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Eine von Saudi-Arabien geführte Koalition beginnt mit Luftangriffen auf Ziele im Jemen

Donnerstag, den 26. März 2015, 13. 17 Uhr

Am Morgen des Donnerstag ordnete König Salman ben Abdulasis von Saudi-Arabien den Beginn einer Militäroperation gegen die Huthi-Rebellen im Jemen, die vom iranischen Regime unterstützt werden, an.

Wenige Stunden darnach flog die saudische Luftwaffe mehrere Luftangriffe gegen die Huthi-Stellungen im Jemen. Dabei wurde ein von der Miliz in Sanaa benutzter Luftwaffenstützpunkt größtenteils zerstört – überhaupt der „größte Teil ihrer Verteidigungsanlagen“, so ein saudischer Sprecher gegenüber dem Nachrichtensender „Al Arabiya“.

Der Botschafter Saudi-Arabiens in den USA, Adel al-Jubeir, sagte vor Journalisten in Washington, eine Koalition von zehn Ländern habe sich zu dem Feldzug vereinigt, um „die legitime Regierung“ des jemenitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi „zu schützen und zu verteidigen“. 

Am Donnerstag kam eine Reihe von Befehlshabern der Huthi, nachdem Saudi-Arabien mit der Militäroperation im Jemen begonnen hatte, ums Leben; so berichtete der Nachrichtensender „Al Arabiya“. 

Abdel Khalik Al Houthi, Yousef al-Madani und Youssel al-Fishi wurden durch die von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten am Mittwoch durchgeführten Luftangriffe getötet. 

Saudi-Arabien setzte bei seiner gegen die Huthi-Rebellen im Jemen gerichteten Operation am Donnerstag 100 Kampfflugzeuge, 150 000 Soldaten und Marineeinheiten ein. 

Dieser Einsatz führte dazu, daß die saudische Luftwaffe am Morgen des Donnerstags die Kontrolle über den jemenitischen Flughafen zurück eroberte. 

Ebenfalls am Donnerstag stellten während der von Saudi-Arabien angeführten, gegen die Huthi-Rebellen gerichteten Operation jemenitische Truppen und gegenüber Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi loyale Gruppen ihre Kontrolle über den Flughafen von Aden wieder her.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Bahrain, Qatar und Jordanien haben Flugzeuge eingesetzt, die sich während der Kampagne gegen die Huthi-Rebellen mit der saudischen Luftwaffe vereinigen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben 30 Kampfflugzeuge eingesetzt, Bahrain 15, Kuwait ebenfalls 15, Qatar 12 und Jordanien 6. 

Auch Pakistan und der Sudan nahmen mit ihrer Luftwaffe und Marine an dem Feldzug teil.

Ägypten, Pakistan und der Sudan haben sich bereit erklärt, gegen die Huthis Bodentruppen in Stellung zu bringen. 

Mohammed Marem, Leiter des Büros von Abd-Rabbu Mansour Hadi, dem Präsidenten des Jemen, sagte gegenüber Reuters: „Diese Operation hat die Entschiedenheit des Volkes wiederhergestellt.“

„Der Präsident ist froh und dankt den Golfstaaten, Ägypten, Jordan, dem Sudan und allen Ländern der Region,“ sagte er und fügte hinzu, die Operation richtete sich hauptsächlich gegen die Luftverteidigung der Huthis im Norden des Jemen. 

Örtliche Quellen erklärten am Donnerstag, präsidententreue Truppen hätten mit Minen den bei Aden gelegenen Luftwaffenstützpunkt al-Anad, der von den durch den Iran unterstützten Huthis gehalten wird, angegriffen. 

Sowohl das iranische als auch das syrische Regime verurteilte am Donnerstag die saudi-arabische Militäroperation „Entschlossener Sturm“ gegen die Huthis.

Das Außenministerium des iranischen Regimes verlangte am Donnerstag das sofortige Abbrechen der Militäroperation, die es als „militärische Aggression“ bezeichnete; so berichtete die Nachrichtenagentur „Fars“. 

„Die von den Saudis geführte Operation muß sofort aufhören, denn sie richtet sich gegen die Souveränität des Jemen“ – so zitierte die staatliche Nachrichtenagentur ISNA den Außenminister des iranischen Regimes, Mohammad Javad Zarif.

Die staatliche Nachrichtenagentur Syriens erklärte: „Flugzeuge der Golfregion, angeführt vom Regime des saudischen Königshauses, unternehmen eine massive Aggression gegen den Jemen“ – so eine Schlagzeile auf der Website der staatlichen Nachrichtenagentur SANA. 

Das syrische Regime von Bashar al-Assad ist mit dem iranischen Regime verbündet, und dies seinerseits mit den Huthi-Rebellen im Jemen.