Monday, December 5, 2022
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Übergriffe auf Internet Cafés in Sanandaj

crackdown_internet_cafes150NWRI – Die Staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) – der Polizeiapparat der Mullahs – und die Projektgruppe Kleinunternehmen gingen gegen Internet Cafés am Donnerstag in Sanandaj im Westen des Landes vor.

Die Polizeieinheiten zerlegten die Cafés im wahrsten Sinne des Wortes in Stücke und schlugen auf die vorwiegend jugendlichen Kunden ein, die in den Sommerferien diese Orte aufsuchten.

Die Sittenpolizei der SSF verhaften seit April 2007 zur Durchsetzung des so genannten "Planes zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit" Jugendliche, von denen angenommen wird, dass sie sich in der Öffentlichkeit unanständig verhalten.
2007 schloss die SSF Berichten der staatlichen Medien zufolge 24 Internet Cafés und andere Coffee Shops und verhaftete 23 Menschen. Leutnant Nader Sarkari, ein Offizier der SSF erklärte IRNA gegenüber, dass an einem einzigen Tag 435 Coffeeshops inspiziert worden seien, 170 wurden verwarnt und "23 Menschen wurden in Haft genommen, und fügte hinzu, dass elf von ihnen Frauen aus Teheran gewesen seien.

"Die Benutzung von unmoralischen Computerspielen, die Speicherung von obszönen Fotos … und die Anwesenheit von Frauen in ungeeigneter Kleidung gehörte zu den Gründen, warum sie geschlossen wurden", erklärte Sarkari.
Die Schließung der Cafés fällt mit der neuen Welle zur Unterdrückung der Frauen unter dem Vorwand "unangebrachter Bekleidung" zusammen.

Die so genannte "Durchsetzung des Planes zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit" wurde erstmalig im April im Kampf gegen die Volksaufstände eingesetzt. Massenverhaftungen von Frauen und Jugendlichen auf den Straßen unter dem Vorwand der "schlechten Verschleierung" und dem Kampf gegen "Rowdies und Hooligans" folgten. In der gleichen Zeit wurden mehr als 300 Gefangene am Galgen hingerichtet.