Saturday, December 10, 2022
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Druck auf inhaftierte Unterstützer der PMOI und Familien von Ashraf-Bewohnern nimmt zu

Pressures on incarcerated PMOI supporters and families of Ashraf residents continue to mountNWRI – Am Mittwoch, dem 19. Mai, verhandelte das klerikale Regime in einem Schauprozess den Fall von Hamid Haeri, einem 60jährigen politischen Häftling, der wegen „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott), der Unterstützung der iranischen Volksmojahedin (PMOI/MEK), anhaltender politischer Tätigkeit und Propaganda gegen das Regime vor Gericht steht. Er wurde am 6. Dezember 2009 von der Geheimpolizei des Regimes bei einer Razzia in seinem Haus festgenommen, weil er sein Kind und seinen Bruder im Camp Ashraf im Irak festgenommen hatte. Bei der Razzia lag er aufgrund einer ernsthaften Verletzung bei einem Autounfall im Bett. Er wurde dann in den Block 209 im Evin Gefängnis gebracht.

Die Ermittler und Folterer des Regimes setzten Herrn Haeri ständiger physischer und psychischer Folter aus und drohten ihm, dass sie auch seine Frau und seine Tochter festnehmen und sie foltern würden, wenn er nicht auf ihre Erwartungen eingeht.

Der Schauprozess fand statt, obwohl der Gesundheitszustand von Herrn Haeri sehr kritisch war und er kaum laufen konnte. In seinem Gesicht waren Foltermerkmale zu erkennen und es war ihm anzusehen, dass er wenig und falsche Nahrung erhielt. Als ein Häftling aus den 1980ern leidet er ebenfalls unter den Folgen der Folter von damals und hat Herzprobleme. Er hatte bereits zwei Herzanfälle.

Trotz der unzumutbaren physischen Komplikationen zog er sich durch seine Standhaftigkeit, sein Widerstand und seine hohe Moral den Zorn der im Gericht anwesenden Handlanger zu.
Unabhängig davon hat das klerikale Regime noch einmal den politischen Gefangenen Hadi (Homayoun) Abed Bakhoda, der nun 50 Jahre alt ist, festgenommen. Er leidet an einem Wirbelbruch und wurde wieder ins Rasht Gefängnis eingeliefert.

Er wurde zunächst am 8. November 2009 verhaftet, aber die Handlanger mussten ihn nach fünf Monaten wieder auf freien Fuß setzen, weil er verschiedene Krankheiten hatte, die sich durch den psychischen Druck und die Gefängnisbedingungen noch verschlimmerten. Und im Gefängnis waren die medizinischen Bedingungen nicht gegeben, um in versorgen zu können.

Herr Bakhoda war seit den 1980ern Unterstützer der PMOI und wurde durch den Schuss eines Agenten der Islamischen Revolutionären Garde zum Krüppel. Selbst als er seine Wunden ausheilte, war er im Evin- und im Oezel-Hesar-Gefängnis den grausamsten Formen der Folter und des psychischen Drucks ausgesetzt. Sein Bruder, Hormou Abed Bakhoda, war ebenfalls für die Unterstützung der PMOI verhaftet und wurde von 1982 von einem Exekutionskommando erschossen, als er gerade 20 Jahre alt war.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
23. Mai 2010