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Die Zahl der Todesfälle durch COVID-19 im Iran überschreitet die 50 000: eine vermeidbare Tragödie


Iran: Die Zahl der Toten durch das Coronavirus überschreitet die 50 000 in 325 Städten

Die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) hat am 7. Juni bekannt gegeben, dass mehr als 50 000 Menschen ihr Leben verloren haben durch den Ausbruch des Coronavirus im Iran. Das ist wirklich eine Tragödie und eine humanitäre Katastrophe, die aber vermeidbar war. Ein Blick auf die Vorgehensweise des Regimes und seine Behandlung dieser Krise beweist das.
Anders als es in anderen Ländern geschah, leugnete das iranische Regime die Existenz des Virus, als COVID-19 das erste Mal im Iran entdeckt wurde. Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) hat Dokumente der Nationalen Notstandsorganisation des Iran offengelegt, die dem Kommunikationsnetz der MEK innerhalb des Iran zugänglich wurden und die zeigen, dass die Behörden um die Existenz dieses Virus wussten und dass sie einige angesteckte Patienten ins Krankenhaus gebracht haben, sich aber weigerten, dies der Öffentlichkeit mitzuteilen. Während alle anderen Länder alle Flüge nach und aus China absagten, setzte die Fluglinie Mahan Air, die den Revolutionsgarden (IRGC) gehört, ihre Flüge nach China fort; während andere Flugunternehmen sich weigerten, chinesische Passagiere zu transportieren, tat Mahan Air das Gegenteil. Warum aber?
Das Regime weigerte sich aus einem ganz bestimmten Grund, die Öffentlichkeit zu informieren: es wollte eine größere Teilnahme an den Demonstrationszügen zum Jahrestag der Revolution und an der Scheinwahlen für das Parlament erzielen, um seiner korrupten Herrschaft die Fassade der Legitimität zu geben. Der Oberste Führer des Regimes Ali Khamenei brauchte das auch entsprechend seiner Politik der Zusammenziehung der Kräfte, um seine massive Ausschließung von Kandidaten der rivalisierenden Fraktion zu rechtfertigen. Nach den landesweiten Protesten im Iran im November, als es 1500 Märtyrer auf der Seite der Protestierenden gab und nach einer zweiten Welle von Protesten im Januar nach dem Abschuss des ukrainischen Linienflugzeugs durch das IRGC, bei dem alle 176 Passagiere an Bord umkamen, erreichte der Konflikt zwischen der iranischen Bevölkerung und dem Regime einen Punkt, wo es kein Zurück mehr gab. Die Mullahs erwarteten einen allgemeinen Boykott des Karnevals zum Jahrestag der Revolution und der Scheinwahlen zum Parlament.
Trotz der kriminellen Entscheidung des Regimes, die Existenz von COVID-19 im Iran zu vertuschen, traf diese sogenannte „Wahl” auf einen beispiellosen Boykott. Dennoch wurden die wenigen Menschen, die teilnahmen, Träger des Virus und verbreiteten es im ganzen Iran, beginnend mit der Stadt Ghom. Hinzukam, dass das iranische Regime wegen seiner internationalen Isolation seine diplomatischen und kommerziellen Beziehungen mit China aufrechterhalten musste.
Nach Berichten des Iranischen Widerstands und solchen von Bürgerjournalisten und Angestellten im Gesundheitssystem war das Regime gezwungen, bekannt zu geben, dass COVID-19 sich im ganzen Iran ausgebreitet hatte.
Jetzt trat das Mullah Regime in die zweite Phase seiner Vertuschungskampagne: das Herunterspielen der Krise und der Versuch, die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus im Iran mit der anderer Länder mehr oder weniger in Einklang zu bringen. Im Gegensatz zu anderen Ländern weigerte es sich aber, eine nationale Quarantäne zu verhängen. Der Präsident des Regimes Hassan Rohani und Ali Khamenei standen an vorderster Front der Kampagne der Vertuschung und des Herunterspielens. Zugleich versuchten die Amtsträger und Apologeten des Regimes, die Sanktionen der USA für die zunehmende Zahl der Todesfälle durch COVID-19 verantwortlich zu machen, wobei Khamenei soweit ging, von einem „Bioterrorismus“ der USA zu faseln. Außerdem verstärkte das Regime seine Sicherheitsmaßnahmen, eröffnete das Feuer auf Gefängnisinsassen, die unter Protest forderten, während des Ausbruchs des Virus freigelassen zu werden, und verhaftete diejenigen, die über Ausmaß und Größenordnung der Krise die Wahrheit sagten, unter dem Vorwand der „Gerüchteverbreitung“.
Kurz gesagt beabsichtigten die Mullahs, den Ausbruch des Coronavirus im Iran als Hebel zu benutzen, um die internationale Gemeinschaft unter Druck zu setzen, um sich von den umfassenden Sanktionen zu befreien, die die Maschinerie der Kriegstreiberei des Regimes lähmen, und auch als Hebel zur Unterdrückung, um die Kontrolle über eine unruhige iranische Gesellschaft zu behalten.
Als das Regime aus Angst vor einem landesweiten Protest eine nationale Quarantäne ausrief, weigerte es sich doch zugleich, die Bevölkerung finanziell zu unterstützen. Deshalb verloren viele Menschen ihre Arbeit und mussten sich der Armee der Hungernden anschließen. Weil es einen Aufstand fürchtete und weil es zudem eine Wirtschaft in vollem Gang benötigte, um seine unerlaubten Aktivitäten zu finanzieren, zwang das Regime die Menschen zurück zur Arbeit und öffnete den Zugang zu den heiligen Schreinen, die eine dauerhafte Einkunftsquelle des Mullah Regimes bilden unter Ausnützung des religiösen Glaubens der Menschen. Zugleich fuhr Rohani mit seinen dreisten Lügen fort, dass immer mehr Provinzen „weiß“ und frei vom Virus würden. Der NWRI und seine gewählte Präsidentin Maryam Rajavi warnten zu der Zeit vor den Folgen der Entscheidung des Regimes, die Wirtschaft wieder anlaufen zu lassen und hoben hervor, dass die Amtsinhaber ihrem Machterhalt Vorrang vor der Bewahrung des Lebens der Menschen gaben.
Zugleich legte der Iranische Widerstand offen, dass riesige Finanzinstitutionen wie Astan-e Quds Razavi, die von Khamenei persönlich kontrolliert werden, Guthaben in Höhe von Milliarden Dollar haben und damit finanzielle Ressourcen, der iranischen Bevölkerung zu helfen. Dennoch weigerte sich Khamenei, diese Guthaben zum Kampf gegen die Coronavirus Pandemie zu benutzen.
Als die Politik der Vertuschung wegen der Enthüllungen des Iranischen Widerstands scheiterte, verstärkten sich die inneren Zwiste des Regimes, was zu Enthüllungen eines Teils der Ausmaße der Krise durch die eigenen Amtsträger des Regimes führte. Jetzt beschuldigten Rohani und seiner Regierung schamlos die Menschen, sie seien unkooperativ.
Die Untätigkeit und die Vertuschung des Regimes haben den Iran zu einer Todeszone des Coronavirus und einem Epizentrum von COVID-19 in der Region und in der Welt werden lassen. Ein kurzer Blick auf die Vorgehensweise des Regimes beim Umgang mit dem Coronavirus zeigt, dass die Krise vermeidbar war, dass die Mullahs sich aber weigerten, den Menschen zu helfen und den eigenen Interessen Vorrang vor denen der Nation gaben.
Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI, äußerte als Reaktion auf die schreckliche und tragische Zahl der Todesfälle, die über die 50 000 hinausgeht: „Die Katastrophe hätte verhindert werden können und ebenso der Verlust so vieler Menschenleben. Die Zahl der Todesfälle im Iran können, auch wenn man sich auf die offiziellen Zahlen bezieht, nicht mit denen in anderen Ländern des Vorderen Orients verglichen werden, obwohl deren wirtschaftliche und soziale Infrastrukturen sehr viel schwächer sind als die des Iran“.
„Khamenei und Rohani sind direkt verantwortlich für die wachsende Zahl der Opfer und müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Statt die Gehälter der Arbeiter und der hart arbeitenden Bevölkerung für ein paar Monate aus den großen Ressourcen der Wirtschaftskartelle unter der Kontrolle von Khamenei und des IRGC zu bezahlen, haben sie die Menschen zurück zur Arbeit geschickt und damit auf den Opferaltar des Coronavirus“, fügte sie hinzu.