Wednesday, December 7, 2022
StartNachrichtenMenschenrechteGeschlossene Läden zur Unterstützung kurdischer politischer Gefangener

Geschlossene Läden zur Unterstützung kurdischer politischer Gefangener

mahabad_closed_shops150NWRI – In Mahabad, im Nordwesten des Landes, weigerten sich Ladenbesitzer bis 11:00, ihre Geschäfte zu öffnen und unterstützten so den Hungerstreik der kurdischen politischen Gefangenen.

Die staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) – das Druckmittel des Mullahregimes – und Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit und Nachrichtendienste (MOIS) zwangen die Ladenbesitzer und Bürger in den Straßen zur Eröffnung ihrer Geschäfte.

Bewohner des Ortes kamen in Scharen zu Demonstrationen vor dem Gericht der Stadt. Sicherheitsmitarbeiter, die die ordnungsgemäße Bekleidung der Einwohner überwachen, fotografierten und filmten die Demonstranten. Die Protestanten wollten am Montag ihre Demonstration fortsetzen.

Kurdische politische Gefangene sind landesweit aufgrund der Gefängnisbedingungen in Hungerstreik getreten, heißt es in einer Erklärung zu Beginn des Protests am 25. August.

In einer Erklärung heißt es, dass es 40 in "Orumieh, im Westen, 15 in Mahabad, im Nordwesten, 13 in Sanandaj im Westen und 8 Gefangene in Teherans berüchtigten Evin Gefängnis" sind, belegt aber die Orte für die verbleibenden vier Gefangenen nicht.

Mit der Erklärung wird an das "Gewissen der Welt" appelliert, im Namen der politischen Gefangenen unter sich verschlechternden Zuständen in den Gefängnissen der Mullahs zu handeln. Acht kurdische Journalisten und politische Gefangene befinden sich der Erklärung zufolge gegenwärtig in den Todeszellen.

Die kurdischen Gefangenen fordern "einen sofortigen Vollstreckungsschutz für politische Gefangene und die Beendigung aller Formen der Folter und entwürdigender Bestrafungen."

Die Streikenden forderten ebenfalls, dass die Gefängnisse des Landes unter die Aufsicht eines Internationalen Ausschusses gestellt werden sollen.
   
Das unmenschliche Mullah Regime sperrt politische Gefangene im Block 209 des Evin Gefängnisses ein, das dem Ministerium für Staatssicherheit und Nachrichtendienste (MOIS) untersteht. Außerdem herrschen auch im Gohardasht Gefängnis, 40 Kilometer westlich von Teheran, einer weiteren Einrichtung mit einer unbekannten Zahl von politischen Gefangenen, gravierende Verhältnisse.