Friday, December 2, 2022
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Die Kirche versammelt sich um jene, die sich wegen des Lagers Ashraf im Hungerstreik befinden

 Von John Mc Manus
Quelle: BBC-Nachrichten

Geistliche der Kirche von England werden die Vereinten Nationen bitten, die Sicherheit der in einem irakischen Lager lebenden iranischen Dissidenten zu garantieren

Die Bewohner des Lagers Ashraf teilen mit, unlängst seien während eines von irakischen Sicherheitskräften unternommenen Überfalls einige von ihnen getötet worden.

Am Sonntag haben einige anglikanische Geistliche die Demonstranten aufgesucht, um ihrer Unterstützung Ausdruck zu verleihen.

Verwandte und Freunde der Bewohner von Ashraf demonstrieren seit 60 Tagen vor der Botschaft der Vereinigten Staaten.

Einige von ihnen befinden sich im Hungerstreik; mehrere mußten bereits medizinisch behandelt werden.

Mehr als 3 000 Mitglieder der Oppositionsgruppe exilierter Iraner, der "Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI)" leben im Lager Ashraf, das bis zum Beginn dieses Jahres von den Truppen der USA kontrolliert wurde.

Darnach haben die USA die Verantwortung für das Lager an die irakische Regierung übergeben; diese will es schließen.

In der vorigen Woche gab der Erzbischof von Canterbury eine Erklärung heraus. Darin unterstützt er die Versuche, die Vereinigten Staaten zum Schutz der Bewohner des Lagers zu bewegen.

Dr. Rowan Williams (der Erzbischof) sagte, er stehe auch mit der britischen Regierung in Kontakt; er drängte die, die sich im Hungerstreik befinden, diese Form des Protestes zu beenden.

Eine Gruppe von Geistlichen der Kirche von England hat die Gruppe der Demonstranten vor der Botschaft der USA besucht, um die amerikanischen Truppen aufzufordern, die Kontrolle des Lagers Ashraf erneut zu übernehmen.

Sie sagten, die USA seien gesetzlich verpflichtet, die Sicherheit der Bewohner des Lagers zu garantieren.

Rev. Lindsay Meader von der St.-James-Kirche in Piccadilly sagte auch, die Kirche werde sich direkt an den Generalsekretär der Vereinten Nationen wenden.

"Um die Ankündigung des Erzbischofs von Canterbury in die Tat umzusetzen, werden wir uns an die Beobachterin der Anglikanischen Gemeinschaft bei den Vereinten Nationen, Frau Dr. Hellen Wangusa und den Generalsekretär der Anglikanischen Gemeinschaft, Canon Keneth Kearon, wenden, um zu erreichen, daß sie Ban Ki-moon um Intervention bitten."

Rev. Meader fügte hinzu, die UNO werde auch gebeten werden, "Beobachtergruppen in das Lager Ashraf zu entsenden, um den Schutz seiner Bewohner zu sichern und das Leben der 36 Personen zu retten, die ohne richterlichen Haftbefehl von der irakischen Polizei festgehalten werden."

'Das Maß ist voll.'

Die Geistlichen sagten, sie seien darüber erstaunt, daß noch keine internationale Organisation Maßnahmen zum Schutz der iranischen Emigranten ergriffen habe.

Eine von denen, die den Protest organisiert haben, Laila Jazayei, sagte der BBC, sie verliere das Vertrauen auf den britischen Außenminister.

"Wir finden, das Maß ist voll. Es liegt am Tage: Das britische Außenamt wird nichts tun.

Warum trägt David Miliband die Sache nicht der UNO vor? Es gibt britische Staatsbürger in Ashraf, und drei von den festgehaltenen 36 Personen sind anerkannte politische Flüchtlinge."

Ein Sprecher der Botschaft der Vereinigten Staaten sagte der BBC, es bestünden keine Pläne, mit den Demonstranten, die auf ihrer Schwelle kampieren, zusammenzutreffen.