Saturday, January 28, 2023
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Die Revolte im Iran brodelt, es ist an der Zeit, den Menschen beizustehen

Lord David WaddingtonVon David Waddington
Quelle: The Washington Times
 
Nachdem die Proteste auch nach einer Woche nach den Massenprotesten im Iran während des shiitischen Ashurafestes weitergingen, versucht das angeschlagene Regime durch ein Ausufern der Gewalt den Aufstand brutal niederzuschlagen.

Dieses iranische Regime hat schon immer Angst gestreut, um zu überleben, aber sie ist nicht mehr die alles lösende Waffe, die sie einst war. Die Berichterstattung der aktuellen Ereignisse zeigt, dass die Proteste weit weg von einer Demonstration gegen die Präsidentenwahl vom Juni sind. Die Rufe und Slogans der Demonstranten zeigen eine Nation, die das Ende der obersten Herrschaft von Ali Khamenei und eine demokratische Nation fordert, die dem Volk die Freiheit gibt und welche die Menschenrechte respektiert.

Heute können die Demonstranten das Ende eines Regime in Sichtweite erkennen, das seit der Revolution von 1979 an der Macht ist. Ein verwundetes Opfer wird immer um sich schlagen und diese Regierung ist auf Brutalität, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen aufgebaut und wird daher mehr denn je um sich schlagen.

Nach der Gewalt der letzten Woche forderten hochrangige Personen des iranischen Regime die Todesstrafe für die Inhaftierten und die Opposition munkelt, dass es in den nächsten Tage weitere Hinrichtungen geben wird.
 
Tagesgespräch in Teheran ist, dass die Straßen der Hauptstadt mit Soldaten besetzt sind, weil das Regime die Kontrolle zurück erlangen will, welche sie in den letzten Tagen verloren hat. Teheran scheint unter einer Art Kriegsrecht zu stehen und Demonstranten sollen erschossen werden, wenn es Anzeichen für Versammlungen gibt.

Doch die Drohungen des Regimes scheinen ins Leere zu laufen. Die Iraner haben ihren Willen geäußert, ihr Leben für einen demokratischen Wandel zu opfern. Sie sehen nun eine Schwäche in der iranischen Führung und niemand sieht ein Zeichen, dass jemand auf ihre Forderungen eingeht. In der Tat haben sich die Demonstrationen intensiviert und mehr und mehr Demonstranten sind ein Signal dafür, dass die Nation zum Wandel bereit ist.

Obwohl die Proteste in der letzten Woche und die Ereignisse der letzten Monate als Überraschung angesehen werden, die Anführerin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) hat schon lange gesagt, dass die iranische Gesellschaft bereit für einen demokratischen Wandel sei.

Es ist schon lange her, dass Frau Maryam Rajavi von der “dritten Option” zur Lösung der Bedrohung durch das iranische Regime sprach. Es ist der demokratische Wandel durch das iranische Volk. Obwohl diese Option lange Zeit von Westen abgelehnt wurde, weil er naiv dachte, die Revolution sei unumkehrbar, hat sich das Blatt der Geschichte gewandelt und das Ende der aktuellen Führung wird Realität.

Der Westen muss aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und sich diesmal nicht, wie es bei der Rebellion gegen den Schah Ende der 70er Jahre war, auf der falschen Seite wiederfinden. Zu lange hat der Westen dem Iran einen Olivenzweig gereicht, in der Hoffnung dass der Dialog den Weg verändern würde. Diese Politikrichtlinie hat nie funktioniert und eine einzig realistische Politik besteht darin, die Verbindungen in politischer und ökonomischer Sicht mit dem schwächelnden und unterdrückenden Regime zu beenden, welches barbarisch mit seinem eigenen Volk umgeht. Die Rufe der Menschen sind klar und eindeutig. Sie wollen die oberste Regentschaft des Ajatollah Khamenei beenden und sie durch Demokratie und Freiheit ersetzen.

Lasst uns aus der Geschichte lernen und an der Seite der iranischen Oppositionsbewegung in ihrem Kampf für diese Freiheit und Demokratie und ihrer Rechte stehen, die jeder Mann und jede Frau auf dieser Welt haben will.

Lord Waddington war einer früherer Innenminister in Großbritannien