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„Die Verletzung der Menschenrechte hat im Iran unter Rohani ihren Höhepunkt erreicht”

Mittwoch, den 24. Juni 2015 um 15:25 Uhr

Elaheh Azimfar vom Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI) 

NWRI – Die Situation der Menschenrechte hat sich unter Hassan Rohani verschlimmert, die Zahl der Hinrichtungen ist steil angestiegen, hat eine Vertreterin des Iranischen Widerstands erklärt, der sich mit internationalen NROs austauscht.

 

Elaheh Azimfar, eine Vertreterin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) für internationale Organisationen, hat dies am Dienstag in einer Online Veranstaltung mit Fragen und Antworten über den Stand der Menschenrechte im Iran ausgeführt.

„Die Verbrechen, die vom iranischen Regime in den letzten zwei Jahren unter der Regentschaft von Rohani begangen worden sind, haben einen Höhepunkt erreicht“, erklärte Frau Azimfar.

„Der Iran ist die Nummer eins in der Welt bei den Hinrichtungen pro Kopf der Bevölkerung gerechnet. Unter Rohani haben 1800 Hinrichtungen  stattgefunden im Zeitraum von weniger als zwei Jahren, und dies ist der Präsident des Regimes, der als gemäßigt betrachtet wird. Etwa 600 dieser Hinrichtungen wurden seit Anfang des laufenden Jahres vollstreckt“, gab sie an.

„Erst in der letzten Woche, am vergangenen Dienstag, gab es eine Gruppe von 22 Gefangenen, die in einer Massenexekution im Gohardasht Gefängnis in Karaj getötet wurden. Am Tag davor wurden vier andere Gefangene in einem anderen Gefängnis in Karaj hingerichtet“.

Außerdem führte Frau Azimfar aus, dass das Regime eine Gruppe von 35 Gefangenen erhängt hat,  just als am 8. Juni eine Delegation des Europäischen Parlaments Teheran besuchte. „Dieser Trend hält immer weiter an und nimmt nirgendwo ein Ende. Das passiert in allen Gefängnissen des Iran, in der Hauptstadt Teheran, in Karaj, in Täbriz, in Orumieh, in Mahabad, in Shiraz und hört nicht auf“.

Weiter gab Frau Azimfar an, dass eine große Zahl „willkürlicher Verhaftungen“ und „Gefangenen aus Gewissensgründen“ zu verzeichnen ist, deshalb sei die Situation im Iran besonders für junge Leute unerträglich.

„Junge Männer und Frauen werden aus ihren Wohnungen gezerrt und mit Urteilen von 10-14 Jahren ins Gefängnis geschickt“, weil sie Artikel geschrieben, Karikaturen gezeichnet und auf andere Weise zum Ausdruck gebracht haben, wie sie über das Regime denken. „Das Regime wirft Leute für absolut friedliche Aktionen ins Gefängnis“.

Die iranische Gesellschaft ist in einer explosiven Verfassung, erläuterte sie. Die Menschen hungern, sie fordern eine angemessene Beschäftigung und einen ebensolchen Lebensstandard, deshalb hat Rohani die Maßregelungen verschärft, weil er einen Aufstand fürchtet. 

Was das Elend der Frauen anbetrifft, so bezeichnete Frau Azimfar die Frauen als die ersten Opfer des iranischen Regimes. Frauen werden auf der Straße mit Säure angegriffen. Das geschieht nach ihren Worten deshalb, weil das Regime in den Frauen den Teil der Bevölkerung erkennt, der Veränderung will. Genau deshalb, weil das Regime Angst vor Frauen hat, fürchtet es auch die Mitglieder der Hauptoppositionsgruppe, der Volksmudschahedin (PMOI/MEK) in Camp Liberty, Irak, die lebende Zeugen der Verbrechen des Regimes sind. Diese beiden Gruppen erregen Furcht innerhalb des Regimes und sind deshalb weiteren Gewaltmaßnahmen ausgesetzt, sagte sie dazu.

Zu den derzeitigen Atomgesprächen zwischen den Weltmächten und dem iranischen Regime befragt, antwortete sie, das Regime befinde sich in einer „Sackgasse“.

„Diese Mullahs sind Meister im Täuschen“, so Frau Azimfar. Die Mullahs verstecken sich hinter den Atomverhandlungen und benutzen sie als eine Gelegenheit, die Verletzung der Menschenrechte, die im Iran andauern, zu maskieren. Sie versuchen die Menschen davon abzuhalten, sich in einer offenen Atmosphäre zu versammeln, um die Gelegenheit zu Protesten zu beschränken. Das manifestiert sich dann so wie in dem neuesten Fall, wo sie Frauen daran gehindert haben, bei einem Volleyballspiel dabei zu sein.

Frau Azimfar beglückwünschte die politischen Gefangenen im Iran zu ihrem Mut und ihrer Ausdauer und ermahnte die internationalen Aktivisten für Menschenrechte, die Botschaft über die Gräueltaten zu verbreiten und Stimme der leidenden Bevölkerung zu sein.