Tuesday, November 29, 2022
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Ein früherer Kanzler der Universität von Teheran: Das iranische Regime ist der Pate solcher Gruppen wie das „Islamischen Staates“


NCRI – Der seit dem Sturz der Monarchie im Iran erste Kanzler der Teheraner Universität – der auch eine Zeit als politischer Gefangener in Haft verbracht hat – äußerte sich über die Folter, die er, während er in verschiedenen Gefängnissen gehalten wurde, erlebte;

er bezeichnete das iranische Regime als den Paten solcher Gruppen wie des „Islamischen Staates (IS)“.

Dr. Mohammad Maleki, 80 Jahre alt, der das Land nicht verlassen darf, verglich den „Islamischen Staat“ mit der „Islamischen Republik des Iran“, d. h. dem iranischen Regime.

In einem Artikel zu dem Thema „Das Regime der Velayat-e faqih, der Pate des islamischen Fundamentalismus“ beschreibt er die schreckliche Folter, die er in den 80er Jahren mit ansah, als er in dem notorischen Evin-Gefängnis im Norden Teherans und im Ghezel-Hesar-Gefängnis der Stadt Karaj inhaftiert war.

Er sagte, er berichte von einigen seiner Erinnerungen, „um die Menschen mit den Wurzeln des gegenwärtigen Fundamentalismus wie dessen des Islamischen Staates (IS) bekannt zu machen“.

„Ich erzähle von einigen Fällen, für die das Regime der Velayat-e faqih, die iranische Version von Abu Bakr al-Baghdadi, in den vergangenen mehr als dreißig Jahren in unserem geliebten Land verantwortlich ist. Indem ich sie enthülle, kann ich vielleicht einen Tropfen des Meeres der Verbrechen enthüllen, die am iranischen Volk begangen wurden.“

Dr. Maleki wies darauf hin, er hoffe, durch die Erzählung dieser Verbrechen „mehr von der wahren Natur der Individuen, d. h. der Führer des iranischen Regimes, die sich jetzt gegen ISIS stellen, zu enthüllen“.

Dr. Maleki sagte: In einem dieser Fälle – 1983, als er in Abteilung 3 des Ghezel-Hesar-Gefängnisses, neben der für Frauen bestimmten Abteilung 4, gehalten wurde, pflegte er seltsame Geräusche zu hören, sehr laute Schreie und töne von Menschen, die beleidigt wurden.

Als er seine Verwunderung über die Dinge, die sich in der benachbarten Abteilung ereigneten, zum Ausdruck brachte, antwortete ihm der soeben neu ernannte Leiter des Gefängnisses: „Ich habe ein riesiges, schreckliches Problem. Zum Beispiel haben in Halle 1 der Abteilung mehr als 400 Mädchen und Frauen mit psychischen Problemen; wir wissen nicht, was wir damit tun sollen. Wir können sie nicht entlassen, wir können sie aber hier auch nicht länger halten.“

Dr. Maleki stellt fest: „Während dieser Jahre war das Ghezel-Hesar-Gefängnis der Ort, zu dem die Häftlinge geschickt wurden, um nach ihrer gerichtlichen Verurteilung in Prozessen, die nur wenige Minuten dauerten und bei denen kein Anwalt vorhanden war, ihre Strafe zu verbüßen.“

„Die meisten dieser Frauen hatten Folter verschiedener Arten hinter sich – ‚den Käfig’, ‚das Grab’, ‚den Gerichtstag’ und ‚Hauseinheiten’.

„Diese Gefangenen standen nicht auf der Todesliste, sondern waren zu lebenslänglicher Haft oder langen Haftzeiten verurteilt worden. Doch viele der im Evin-Gefängnis Gehaltenen wurden entweder unter der Folter getötet oder hingerichtet. In den 80er Jahren wurden Zehntausende hingerichtet, besonders viele auch 1998 im Evin-Gefängnis.“

„Die im Ghezel-Hesar-Gefängnis Gehaltenen waren jene, deren Leben in Evin geschont war; nun wurden sie in Ghezel Hesar gefoltert.“

Dr. Maleki schreibt: „Unglücklicherweise haben die Fundamentalisten, die den Iran beherrschen, in vier Ländern der Region: im Irak, in Syrien, im Libanon und im Jemen Chaos, Unsicherheit und Krieg hervorgerufen. Während die Menschen im Iran und anderen Ländern der Region in Armut und Korruption brennen, übt sowohl Abu Bakr Bahgdadi als auch Ali Khamenei in der islamischen Welt Herrschaft aus. Worin besteht in Wirklichkeit der Unterschied zwischen dem Islamischen Staat und der Islamischen Republik?“

Auch kritisierte Dr. Maleki die Nahost-Politik der USA und erhob die Frage: „Warum dachten die Amerikaner, als sie den Irak auf einem goldenen Teller dem iranischen Regime übergaben, nicht an die heutigen Tage?“

Er sagte, infolge der Politik der USA hätten der Iran und der Irak – durch Nouri al-Maliki und seine Kollaborateure – an dem Volk des Irak und den als Flüchtlinge im Irak lebenden Iranern Verbrechen begangen.

Die Mitglieder und Freunde der wichtigsten iranischen Oppositionsbewegung, der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“, die früher in Camp Ashraf und jetzt in Camp Liberty lebten, wurden von den irakischen Truppen Nouri al-Malikis mörderisch überfallen – auf Geheiß des iranischen Regimes, obwohl die Regierung der USA sie als Geschützte Personen nach der Vierten Genfer Konvention anerkannt und sich schriftlich zum Schutz jedes einzelnen von ihnen verpflichtet hatte.