Wednesday, November 30, 2022
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Hassan Rohani ist nicht der moderate Mullah den ihr euch wünscht

NWRI – Hassan Rohani, der Präsident des iranischen Regimes, betonte im letzten Monat erneut, dass sein Land mit dem Bau von ballistischen Raketen fortsetzen wird, was ein klarer Verstoß gegen die aktuellen US Sanktionen und die UN Resolution ist, die um den Atomdeal zwischen dem Iran und den sechs Weltmächten verabschiedet wurden.

Für alle, die – trotz aller eindeutigen Belege – Rohani immer noch als „moderaten Mullah“ sehen, der gegen die „Hardliner“ des Regimes kämpft, sollten die folgenden Informationen enttäuschend und verstörend sein.

Diese Menschen sollten begreifen lernen, dass es keine Moderaten oder Hardliner im Regime gibt. Das sind Fake News.

Rohani hat eine Menge Versprechen gemacht. Er wollte politische Gefangene befreien lassen und manchmal sah es so aus, als würde er die Revolutionsgarden kritisieren, in dem er sie als „Regierung mit einer Waffe“ bezeichnete. Während seiner beiden Wahlkampfzeiten hörte es sich stets so an, als wäre er jemand, mit dem der Westen arbeiten könne, doch er sieht das ganz anders und er wird nicht in ihrem Sinne handeln.

Er hat all diese Dinge nur gesagt, um den Westen zu täuschen und damit sie ihn in Ruhe agieren lassen. Das iranische Volk hingegen weis sehr genau, dass es jedes Mitglied des Regimes nur an seinen Taten zu messen hat.

Er gab keine Freilassung von politischen Gefangenen, die an den Massenprotesten 2009 gegen den Wahlbetrug beteiligt waren. Und seit seiner zweiten Amtszeit unterstützt er nun die Revolutionsgarden, nennt sie jetzt als „vom iranischen Volk verehrt“.

Die Revolutionsgarden sind eine berüchtigte militärische Organisation, welche einzig und allein auf das Wort des nicht vom Volk gewählten Obersten Führers hört. Sie wurde im Oktober vom US Außenministerium auf die Terrorliste gesetzt. Die Revolutionsgarden sind für die schlimmsten Menschenrechtsverbrechen in der Welt verantwortlich, dafür können sie nicht vom iranischen Volk verehrt werden.

Am Tag des Gedenkens an Cyrus den Großen, einem Herrscher des persischen Empire im Altertum, der vor seinem Grab in Pasargadae (rund 700 Kilometer südlich von Teheran) statt findet, organisierten die Revolutionsgarden eine massive Unterdrückung der Versammlungsfreiheit, weil das Regime generell vor jeglicher größerer Ansammlung des iranischen Volks Angst hat, die sich schnell in Massenproteste verwandeln können.

Wie schlecht muss man sein eigenes Volk behandeln, dass man selbst bei einer solchen Veranstaltung Angst von Massenprotesten hat?

Die Revolutionsgarden blockierten alle Straßen zum Grab und sie patrouillierten in der Region mit Motorrädern und Helikoptern und bedrohten alle, die an der Veranstaltung teil nehmen wollten. Auch hier kritisierte Rohani die Revolutionsgarden nicht oder verteidigte die Rechte des iranischen Volkes. Rohani hat in seiner ersten Amtszeit die Hinrichtung von mehr als 3000 Menschen zugelassen, es ist nicht wirklich verwunderlich, dass ihm die Rechte des iranischen Volkes egal sind. 

Doch trotz aller Bemühungen der Revolutionsgarden fand die Veranstaltung trotzdem statt. Der Staat kann den Willen eines Volkes nicht unterdrücken.

Es sollte eindeutig sein, dass das iranische Volk das Opfer des iranischen Regimes ist und dass nur ein Sturz dieses Regimes der einzige Weg ist, Frieden und Sicherheit wieder herzustellen. Diese Option muss unterstützt werden.

Amir Basiri, ein iranischer Menschenrechtsaktivist, schrieb im Washington Examiner“ Während einige immer noch daran festhalten, dass man sich dem Regime nähern kann, wenn eine Form der Moderaten regiert, weis das iranische Volk längst, dass es den hohlen Versprechen von Personen wie Rohani kein Wort glaubt.“