Monday, January 30, 2023
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Die USA brechen ihr iranischen Flüchtlingen gegebenes Versprechen

In a surprise move on the morning of May 28, 2009, the Iraqi police force attacked Ashraf at its entrance. They imposed a siege and for two months they exerted mounting pressures, threats and restrictions on Ashraf. Finally on July 28, 2009, they launched a brutal attack on Ashraf residents killing them savagely together with other suppressive forces at the behest of Khamenei who is engulfed in a nationwide uprising in IranWarum ignorieren die Führer der Welt das Schicksal von Emigranten, die zu den Volksmojahedin Irans gehören, fragt Christopher Booker

Quelle: Sunday Telegraph-6. September 2009
In den letzten Wochen hat sich, in den USA weithin berichtet, doch hierzulande so gut wie unbemerkt, ein außerordentliches Drama entfaltet – nach dem brutalen Überfall irakischer Truppen auf das Lager Ashraf, nördlich von Bagdad, das jahrelang die Wohnstatt von Emigranten war, die Mitglieder der PMOI („Organisation der Volksmojahedin im Iran“) sind, der führenden Gruppe der gegen die mörderische Tyrannei gerichteten Opposition.

Im Juli haben irakische Truppen, obwohl allen 3 500 Bewohnern von der US-Regierung eine Schtzgarantie gegeben worden war, mit Unterstützung iranischer Sondereinheiten Ashraf gestürmt, Wohnhäuser und öffentliche Gebäude zerstört, 11 unbewaffnete Flüchtlinge getötet, 500 verletzt und 36 als Geiseln genommen (die Geiselnahme wurde seitdem von einem irakischen Kriminalgericht als illegal verurteilt).

Sechs Wochen lang haben Iraner, unterstützt von Amnesty International, der Law Society und einer aus allen Parteien zusammengesetzten Gruppe von MP’s und Adeligen, vor der US-Botschaft am Grosvenor Square kampiert, um an die US-Regierung zu appellieren, sie möchte ihr Versprechen erfüllen. Sechs von den Protestierenden, die mit Bewohnern von Ashraf verwandt sind, befinden sich seit 40 Tagen im Hungerstreik; drei davon sind jetzt so ernsthaft krank, dass sie in der vergangenen Woche in ein Krankenhaus gebracht wurden. Ähnliche Szenen haben sich vor dem Weißen Haus ereignet.

Gestern haben hunderte von Iranern Protestzüge in London, Washington und Stockholm veranstaltet, in Stockholm vor dem Gebäude, in dem ein Treffen der Außenminister der EU stattfand; sie forderten die EU, die USA, die UNO und das Internationale Komitee des Roten Kreuzes auf, Maßnahmen gegen das fortgesetzte Unrecht zu ergreifen.

Die verbliebenen Bewohner von Ashraf, denen angemessene medizinische Versorgung und Lebensmittel verweigert werden, befürchten, dass sie, wenn die USA und internationale Institutionen nicht intervenieren, gewaltsam in den Iran verschleppt werden, wo die meisten von ihnen inhaftiert oder hingerichtet würden.

Die EU ist in die Sache verwickelt; denn erst im letzten Jahr erzwangen britische Gerichte und der Gerichtshof der EU selbst die Aufhebung der Ächtung, der die EU, um dem Teheraner Regime gefällig zu sein, die PMOI unterworfen hatte, als handelte es sich um eine „terroristische“ Organisation. Doch die wirkliche Verantwortung dafür, dass dieser Schrecken aufhört, liegt bei den Vereinten Nationen, dem Roten Kreuz und, vor allem, bei der US-Regierung, die das von ihr gegebene Versprechen respektieren sollte, das sie jenen Flüchtlingen gab, die sie jetzt im Stich lässt.