Wednesday, November 30, 2022
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Gruppe fordert von Präsident Obama Lösung der humanitären Krise von Camp Ashraf

 WASHINGTON. (Agenture)- Am 38. Tag des Hungerstreiks vor dem Weißen Haus, mit dem gegen die andauernde Belagerung von Camp Ashraf im Irak protestiert wird, rief ein Sprecher auf  einer Pressekonferenz Präsident Obama auf, für ein Ende der humanitären Krise in Camp Ashraf, in dem 3400 Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) und ihre Familien leben, zu sorgen.

Steven Schneebaum, der dem US Rat für die Familien von Camp Ashraf angehört, sagte: „Die Position der USA ist falsch, wenn sie denkt, dass sie jetzt keine Verpflichtungen gegenüber den Bewohnern von Ashraf hat. Die USA ist auf der Grundlage eines Abkommens, das mit jedem einzelnen Mitglied im Jahre 2004 abgeschlossen wurde, nach Artikel 45 der 4. Genfer Konvention und dem üblichen internationalen Recht, weiterhin verantwortlich.“

Oberst Gary Morsch, Reservist, Kommandeur und Kampfunterstützung für das Krankenhaus der US Armee, war 2004 in Ashraf stationiert. Er sagte: „Ich spreche als Soldat und kann nicht verstehen, warum unser Militär nichts getan hat, um das Blutbad in Ashraf zu vereiteln.“

„Hunderte Menschen in der ganzen Welt sind im Hungerstreik. Wenn unsere Regierung schnell reagiert und die 36 Geiseln befreit, dann kann sie den Hungerstreik beenden“, ergänzte Oberst Morsch.

Generalmajor Paul Vallely (Veteran) sagte:“ Präsident Bush hat den Fehler gemacht, den Schutz von Ashraf an die irakischen Streitkräfte zu übergeben. Präsident Obama hat einen noch größeren Fehler gemacht, indem er einfach nur zusah.“ Er ergänzt: „Wir müssen die irakische Regierung dazu aufrufen, die 36 entführten Menschen frei zu lassen.“

Bruce Mc Colm, einer früherer Direktor des Freiheitshauses, betonte: „Wir können sehen, dass die Menschen in der ganzen Welt im Hungerstreik sind. Es muss eine Lösung der Situation in Camp Ashraf geben, damit die humanitäre Krise beendet wird.“

Dr. Firouz Daneshgari, der Vorsitzende der Urologenabteilung an der Case Western Universität sagte, dass die Hungerstreikenden in einer kritischen Phase sind. „Während der Präsident sein Gesundheitsprogramm am nächsten diskutieren lassen will, haben wir eine medizinische Katastrophe hier vor dem Weißen Haus.“

Hamid Gourdarzi, ein anerkannter Forschungswissenschaftler aus San Antonio (Texas) sprach im Namen der Hungerstreikenden: „Präsident Obama muss einen Vertreter schicken, der sich unsere Probleme anhört. Wir fordern die Freilassung der 36 Geiseln und das Einsetzen eines UN Beobachtungspostens in Ashraf.“

Behzad Saffari, der Rechtsberater von Camp Ashraf und Javad Ahmadi, ein bekannter Chirurg in Ashraf, sprachen per Audioverbindung. Dr. Ahmadi sagte, dass 200 verwundete Bewohner in schlechtem Zustand seien und die 36 entführten Personen ebenfalls große gesundheitliche Probleme haben. Einige haben ihre Sehkraft verloren und leiden an Infektionen.
Saffari sagte, dass die Situation in Ashraf sehr ernst ist, weil 1500 irakische Polizisten und Soldaten im Camp seien und den Zugang von Essen, Ärzten und Medizin behindern. Er sagte, es sei elementar wichtig, dass die USA eingreift, um eine weitere humanitäre Katastrophe zu verhindern.