Saturday, November 26, 2022
StartNachrichtenMenschenrechteDie Untätigkeit macht die Vereinten Nationen zum Komplizen des Massakers in Camp...

Die Untätigkeit macht die Vereinten Nationen zum Komplizen des Massakers in Camp Liberty – das erklärt ein ehemaliger Gesandter für die Menschenrechte

NCRI – Durch ihre Tatenlosigkeit sind die Vereinten Nationen zu Komplizen des Mordes an zwei Dutzend iranischen Dissidenten geworden – des terroristischen Raketenüberfalls der vorigen Woche in Camp Liberty,

Irak; das erklärte ein ehemaliger Leiter der Menschenrechtsabteilung der UNAMI (Irak). Mindestens 24 Mitglieder der Hauptgruppe der iranischen Opposition Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI oder MEK) wurden am Donnerstag während eines Raketenangriffs getötet, den Agenten des Mullahregimes im Iran unternommen hatten. 

Dr. Tahar Boumedra bezeichnete den Überfall auf Camp Liberty als „schauriges Verbrechen“, und fügte hinzu, es sei in Teheran geplant und in Bagdad ausgeführt worden.

„Dieser Überfall auf Camp Liberty war nicht der erste seiner Art; es handelte sich um eine Wiederholung schwerer Angriffe auf wehrlose Menschen. Sie werden vom Völkerrecht geschützt und obliegen dem Mandat des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR). Und doch sind zwei Länder, zwei Regierungen (der Iran und der Irak) entschlossen, diese die Freiheit liebenden Menschen zu vernichten,“ sagte Dr. Boumedra während einer Demonstration, die am vergangenen Freitag in London, Downing Street No. 10, veranstaltet wurde. 

Dr. Boumedra, bis 2012 Leiter des Menschenrechtsbüros der UNAMI, verwaltete auch das Camp Liberty betreffende Dossier der Vereinten Nationen; er sagte, das iranische Regime habe die Bewohner des Lagers angegriffen, „um Menschen los zu werden, die Freiheit wollen, die im Iran Demokratie wollen, die einen von Atomwaffen freien Iran wollen, und die unter Herrschaft des Rechts, der Menschenrechte und gleicher Chancen für alle Iraner leben wollen.“

„Man hat sie im Jahre 2009 angegriffen; diesen Angriff habe ich persönlich miterlebt. Man hat sie im April 2011 angegriffen; auch diesen Angriff kann ich persönlich bezeugen. Man hat sie im Jahre 2013 angegriffen, und dann, erneut, in der vorigen Nacht. Die wiederholten Angriffe gehen auf das Konto von Regierungen, die nichts gegen sie unternehmen, auf das Konto der Vereinten Nationen, das Konto des UNHCR. Ich möchte sagen: Alle diese Leute haben nun Blut an ihren Händen.“

„Ich habe sie persönlich mehr als einmal gewarnt. Ich warnte den Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon. Ich sagte ihm, es sei beabsichtigt, die Bewohner von Camp Ashraf, nun von Camp Liberty, zu vernichten. Und doch wurden damals die Angriffe von den Vereinten Nationen hingenommen. Man verließ sich , was den Schutz der Bürger Ashrafs betraf, auf die Regierung des Irak – die für diese Angriffe verantwortlich war. Es ist inakzeptabel. Es ist eher naiv, vom Irak den Schutz der Ashrafis zu verlangen, während die Regierung dieses Landes offen erklärt, sie werde sie vernichten und sie dürften den Irak nicht verlassen.“

„Ich möchte sagen: Die Länder, die sich jetzt beeilen, Teheran zu besuchen, um dort neue Wirtschaftsbeziehungen mit dem Regime anzuknüpfen, verkaufen das Blut der Ashrafer den diktatorischen Mullahs und Verbrechern.“

Dr. Boumedra sagte, das Regime im Iran „exportiert den Fundamentalismus in die ganze Region und schürt im Mittleren Osten und in Afrika alle möglichen Kriege.“

Er fügte hinzu, der Präsident des Regimes, Hassan Rouhani, sie für den Überfall auf Camp Liberty verantwortlich; er werde sich vom 14. bis zum 16. November in Italien und Frankreich aufhalten. 

„Dieser Mann muß verhaftet werden, wenn er Europa besucht. Er muß für das, was er tut, zur Rechenschaft gezogen werden. Er muß für das, was gestern nacht geschah, verantwortlich gemacht werden. Es besteht die Möglichkeit, ihn zu verhaften. Frankreich und Italien sind Mitgliedsländer des Internationalen Strafgerichtshofes. Wir müssen sie auffordern, den Ankläger des Gerichtshofes zu Maßnahmen zu ermuntern, die zur Verhaftung Rouhanis entweder in Italien oder in Frankreich führen. Sie müssen dafür verantwortlich gemacht werden. Wir alle sollten Petitionen an das Gericht schreiben. Es müssen sich viele von uns an das Gericht wenden und ihm die Forderung vorlegen, Rouhani in Frankreich oder in Italien zu verhaften,“ fügte Dr. Boumedra hinzu.