Saturday, February 4, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteEin Iraner, der von den Vereinigten Staaten wegen Schmuggelns nuklearen Materials gesucht...

Ein Iraner, der von den Vereinigten Staaten wegen Schmuggelns nuklearen Materials gesucht wurde, stirbt in einem Gewahrsam auf den Philippinen

Ein iranischer Staatsbürger, der vom Nationalen Ermittlungsbüro (NBI) auf den Philippinen verhaftet worden war, starb nach Auskunft des Vernehmungsbeamten nach einem Herzstillstand im Gewahrsam.

 

Nach einem Mitarbeiter des NBI erlitt Parviz Khaki, ein 47 Jahre alter Iraner als Teheran, eine Herzattacke, wonach er in ein Krankenhaus von Manila eingeliefert wurde; dort starb er. 

Khaki wurde im Jahre 2012 nach Verlangen der Vereinigten Staaten auf den Philippinen verhaftet. Er wurde gesucht, weil er angeblich einer Verschwörung zum Schmuggeln nuklearen Materials in den Iran angehörte, von dem angenommen wurde, es werde im Nuklearprogramm des Regimes verwandt. 

Das US-Justizministerium legte Khaki Betrug in sechs Fällen, Geldwäsche sowie Verletzung der US-Handelsgesetze betreffend das gegen den Iran gerichtete Embargo zur Last. 

Obwohl Khaki nach Verlangen der USA auf den Philippinen verhaftet worden war, hatte seine Auslieferung zur Zeit seines Todes noch nicht stattgefunden; denn die iranische Botschaft hatte bei dem Regionalgericht Manilas, Abteilung 21, eine Petition vorgelegt, um die Auslieferung zu verhindern. Das führte dazu, daß Khaki auf den Philippinen blieb, während sein Fall neu verhandelt wurde. 

Der beim NBI für auswärtige Beziehungen zuständige Daniel Daganzo erklärte, der Fall Khaki werde an das Außenministerium und das Justizministerium übergeben werden. Er sagte: „Wir sind für seine Leiche nicht mehr zuständig.“ Er äußerte sich nicht zu der Frage, ob sie einer Autopsie unterworfen werden würde. 

Im Mai 2013 belegte das State Department der USA Parviz Khaki mit Sanktionen, weil er dem iranischen Regime Material, Technik und Dienstleistungen geliefert hatte, die dessen Fähigkeit zur Urananreicherung und/oder zum Bau eines Schwerwasserreaktors – beides von Resolutionen der UNO verbotene Tätigkeiten – hatten zunehmen lassen. 

„Parviz Khaki ist ein iranischer Bürger. Er hat versuchsweise und tatsächlich für das Nuklearprogramm des Iran Material geliefert, das zum Bau und zur Betreibung von Gaszentrifugen zwecks Urananreicherung verwendet werden kann. Mindestens seit 2008 betrieb Khaki die Beschaffung von martensitaushärtendem Stahl C-350, Aluminiumprofilstäben 7075-0, Arnokrom III (Magnetband), Massenspektrometern, magnetischem Vermessungsgerät, Vacuumsystemausrüstung, Pumpen, Zubehör, Ventilen und Meßgeräten. Diese Gegenstände können zum Bau einer Anlage benutzt werden, mit der man Atomenergie enthaltendes Material verarbeiten kann, z. B. einer Gaszentrifuge zur Urananreicherung,“ heißt es in der Erklärung des State Department.