Wednesday, December 7, 2022
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Duzende Proteste in zwei Tagen im ganzen Land zeigen die Widerstandsfähigkeit der iranischen Gesellschaft

Aus mehreren Städten im Iran wurden in den letzten Tagen Proteste aus allen Bereichen des Lebens gemeldet, welche die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) zusammengefasst haben.

Viehzüchter aus Golpayegan (Provinz Isfahan) trafen sich am Montag, um gegen den mangelhaften Transport ihrer Tiere zu protestieren. „Bis heute haben die Behörden unsere Probleme nicht gelöst und nur leere Versprechungen gemacht. Es wurde nichts getan. Wir kommen jeden Tag hierher, doch niemand antwortet uns“, sagte einer der Demonstranten.

Am Montag protestierten Mitglieder der Teheraner Universität für Wohnungsbaugenossenschaften vor dem Ministerium für Kooperation. Seit rund 20 Jahren haben sie ihr hart verdientes Geld in diese Wohnungsbaugenossenschaft eingezahlt, in der Hoffnung, eines Tages Hausbesitzer zu werden, doch es gibt immer noch keine Nachrichten darüber, wann diese Häuser fertig sind.

Am 11. Januar trafen sich Mitarbeiter eines privaten Gesundheitsunternehmens in der Provinz Ost Aserbaidschan vor dem Gouvernement und forderten, dass sich der Gouverneur um ihre Probleme kümmert.

Lastwagenkäufer des staatlich kontrollierten Unternehmens Saipa versammelten sich am Montag vor dem Parlament des Regimes. Sie protestierten gegen die fehlende Lieferung ihrer Fahrzeuge, für die sie bereits bezahlt haben und beklagten die Mitwirkung von Alireza Razm Hosseini, dem Minister für Industrie, Minen und Handel, der bei diesem Betrug beteiligt ist.

Am Sonntag demonstrierten Arbeiter von HEPCO, einem der größten Bauunternehmen und Hersteller von Ausrüstung im Mittleren Osten, in Arak (Zentraliran), um gegen ihre seit Monaten verzögerten Gehälter zu protestiere.

Protest der Arbeiter von HEPCO – 10. Januar 2021

 

Am Sonntag trafen sich Rentner und Pensionäre der sozialen Sicherheit in mehreren Städten im Iran, um gegen ihre schlechten Lebensbedingungen zu protestieren und ihre Forderungen zu verbreiten. Es gab außer in Teheran noch in folgenden Städten Proteste:  Tabriz, Esfarayen, Arak, Lorestan, Isfahan, Qazvin, Yazd, Rasht, Ilam, Karaj, Ahvaz, Kermanshah, Shiraz, Khorramabad, Mashhad und Shush.

Pensionäre protestieren in verschiedenen Städten im Iran gegen ihre schlechten Lebensbedingungen – 10. Januar 2021

 

Am Freitag verbot der oberste Führer des Regimes, Ali Khamenei, den Import von Covid-19 Impfstoff aus den USA und Großbritannien.

Am Sonntag traf sich eine Gruppe von Ärzten und Experten im Gesundheitsbereich und forderte die Regimevertreter auf, diese anerkannten Impfstoffe zu importieren.

Am 10. Januar trafen sich Hunderte Hausmeister und Hauswarte aus öffentlichen Schulen vor dem Parlament, um dort gegen ihre schlechten Lebensbedingungen und ihre niedrigen Löhne zu protestieren. Die Demonstranten sagten, dass ihr Durchschnittseinkommen 2,8 Millionen Tomans beträgt, was ihre Lebenshaltungskosten nicht deckt.

Hausmeister und Hauswarte in öffentlichen Schulen trafen sich vor dem Parlament, um gegen ihre schlechten Lebensbedingungen zu protestieren – 10. Januar 2021

 

Am 25. November warnte Sara Fallahi, ein Mitglied im Parlament des Regimes, vor einem „ungezügelten Markt“, der die Armutsgrenze auf über 100 Millionen Rials ansteigen lässt.

„Wenn wir auf die Kaufkraft der Menschen schauen, dann ist sie so gering, wie seit 40 Jahren nicht mehr und die Menschen haben genug davon“, sagte am 7. Januar Hossein Raghfar, einer der Wirtschaftsexperten des Regimes. Das Missmanagement des Regimes und seine inhumane Coronavirus – Politik, welche bis heute über 200.000 Menschen das Leben gekostet hat, haben die Wut der Gesellschaft steigen lassen.

Der Alptraum der großen Iran – Proteste vom November 2019, welche wegen wirtschaftlicher Probleme entstanden, schwebt immer noch über den Anführern des Regimes. Obwohl das Regime im großen Stil unterdrückende Maßnahmen eingeleitet hat, gehen die Proteste im Iran weiter und das zeigt, dass die Iraner das Regime als die wahre Quelle aller wirtschaftlichen und sozialen Probleme ansehen.

Die fortgesetzten Proteste im Iran sind Anzeichen eines schwelenden Aufstands. Die Machthaber wissen, dass die Menschen wegen Politik des Regimes nichts mehr zu verlieren haben.

Die staatlichen Medien beschreiben die Gesellschaft als einen aktiven „Vulkan“, den das Regime nicht mehr am Ausbruch hindern kann.