Durch die Verbreitung der Lüge, dass sich die Geiseln nicht im Irak befinden, soll ihre Ausweisung in den Iran oder ihre Ermordung vorbereitet werden
Massaker in Ashraf – Meldung Nr. 68
Detaillierte Beweise über den Verbleib der Geiseln, die bereits vor Gericht anerkannt wurden, zeigen eindeutig, dass die Geiseln weiterhin im Irak sind und unter der Kontrolle von Malikis Spezialeinheiten stehen – Die UN und die USA sollten sofort handeln, um sie zu befreien
Bereits kurz nach dem Massaker und den Massenhinrichtungen von PMOI Mitgliedern am 1. September in Ashraf, gab es glaubhafte und nicht zu widerlegende Informationen und Beweise, die den iranischen Widerstand dazu veranlaßten, in einer Erklärung bekannt zu geben, dass sich die sieben Bewohner aus Ashraf, die entführt wurden, im Irak und unter der Kontrolle der Spezialeinheiten von Maliki befinden. Zudem hat der iranische Widerstand nähere Details über ihren Aufenthaltsort veröffentlicht, welche Haftbedingungen dort herrschen und welche Einheiten für ihre Bewachung zuständig sind. Er rief zur sofortigen Intervention der USA und der UN auf, um ihre Freilassung zu erwirken.
Um diesen Informationen entgegen zu wirken, haben das klerikale Regime und Maliki ein gemeinsames Szenario entworfen, welches mit der Verbreitung falscher und irreführender Informationen der USA und der UN nahe legen soll, dass sich die Geiseln nicht mehr im Irak befinden und gleich zu Beginn in den Iran gebracht wurden. Das Ziel dieser Aktion ist es, den internationalen Druck von der irakischen Regierung zu nehmen und freie Bahn für ihre Ausweisung oder Ermordung zu haben. Ein weiteres Ziel ist, Maliki und seine Kollaborateure vor möglichen Anklagen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu schützen, daher versuchen das klerikale Regime, die irakische Regierung und einige internationale Partner das absurde Szenario zu verbreiten, dass der Angriff am 1. September von irakischen Milizen erfolgte, welche den Sicherheitsapparat infiltriert haben und somit Maliki keine Schuld an diesem Angriff hat, er aber dennoch wütend ist, dass so die irakische Souveränität verletzt wurde.
Der iranische Widerstand besitzt glaubhafte Dokumente und Informationen und Aussagen von glaubhaften Augenzeugen, die nicht den Hauch eines Zweifels daran lassen, dass das Massaker und die Massenhinrichtungen auf persönliche Anweisung von Maliki und seinem Nationalen Sicherheitsberater, Faleh Fayaz, und auf Geheiß des iranischen Regimes erfolgten und dass sich die Geiseln bis heute (27. September) im Irak unter der Kontrolle von Spezialeinheiten Malikis befinden.
1. Eine Woche zuvor hatte Khamenei die Qods Einheiten angewiesen, das Massaker gemeinsam mit der irakischen Regierung durchzuführen. Die Entwicklungen in Syrien beschleunigten dieses Vorhaben. Am 27. August besuchte der Kommandeur der terroristischen Qods Einheiten, Gassem Soleimani, eilig den Irak. Dort traf er sich gegen Mitternacht mit Maliki und Sicherheitsberater Faleh Fayaz und teilte ihm den genauen Zeitplan des Angriffs auf Ashraf mit.
2. Am 31. August gab es ein Treffen im Polizeizentrum von Khalis, wo Details über den Angriff besprochen wurden und die zentrale Koordination statt fand. Bei diesem Treffen waren der Kommandeur der Polizei von Diyala, der Kommandeur der 5. Division, die sich in Diyala befindet, der Kommandeur der Streitkräfte zum Schutz von Ashraf, der Kommandeur der Bundespolizei in Diyala, der Direktor der Polizei von Khalis und mehrere Kommandeure aus dem Bereich Sicherheit und Militär aus Bagdad anwesend. Ali Ghaidan, der Kommandeur der irakischen Armee, nahm ebenfalls per Telefonschaltung an diesem Treffen teil.
3. Bereits zuvor wurde eine Gruppe von Geheimdienstagenten des Ministeriums des irakischen Premierministers nach Ashraf verlegt. Zu ihnen gehörte Ahmed Khozair und Oberst Haidar Azab, zwei Kriminelle, die bereits bei den Massakern an Bewohnern von Ashraf 2009 und 2011 maßgeblich beteiligt waren und die ihre Anweisungen direkt vom Ministerium des Premierministers bekamen. Drei Wochen vor dem Angriff wurde in Ashraf die Strom- und Wasserversorgung abgeschaltet, damit die sich die Bewohner in einem kleinen Gebiet versammeln mußten, um überhaupt noch an Strom und Wasser zu gelangen. In den Tagen vor dem Angriff gingen diese beiden Personen mit einer Gruppe von Männer einer Spezialeinheit auf Aufklärungsmission hinter den Schutzwall im Norden von Ashraf. Diese beiden Individuen trugen an den Zugangspunkten, den Zugangswegen des Angriffes und an den Versammlungsorten der Bewohner Masken.
4. Gegen Mitternacht, am 31. August, 5. Stunden vor dem Angriff, bekam Kommandeur Jamil Shemeri, der Generalmajor der Polizei von Diyala, eine direkte Anweisung aus dem Büro von Maliki. Er ging daraufhin nach Ashraf zu dem Hauptquartier der Spezialeinheit der Polizei und besprach dort die notwendige Koordination mit Oberst Nahad, dem Kommandeur der schnellen Eingreiftruppe der Polizei in Ashraf, die sich daraufhin auf den Angriff vorbereitete. Zuvor hatte bereits eine Reihe von Offizieren, die für den Schutz von Ashraf zuständig sind, eine Urlaubssperre erhalten, um sie an der Weitergabe von Informationen über Details des Angriffs und seiner Hintermänner zu hindern.
3. Die angreifende Truppe zählte zu der Goldenen Division von Maliki. Sie wurde einige Stunden vor dem Angriff von Bagdad nach Ashraf verlegt. Unter der Aufsicht von Jamil Shemeri wurden sie hinter die nördlichen Schutzwälle bei Straße 100 postiert. Diese Division besteht aus professionellen Mördern und selbst die USA nannte sie die schmutzige Division. Der Vergleich offizieller Bilder von Malikis Spezialeinheit und der Videos, die beim Angriff gedreht wurden, zeigen eindeutig, dass diese Einheit am Angriff beteiligt war.
Eine acht Mann starke Gruppe von Sprengstoffexperten aus dieser schmutzigen Division plazierte vor dem Angriff an mehreren Orten Sprengstoff. Sie wurden vom Geheimdienst unterrichtet, wann die Operation beginnt. Bei dem Angriff auf Ashraf detonierten 200 Sprengsätze.
5. Am 1. September zitierte die Webseite von CNN “zwei Vertreter aus dem irakischen Innenministerium“. Sie sagten:“ Sicherheitskräfte haben Camp Ashraf gestürmt, nachdem die Basis von Mörsergranaten getroffen wurde. Die Vertreter sagten, bei der Erstürmung hätte es Tote gegeben, aber sie können keine weiteren Details nennen.“ Reuters berichtete an gleichen Tag ebenfalls über die Aussagen von „zwei irakischen Quellen aus Sicherheitskreisen“, dass „die Armee und Sicherheitskräfte das Feuer auf die Bewohner eröffnet haben“. Reuters ergänzte, dass die beiden Quellen glauben, dass „die Bewohner nicht bewaffnet waren“.
6. Das Geheimdienstministerium des iranischen Regimes zitierte über seine Nachrichtenagentur Mehr am 1. September den Geheimdienstminister nach einer Kabinettssitzung mit den Worten:“ Lange Zeit gab es ausstehende Fragen bezüglich der Besetzung der Basis Ashraf. Diese Menschen stemmen sich dauerhaft gegen die irakische Souveränität. Daher ist es möglich, dass die irakische Regierung bei dem Umgang mit den Terroristen in Ashraf auch Gewalt anwendet“. Einige Stunden später wurde dieser Bericht, der auch durch die Nachrichtenagenturen des Geheimdienstministeriums und die Nachrichtenagentur der Qods Einheiten bei den islamischen Revolutionsgarden verbreitet wurde, eilig wieder gelöscht.
3. Laut des Operationsplanes der schmutzigen Division von Maliki sollten die Einheiten mindestens 12 Bewohner entführen und den Rest von ihnen töten. Der Plan scheiterte, weil man einige Bewohner nicht fand oder sie nicht verhaften konnte. Am selben Tag gaben die islamischen Revolutionsgarden bekannt, dass 70 Mitglieder der PMOI getötet wurden. Quassem Soleimani, der Kommandeur der terroristischen Qods Einheiten, sagte gegenüber dem Expertenrat, dass 10 PMOI Mitglieder verschwunden sind (Staatliche Nachrichtenagenturen).
7. Nach ihrer Inhaftierung wurden die sieben Geiseln hinter den Schutzwall nördlich der Straße 100 in zwei Fahrzeugen gebracht, die den Bewohnern gehören. Um hinter den Schutzwall zu gelangen, mußten die Fahrzeuge über den Tulpis Platz und die Hauptstraße in Ashraf fahren. An diesen Orten stehen irakische Truppen rund um die Uhr und es ist unmöglich, ohne ihre Erlaubnis dort vorbei zu kommen. Im Anhang an diesen Bericht befindet sich ein Foto, das ein Bewohner gemacht hat. Auf ihm ist die andere Seite des Schutzwalls zu sehen und die entsprechenden Fahrzeuge. Von dort wurden die Geiseln in sieben schwarzen staatlichen Toyota Geländefahrzeugen mit abgedunkelten Scheiben und von der schmutzigen Division begleitet nach Khalis gebracht und von dort nach Bagdad. Diese Kolonne konnte auf dem Weg von Ashraf nach Bagdad mehrfach von Bewohnern beobachtet werden, die rund um Ashraf leben und die in den Dörfern zwischen Khalis und Bagdad wohnen.
10. Die Geiseln kamen dann an einen Ort in der grünen Zone von Bagdad, wo sich auch das Ministerium des Premierministers befindet. 2-3 Tage später kamen sie von dort in ein Gefängnis der schmutzigen Division am Flughafen von Bagdad. Um den Druck auf die Geiseln zu erhöhen, wurden sie getrennt und in separate Zellen gepackt.
11. Über die Aufenthaltsort der Geiseln herrscht höchste Geheimhaltungsstufe und nur sehr wenige Personen wissen darüber Bescheid. Malilik hat die Kommandeure der Division und alle anderen, die davon wissen, angewiesen, keinerlei Informationen über ihre Haftbedingungen und ihren Aufenthaltsort zu verbreiten. Irakische Vertreter wurden darüber unterrichtet, dass man allen internationalen Fragestellern mitteilen soll, dass die irakische Regierung nichts mit der Sache der Geiseln zu tun hat.
8. Am 22. September wurden die Geiseln in ein Gefängnis mit dem Namen „Sharaf“ in der grünen Zone von Bagdad verlegt, welches sich hinter dem Ministerium des Premierministers befindet. Spezielle Fahrzeuge der schmutzigen Division brachten sie dorthin. Das Sharaf Gefängnis wird von der „Anti-Terror Einheit“ von Maliki geleitet und die Qods Einheiten sind dort aktiv präsent.
9. Maliki wies die Division an, dass die UN kurz nach ihrem Transfer aus dem Gefängnis der schmutzigen Division in das Hauptquartier der schmutzigen Division eingeladen werden soll, damit diese eine Inspektion machen kann und dort alles durchsucht, auch deren Gefängnisse und Registraturbücher und dass sie so mit eigenen Augen sehen, dass die Geiseln nicht dort sind. Einer der Gründe der Verlegung der Geiseln aus dem Gefängnis war, dass sie aus dem Blickfeld der UN und anderen Gruppen verschwinden.
12. Durch die Verlegung spezieller Verhörpersonen will Maliki exakte Informationen und falsche Geständnisse von den Geiseln erpressen, damit diese falsche Anschuldigungen gegen die PMOI während ihres 27 Jahre langen Aufenthaltes im Irak machen. Er gab die Anweisung, dass die Geiseln in dieser Hinsicht stark unter Druck gesetzt werden sollen.
13. Die terroristischen Qods Einheiten und der Botschafter der Mullahs in Bagdad planen eine gemeinsame Koordination mit irakischen Vertretern für die Verlegung geeigneter Verhörspezialisten und Folterknechten aus Bagdad zum Geheimdienstministerium in Bagdad und zum Geheimdienst der Revolutionsgarden.
10. Kamel Amin, der Sprecher des sogenannten Ministeriums für Menschenrechte im Irak, erklärte am 12. September: „Die Sicherheitskräfte haben die sieben Geiseln verhaftet, weil sie diese angriffen“. (Freies irakisches Radio – 12. September 2013). Beladi TV, das zur regierenden Koalition des Irak zählt, gab am 4. September bekannt:“ Irakische Sicherheitskräfte verhören einige Mitglieder der PMOI wegen ihrer möglichen Beteiligung an terroristischen Aktivitäten. Eine Quelle aus den Sicherheitskreisen sagte, dass man sieben Mitglieder dieser Organisation aufgrund strafrechtlicher Belange inhaftiert habe“.
11. Der UN Hochkommisar für Flüchtlinge schrieb in einer Erklärung vom 13. September:“ Laut Berichten, welche die UNHCR erreicht haben, sind sieben ehemalige Bewohner des Camps Neuer Irak am 1. September verschwunden und befinden sich irgendwo im Irak. Es besteht die Gefahr, dass sie gegen ihren Willen in den Iran abgeschoben werden. Diese sieben Personen sind alle von der UNHCR als Asylsuchende anerkannt und die UNHCR hofft, dass sie bald die Möglichkeit bekommt, sie zu befragen.“ Eine ähnliche Erklärungen gab am 24. September ein Sprecher der UNHCR ab, der die gleichen Punkte wiederholte“.
14. Catherine Ashton, die Hohe Vertreterin der Europäischen Union, schrieb in einem Brief am 19. September:“ Wir haben die Vermutung, dass die sieben Bewohner des Camps Nahe Bagdad festgehalten werden und dass es eine ernst zunehmende Gefahr gibt, dass sie in den Iran gebracht werden.“
15. Die Zeugenaussagen der 42 Mitglieder der PMOI, die das Massaker vom 1. September überlebten, bestätigen, dass die Geiseln von den gleichen Spezialeinheiten entführt und verschleppt wurden.
12. Es ist nicht das erste Mal, dass durch falsche Informationen und irreführende Berichte das iranische Regime und seine Söldner im Irak die internationale Gemeinschaft, allen voran die US Regierung, verwirren wollen, wenn es um Fragen in dieser Region geht. Die irreführenden Informationen von angeblichen Waffenarsenalen und Massenvernichtungswaffen im Irak kamen vom iranischen Regime und das Gleiche gilt für die angeblichen Waffenarsenale in der PMOI Basis im Irak…All diese Dinge sind fabriziert und sollen die internationale Gemeinschaft täuschen und die Menschen in der Region verunsichern. Dafür zahlen vor allem die Menschen in dieser Region einen gewaltigen Preis mit zahllosen Opfern.
Da der iranische Widerstand zahlreiche Quellen in verschiedenen Bereichen und Sektoren hat, sind seine Informationen exakt und glaubwürdig und anhand seiner vorliegenden Informationen gibt es keinerlei Zweifel daran, dass die Geiseln immer noch im Irak sind und jede mögliche Stelle kann daher aktiv werden. Leider haben die entscheidenden Stellen, die US Regierung und die Vereinten Nationen, in dieser Hinsicht keine effektiven Maßnahmen eingeleitet, wie z.B. eine ernsthafte Untersuchung der Haftbedingungen der Geiseln.
Der iranische Widerstand hat bereits in den letzten zwei Wochen Berichte über den Aufenthaltsort der Geiseln in den Gefängnissen der schmutzigen Division berichtet. Die USA und die UN haben diese Gefängnisse bisher nicht besucht und noch nicht einmal mit den Menschen gesprochen, die das Massaker überlebt haben, damit sie von ihnen Hilfestellung über den Aufenthaltsort der Geiseln bekommen können.
Daher erinnern wir noch einmal an die Verantwortung der US Regierung und der Vereinten Nationen für das Leben und die Sicherheit der Geiseln. Der iranische Widerstand ruft sie auf, das „Sharaf“ Gefängnis unangemeldet zu besuchen, bevor die irakische Regierung die Chance hat, die Geiseln zu verlegen. Sie muß die Geiseln und die 42 verbliebenen Bewohner des Massakers vom 1. September, die sich nun in Camp Liberty befinden, befragen und sie müssen sofort eingreifen, um die Geiseln zu befreien.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
27. September 2013
