Saturday, December 3, 2022
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In Europa steigt die Bedrohung durch den Iran

Das iranische Regime war einmal als der Staat bekannt, der seine Bürger im Ausland umbrachte. Seit langer Zeit ist dieser Ruf in Vergessenheit geraten und es scheint so, als ob das iranische Regime diese Praxis aufgegeben hat, an die man sich in den Achtzigern und Neunzigern gewöhnt hatte.

Neuere Vorfälle zeigen uns aber, dass das iranische Regime auf seine alten Tricks zurückkommt. In drei verschiedenen Städten in Europa haben wir Beweise dafür, dass der Iran immer noch Ränke schmiedet.

Die Aktivitäten des Regimes in Europa zeigen, wie groß die Bedrohung durch die Opposition für das Überleben des Regimes ist. Am 30. Juni hielt der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) seine jährliche Versammlung vor den Toren von Paris ab. In jedem Jahr kommen Zehntausende Iraner aus der ganzen Welt zusammen, um Politikern, Abgeordneten, Parlamentsmitgliedern, Menschenrechtsaktivisten und so weiter zuzuhören, die bei der Kundgebung der Opposition für einen freien Iran sprechen.

Belgische Behörden haben ein belgisch-iranisches Ehepaar verhaftet, das auf dem Weg zu der Veranstaltung war. Man fand bei ihnen 500 g TAPT (ein Sprengstoff, der oft von Terroristen benutzt wird) und einen Zünder.

Am Tag nach ihrer Verhaftung wurde Assadollah Assadi, ein iranischer Diplomat mit Arbeitsplatz in Österreich, in Deutschland verhaftet, der sich auf dem Rückweg nach Wien befand, wo er diplomatische Immunität besitzt. Er war derjenige, der den Terrorangriff bei Paris angeordnet hat.

Beamte des dänischen Nachrichtendienstes haben ebenfalls vor kurzem enthüllt, dass sie einen iranischen Plan, Oppositionsmitglieder zu töten, vereitelt haben.

Die Behörden in Dänemark teilten mit, dass der Iran geplant hatte, einen Angriff in dem Land auszuführen, dessen Ziele drei Aktivisten waren. Das Amt des Nachrichtendienstes in Dänemark sagte aus, dass eine Person dabei beobachtet wurde, wie sie ein Haus fotografierte, in dem ein Sprecher der separatistischen Arabischen Kampfbewegung für die Befreiung von Ahwaz wohnt. Die Beamten gaben auch an, dass die Fotos in den Iran geschickt werden sollten, wo der Anschlag geplant worden wäre.

Der Außenminister von Dänemark Anders Samuelsen hat die Situation als „vollkommen inakzeptabel“ bezeichnet. Premierministerin Theresa May war in Oslo zu dem Zeitpunkt als die Neuigkeiten herauskamen, und sie versicherte, dass Großbritannien Dänemark in seinem Kampf gegen den Terror unterstützt. Dänemark hat zusammen mit anderen europäischen Führern mögliche Maßnahmen erörtert.

Die dänische Polizei kam zu der Erkenntnis, dass die Person, die in dem Haus wohnt, Yakoub al-Tostari bald entführt oder getötet worden wäre, wenn sie nicht eingegriffen hätte. Tostari hatte vor kurzem über einen Anschlag auf eine iranische Militärparade gesprochen und das öffentlich verteidigt.

All dies deutet darauf hin, dass das Regime auf frühere Taktiken zurückkommt, Oppositionsmitglieder  im Ausland zu eliminieren. Es reicht offenbar nicht, dass das Regime die Iraner im eigenen Land brutal unterdrückt.

Seit dem Ende des vergangenen Jahres haben die Menschen im Iran klargemacht, dass sie einen Regimewechsel haben wollen. Sie haben die intolerablen Akte der Unterdrückung satt, die sie täglich erleben müssen, und die Grausamkeiten gegen so viele politischen Gefangenen.