Am Freitag erklärte Frankreich, die New Yorker Gespräche der sechs Mächte mit dem iranischen Regime hätten keinen Fortschritt ergeben; dabei läuft die Frist für die Formulierung eines Abkommens zur Einschränkung seines Nuklearprogramms in zwei Monaten ab.
Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York gegenüber Journalisten: „Derzeit gibt es keinen bedeutenden Fortschritt“ bei der neuen Verhandlungsrunde zwischen dem iranischen Regime und der P5+1-Gruppe: Großbritannien, China, Frankreich, Rußland, den Vereinigten Staaten und Deutschland, die im vergangenen Freitag eröffnet wurde.
„Wir werden sehr bald wieder zusammenkommen. Wir bedauern, daß es zu keinem Fortschritt gekommen ist,“ sagte Fabius.
„Der Zweck der Vereinbarung besteht darin, sicherzustellen, daß der Iran unter keinen Umständen Atomwaffen erwerben wird,“ fügte Fabius hinzu.
„Wir müssen über den Reaktor in Arak und die Zentrifugen sprechen. Wenn der Iran Pläne zum Erwerb einer Atombombe dementiert, so besteht kein Bedarf an einer unverhältnismäßigen hohen Zahl von Zentrifugen.“
Fabius sagte, es bestünde einige Möglichkeit des Fortschritts, vor allem in bezug auf den Reaktor in Arak und das ihm zuzugestehende Maß an Herstellung von Plutonium; eben diese hat die Besorgnis erregt, sie diene militärischen Zwecken.
„In einigen Punkten ist es zu einer Öffnung gekommen, vor allem was Arak betrifft. Doch bei anderen Angelegenheiten haben wir keinen Fortschritt erzielt,“ sagte er.
Westliche Diplomaten, die sich in der vorigen Woche den Verhandlungen angeschlossen hatten, erklärten, sie erwarteten für diese Runde keinen Durchbruch, hofften aber, daß sich der Abstand zwischen den Positionen verringern werde.
