Wednesday, November 30, 2022
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Genf: Exiliraner halten seit 123 Tagen Sitzprotest für den Schutz von Camp Ashraf ab

NWRI – Am Dienstag, den 23. August begannen Exiliraner trotz brütender Hitze in Genf ihren 123. Tag der Demonstrationen und Sitzproteste vor dem UN Hauptquartier zur Verteidigung der Rechte der Bewohner von Ashraf.

 

Heute zogen die Demonstranten die Aufmerksamkeit vieler Fußgänger und UN Vertreter auf sich. Die UN Mitarbeiter und die Fußgänger lobten die Demonstranten für ihre Demonstrationen, die nun seit mehr als vier Monaten andauern.
 
Neben der Demonstration gab es eine Fotoausstellung der Opfer des 8. April in Camp Ashraf. In der Ausstellung wurden auch die Verbrechen gezeigt, die Nuri Maliki und Khamenei gegen die Bewohner von Ashraf verübt hatten. Viele Menschen besuchten die Ausstellung und verurteilten diese Verbrechen durch die Unterzeichnung einer Erklärung.

Camp Ashraf befindet sich im Nordirak und ist seit mehr als 20 Jahren Wohnort der Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI). Sie sind geschützte Personen unter der vierten Genfer Konvention, doch irakische Einheiten unter dem Kommando von Maliki, dem irakischen Premierminister, haben die Bewohner mehrfach angegriffen und ermordet.

Beim letzten Angriff der Einheiten von Maliki auf Ashraf am 8. April 2001 wurden 36 Zivilisten getötet und mehrere Hundert verletzt.

Das Massaker führte zu einer Welle der internationalen Verurteilung, darunter auch von Frau Navi Pillay, der UN Hochkommisarin für Menschenrechte.

Seit Januar 2009 haben die Einheiten Maliki’s eine medizinische Blockade gegen Ashraf verhängt, welche ebenfalls zu einigen Todesopfern führte.