfälle. In Wahrheit sind Khamenei und Raisi nicht wegen der tödlichen Wirkungen des Virus auf die Gesellschaft besorgt und Covid-19 ist immer noch ihr Verbündeter.
Sie fürchten sich vor der Gegenreaktion der Bevölkerung. In den sozialen Medien zirkulieren Videos, die eine junge Frau zeigen, die um ihren Mann trauert und sagt: „Khamenei, brenne in der Hölle. Du hast mir das Liebste genommen. Ich werde mich rächen”. Der Hass der iranischen Bevölkerung wächst parallel zur Rate der Todesfälle und der Infektionen.
Als in der Provinz Khusistan die Proteste ausgebrochen sind und sich rasch in einem Dutzend Städten ausgebreitet haben, bei denen die Menschen „Tod dem Diktator” skandierten, verstanden Khamenei und die Amtsträger seines Regimes, dass sie den Ausbruch von Covid-19 nicht mehr benutzen konnten, um die Gesellschaft ruhig zu stellen. Raisi sah die Stimmung der Leute, als er einmal eine Apotheke besuchte und als jemand ihm zurief, „warum werden Teenager in den Vereinigten Staaten geimpft, aber es gibt keinen Impfstoff im Iran?“.
Der Covid-19 Ausbruch kommt zu den anderen wirtschaftlichen und sozialen Krisen hinzu und könnte Proteste entzünden und zu einer Explosion in der unruhigen Gesellschaft im Iran führen. Dieses unvermeidliche Ergebnis hat die Behörden des Regimes bedroht.
Mit anderen Worten: Khamenei sät den Wind und wird Sturm ernten.