Thursday, December 8, 2022
StartNachrichtenIran & die WeltDreht sich das Blatt für das iranische Regime im Mittleren Osten?

Dreht sich das Blatt für das iranische Regime im Mittleren Osten?

NWRI – Die aktuellen Entwicklungen im Mittleren Osten zeigen, dass das iranische Regime immer mehr in Ländern wie dem Libanon oder Jemen isoliert wird. Kann eine solche Entwicklung der Beginn des Endes der Intervention des Iran sein?

Der libanesische Regierungschef Saad Hariri trat überraschend zurück und gab Anfang des Monats seinen Rücktritt auf einer Pressekonferenz in Saudi – Arabien bekannt. Einen Tag zuvor noch hatte sich Hariri mit Ali Akbar Velayati, dem Berater des Obersten Führers Ali Chamenei für internationale Fragen, getroffen. Hariri beklagte den schlechten Einfluß der Hisbollah, einer terroristischen Gruppe, die im Namen des Iran im Libanon für Chaos sorgt, und sprach von einem geplanten Mordanschlag auf seine Person.

Er beschuldigte den Iran, den Libanon als Geisel zu nehmen und es ihm unmöglich zu machen, seinen Pflichten als Regierungschef nachzukommen.

Einige Stunden danach feuerten die Huthis auf Geheiß des Iran im Jemen eine im Iran hergestellte ballistische Raketen in Richtung Saudi – Arabien, was ein Verstoß der UN Resolutionen ist, um deutlich zu machen, dass die Botschaft angekommen ist. Der saudische Außenminister Adel al-Jubeir nannte den Abschuß eine „direkte militärische Aggression“ und eine mögliche Kriegserklärung.

Der Iran hat die Lieferung der Rakete und einen Abschußbefehl natürlich abgestritten. Doch es bleibt die Frage offen, ob die Huthis überhaupt alleine in der Lage sind, eigene ballistische Waffen herzustellen.

Die US Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, rief wegen des Abschusses zu Aktionen auf und das Weiße Haus verurteilte ebenso wie Frankreich und Großbritannien den Angriff.

Dies muss auch im Zusammenhang mit der neuen US Politik gegen den Iran gesehen werden, welche seine regionale Destabilisierung und seinen Terrorismus in der Region bekämpfen will. Dazu gehören Sanktionen gegen die Hisbollah, einem berüchtigten Verbündeten des Iran, die Terrorismus und menschliche Schutzschilde einsetzt, sowie Sanktionen gegen ihre internationale Finanzierung.

Der Menschenrechtsaktivist Heshmat Alavi schrieb dazu in Al Arabiya:“ Der Iran nutzte 16 Jahre einer extrem fehlerhaften US Politik in der gesamten Region und gewann Zeit, seinen Einfluß in verschiedenen arabischen Staaten wie Syrien, Irak, Libanon und Jemen auszubauen. Doch nun scheint es eindeutig zu sein, dass sich die Zeiten für Teheran ändern.“

Mit der fehlenden Zertifizierung der Einhaltung des Atomdeals durch den Iran und der Terrorlistung der Revolutionsgarden sowie des Begradigens der Beziehungen zu den traditionellen US Verbündeten wie Saudi – Arabien, fühlt der Iran nun eine Beschränkung seiner Politik.

Und es wird weitere Probleme für das Regime im Mittleren Osten geben. Die arabische Liga hat zum Beispiel ein Treffen angesetzt, in dem es um die Verletzungen des Iran in der Region gehen wird.

Alavi schlußfolgert daraus:“ Das Momentum aus dem Ausland muss fortgesetzt werden. Das iranische Regime muss weiter isoliert werden.“