Sunday, December 4, 2022
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Eine sanfte Diplomatie der USA möchte Al-Abadi vom Iran trennen

NWRI – Die Regierung Trump versucht, al-Abadi stärker zu unterstützen und jene Iraker zu beschwichtigen, die von Teheran Distanz halten möchten; damit will die Regierung der USA für die von den USA empfohlenen Optionen Sympathie schaffen.

Die in London ansässige Zeitung „al-Arab“ schrieb am 22. Februar unter der Überschrift: „Die sanfte Diplomatie, mit der Amerika versucht, al-Abadi von Teheran zu trennen“: „Während seines Besuchs in der irakischen Hauptstadt bediente sich US-Verteidigungsminister James Mattis einer Sprache, die, anders als die Sprache Trumps, die zum irakischen Öl passenden Worte fand. Unterrichtete irakische Kreise nehmen an, daß Mattis eine sanfte Diplomatie der USA verfolgt, mit der er Abadi beschwichtigen und ermutigen möchte, seine Beziehungen zu Teheran zu beenden. Dieser Schritt wird als ein Teil von Washingtons Strategie angesehen, die darauf aus ist, den Irak von der iranischen Hegemonie zu befreien und sich zugleich von den herben, umstrittenen Äußerungen Trumps frei zu halten.“

„Aus dem Amt Abadis erreichte uns,“ so fügt die Zeitung hinzu, „die Enthüllung, daß der Fall Irak Joe Biden, dem Vizepräsidenten Obamas, aus der Hand genommen und dem jetzigen Verteidigungsminister übertragen worden sei. Dabei soll die Vernichtung von ISIS weiterhin die erste Priorität besitzen, und amerikanische Spezialtruppen sollen stärker in der Abwehr der pro-iranischen Milizen al-Hashd und al-Shabi eingesetzt werden.“

„al-Arab“ schreibt: „Endlich besorgt über den iranischen Einfluß, unternimmt Mattis die letzten Schritte, um den Weg für eine vollständige Vernichtung von ISIS zu bereiten.“

„Die Regierung Trump versucht sichtlich, al-Abadi zu unterstützen und jene irakischen Persönlichkeiten zu beschwichtigen, von denen bekannt ist, daß sie Abstand von Teheran halten. Auf diese Weise soll der Kreis jener vermehrt werden, die sich um eine Verringerung des iranischen Einflusses bemühen. Es könnten schiitische Persönlichkeiten hinzukommen, z. B. Muqtada al-Sadr, aber auch Sunniten und prominente Führer in der irakischen Region Kurdistan.“

„Mattis besucht,“ so schließt al-Arab  den Artikel, „den Irak einen Tag, nachdem der irakische Premierminister Haider al-Abadi den Beginn einer Bodenoffensive gegen ISIS im Westen von Mossul bekanntgegeben hat.“