Tuesday, December 6, 2022
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Es ist falsch, das iranische Regime „sich selbst inspizieren” zu lassen – so ein Dissident

Alireza Jafarzadeh, stellvertretender Direktor der US Vertretung des iranischen Exilparlaments, des NWRI

Neu enthüllte Nebenabsprachen, die dem Regime im Iran erlauben, eine seiner Atomanlagen selber zu inspizieren, kann man damit vergleichen,

dass man einen Mörder seinen eigenen Tatort untersuchen lässt, erklärte Alireza Jafarzadeh, der stellvertretende Direktor des Vertretungsbüros des  Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) in den USA.

Vor kurzem hat Associated Press berichtet, dass nicht veröffentlichte Nebenabsprachen zwischen dem iranischen Regime und der Internationalen Atomenergie Organisation, der IAEO es Teheran erlauben, seine eigenen Inspektionen in einer kritischen Einrichtung durchzuführen, von der vermutet wird, dass sie bei der Herstellung von Atomwaffen eine Rolle spielt.

„Informationen, die wir aus anderen Quellen erhalten haben, lassen tatsächlich auf den gleichen Sachverhalt schließen, der in dem Bericht von Associated Press erscheint, dass nämlich dem Iran erlaubt worden ist, eigene Proben zu ziehen (im Boden nahe den Anlagen für Atomwaffen)“, teilte Herr Jafarzadeh gegenüber  WND und Radio America mit.

Er ist fassungslos, dass für den besonderen Betrieb, um den es geht, soviel Handlungsspielraum gewährt worden ist.

„[Es geht da um] eine bestimmte Anlage mit dem Namen Parchin, ein militärischer Bezirk, der, wie angenommen wird, im Iran seit wenigen Jahren benutzt wird und in dem dann Tests für Explosionen durchgeführt wurden, die so nur beim Bau von Atombomben gebräuchlich sind“, so Herr Jafarzadeh.

Das iranische Regime hat den internationalen Inspektoren im Jahr 2014 den Zugang verweigert und behauptet, da es sich um ein militärisches Gebiet handelt, sei es tabu.

Wenn man den Trotz des Iran in Bezug auf Atombewaffnung und seine bedenkenlose Unterstützung des Terrorismus in Betracht ziehe, so Herr Jafarzadeh, so mache es  absolut keinen Sinn, ihm zu erlauben, selbst die Inspektionen durchzuführen.

Dem Iran zu erlauben, Parchin zu inspizieren und die Ergebnisse der IAEO zu präsentieren, ist so, wie wenn man einem Mörder erlaubt, sein eigenes Verbrechen zu untersuchen und die DNS des Opfers an die Polizei weiterzugeben“, meinte er.

Jafarzadeh gab an, Mitglieder der Kongresses, mit denen er gesprochen habe, sind frustriert über die Weigerung der Obama Administration, über den Inhalt der Nebenabsprachen zu informieren.

„Für die ganze Vereinbarung zwischen dem Iran und den P5 plus eins (den fünf Mitgliedern des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen plus Deutschland) ist vor allem die Sorgfalt und die eingehende Inspektion der iranischen Anlagen grundlegend, die durch die IAEO geschehen soll“, erläuterte er. „Und doch wird es den Mitgliedern des Kongresses nicht erlaubt, sich davon zu überzeugen, dass die IAEO das auch wirklich so machen soll“.

Auch wenn man nur von dem ausgeht, was über die Nebenabsprachen bekannt ist, dann, so Herr Jafarzadeh, wird Teheran anders behandelt als andere Länder, die der Überprüfung auf mögliche Atomrüstung unterliegen.

„Welche Standards auch immer man anlegt, man kann nicht seine eigenen Proben ziehen. Die Standards der IAEO sind, dass sie dort sein müssen. Sie müssen anwesend sein. Sie müssen sich die Gewissheit verschaffen, dass der Ort nicht vorher dekontaminiert worden ist. Sie müssen auf andere Faktoren in der Umgebung achten, die das Ziehen von Proben beeinflussen könnten. Sie müssen den Weg der Verfügungsgewalt über die Proben kontrollieren können, bevor sie in die Labors zur Inspektion kommen“.

Laut Herrn Jafarzadeh ist die IAEO offenbar nicht gerade herausragend bei diesen Nebenabsprachen, die letzte Verantwortung für die laxen Inspektionen liege aber bei Washington selbst.

„Viele Mitglieder des Kongresses glauben, dass, auch wenn es offensichtlich diese Nebenabsprachen zwischen der IAEO und dem Iran gibt, es zu ihnen nur wegen der Umstände gekommen ist, das heißt, weil das so zwischen den P5 plus eins – namentlich den USA – und dem Iran ausgearbeitet worden ist“, sagt er.

Nach Herrn Jafarzadeh sollten die Alliierten zumindest dafür gesorgt haben, ein iranisches Zugeständnis über frühere Arbeiten an Atomwaffen  zu bekommen. Das sei aber auch nicht geschehen.

„Wenn man nicht genau weiß, was der Iran vorher in Bezug auf den Bau einer Bombe unternommen hat, und wenn man dieses Problem nicht befriedigend gelöst hat, wie kann man dann sicher sein, dass der Iran [in] Zukunft die Wahrheit sagt? Wenn sie weiter verbergen, was sie auch vorher schon verborgen haben, dann ist das ein klares   Anzeichen dafür, dass sie immer noch die gleiche Zielsetzung haben, nämlich die, die Bombe zu bauen“, meint Herr Jafarzadeh.

Aber die besagten US Politiker brauchen nicht einmal eine Dokumentation über vorherige Absichten, um zu wissen, was als Nächstes im Iran passiert, weil die Führer in ihren Ansprüchen dreist sind.

„Was den Iran anbetrifft, haben sie ihre Tagesordnung nicht geändert, auf der steht, dass die Bombe gebaut werden soll“, so Herr Jafarzadeh, „Der Oberste Führer strebt weiterhin nach der Atombombe. Leider lässt der JCPOA (der gemeinsam vereinbarte Plan des Handelns) alle Wege zur Bombe offen“.