Saturday, November 26, 2022
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Hochwasser im Iran: das Regime verhaftet Hilfskräfte und Protestierende

Das Ministerium für Nachrichtendienste und Sicherheit (MOIS) des iranischen Regimes hat im Verlaufe des Wochenendes mindestens 27 Personen dafür verhaftet, dass sie entweder Flutopfern im Südwesten des Iran freiwillig Hilfe geleistet oder dass sie an Protesten teilgenommen haben gegen das Ausbleiben einer angemessenen Reaktion des Regimes auf das Desaster.

Am Sonntag verhafteten Agenten des MOIS 22 freiwillige Hilfskräfte in Malashiyeh in der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran, die in von der Flut betroffene Regionen gereist (oder darin geblieben) sind, um Menschen zu retten, die vom Wasser eingeschlossen waren, oder Flutbarrieren zu errichten, medizinische Hilfe zu bringen, Essen zu machen oder Decken und Kleidung zu verteilen. Alle diese Hilfskräfte taten das freiwillig und zahlten für die nötigen Hilfsgüter aus der eigenen Tasche.

Die Personen, die sich als Hilfskräfte betätigt hatten und die jetzt an einen unbekannten Ort gebracht wurden, wurden identifiziert als:

  1. Ahmad Badavi
  2. Ali Mousavi
  3. Ali Naseri
  4. Amin Seilavi
  5. Aref Sarkhi
  6. Ebrahim Badavi
  7. Emad Heidari
  8. Foad Badavi
  9. Ghasem Tamimi
  10. Habib Koroushat
  11. Hassan Beit Eshagh
  12. Hatam Dahimi
  13. Heidar Seilavi
  14. Hossein Hamoudi
  15. Kazem Marvani
  16. Masoud Harizavi
  17. Mehdi Sharifi
  18. Mohsen Zavidat
  19. Naji Alsavari
  20. Rasoul Fartousi
  21. Reza Hezbavi
  22. Sajad Deilami

Am Samstag wurden fünf Protestierende dafür festgenommen, dass sie das Regime dafür kritisiert hatten, dass es nicht geholfen habe oder dass es unbedingt seine Unternehmen retten wollte anstelle der  iranischen Bevölkerung. Diese Protestierenden wurden identifiziert als:

  1. Adnan Karim
  2. Ali Kazem
  3. Hamzeh Sahi
  4. Mehdi Farhan
  5. Mehdi Savari

Das waren jedoch durchaus nicht die ersten Verhaftungen nach solchen Protesten.

Menschenrechtsgruppen berichten, dass 11 arabisch-iranische Freiwillige vom Corps der Islamischen Revolutionsgarden in der Provinz Khuzestan in der vergangenen Woche verhaftet wurden für das „Verbrechen“, dass sie versucht haben, in dem vom Hochwasser betroffenen Dorf Gurieh Menschen zu helfen. Es wurden die Namen Ahmad Ka’bi, Ebrahim Badavi, Ebrahim Dahimi, Masoud Mansouri und Yaghoub Ka’bi als die von Verhafteten genannt.

Diese Festnahmen erfolgen einen Monat nach den Überschwemmungen im Norden, Süden und Westen des Iran, bei denen das Regime keinen Beistand leistete und oft nur die Situation dadurch verschlimmert hat, dass es Flutbarrieren niedergerissen hat, die von der örtlichen Bevölkerung errichtet worden waren, und dass es auf Bewohner das Feuer eröffnet hat. Es überrascht nicht, dass die Menschen darüber aufgebracht waren und Demonstrationen veranstaltet haben sowie die staatlichen Medien für falsche Berichte kritisiert haben, wonach vom Regime Überlebende gerettet worden seien.

Das Hochwasser hat schon 1900 Städte und Dörfer verheert, wobei noch mehr im Alarmzustand sind, aber das Regime hat unterdrückerische Sicherheitskräfte entsandt, um Proteste zu ersticken, statt den Menschen zu helfen. Das Regime hat seine Ableger-Milizen aus dem ganzen Vorderen Orient herangebracht, darunter die irakischen Kräfte zur Volksmobilisierung und die Fatemiyoun Division, die zur Unterstützung von Bashar Assad in Syrien gekämpft hat.