Monday, December 5, 2022
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Dokumentation trotz Drohungen des iranischen Regimes gezeigt

NWRI – Nach Wochen der Drohungen des iranischen Regime, welche das öffentliche Aufführen einer Dokumentation verhindern wollte, die sich kritisch zum iranischen Atomprogramm äußert, wurde vor einem ausverkauften Saal in dem Theater für Bibliothek und Archive in Kanada am Sonntag abend die Dokumentation gezeigt. Das schreibt Kanadas National Post.

„Die Bürger Kanadas müssen wissen, dass der Iran ein brutales Regime hat, welches Terrorismus in der ganzen Welt finanziert und dass es an Atomwaffen gelangen will“, sagte Fred Litwin der Präsident der freien Filmgesellschaft. Dies war die Antwort auf Druck, der von iranischen Regime ausgeübt wurde, welches die Veröffentlichung des Films verhindern wollte.

Laut National Post war die Nachfrage nach Karten groß und ein Verkäufer sagte, die Telefone haben wegen Nachfragen nach der Vorstellung nicht still gestanden.

Der Film sollte bereits im letzten Monat gezeigt werden, doch Protestdrohungen von Vertretern der iranischen Botschaft verzögerten die Ausstrahlung und führten zu empörten Reaktionen von kanadischen Vertretern, die dem Regime vorwarfen, ihre Zensur nun nach Kanada bringen zu wollen.

Nachdem der Film abgesagt wurde, wies James Moore, der Kulturminister, das Theater für Bibliothek und Archive an, den Film zu zeigen. Er sagte, Kanada sei ein freies Land und Meinungsfreiheit ist der Kern der Werte und daher gibt es keine Kompromisse.

„Wir lassen uns nicht von Menschen beeinflussen, die versuchen, unser Volk mit Gewaltandrohungen einzuschüchtern“, sagte er im letzten Monat bei einem Interview mit der CBC.

Moore war auch unter den Zuschauern bei der Uraufführung Sonntag abend.

Vor der Ausstrahlung wurde er in der National Post mit den Worten zitiert:“ Dieser Film wird gezeigt und er wird weiter im Theater zu sehen sein.“

„Wir werden in keine andere Einrichtung umziehen, wir werden uns keinem Druck beugen“, ergänzte er.