Thursday, December 8, 2022
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Ingrid Betancourt zollt den Märtyrern der PMOI (MEK) ihren Tribut

NCRI – Ingrid Betancourt, ehemalige Präsidentschaftskandidatin in Kolumbien, hat den Mitgliedern der Hauptgruppe der iranischen Opposition, der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI oder MEK)“, die in der vorigen Woche während eines terroristischen Raketenüberfalls auf Camp Liberty bei Bagdad,

verübt von Agenten des iranischen Mullahregimes, erschlagen wurden, ihren Tribut gezollt. „Es tut mir sehr leid. Ich teile Ihre Trauer und bin voll von Empörung und Sorge,“ sagte Frau Betancourt während der Zeremonie, die am 1. November in Paris zum Gedenken an die während des Angriffs getöteten Mitglieder der PMOI/MEK veranstaltet wurde.

Der Raketenangriff hinterließ 24 unbewaffnete und wehrlose Mitglieder der PMOI/MEK tot und Dutzende verletzt.

„Wenn ich auf die Gesichter dieser Männer und dieser Frau schaue, dann sehe ich das Gesicht der iranischen Nation – ich sehe es gefoltert, geschlagen, gepeitscht, gesteinigt. Zugleich sehe ich eine Nation, die im Iran kämpft, eine Nation, die den Mut hat, sich gegen den Drachen und Dämon der religiösen Tyrannis zu erheben, jene gespenstische Diktatur, die dem Nahen Osten Finsternis und schreckliche Nächte beschert – Nächte nur für den Iran, sondern für den gesamten Nahen Osten und für uns alle. Wir wissen: Die Fangarme dieses üblen Oktopus, genannt iranisches Regime, greifen auf die ganze Welt aus – selbst hier in Frankreich und überall.“

„Wenn ich auf diese Märtyrer sehe, so sehe ich Menschen, die unsere Werte verteidigen; wir sind versammelt, um ihnen Ehre zu erweisen. Ich möchte mit Ihnen ein neues Gefühl teilen, das in mir zunimmt, während ich hier sitze und mit Ihnen als den Verwandten und Kameraden dieser tapferen Märtyrer mitfühle. Angesichts des Schmerzes und der Agonie möchte ich erklären: Es gibt noch eine andere Realität: das schreckliche, demütigende Wüten der Mullahs.“

„In einem Programm, an dem sie Monate und Jahre gearbeitet hatten, planten sie, Camp Liberty und alle seine Bewohner zu vernichten. Sie feuerten 80 Raketen auf ein kleines Gelände ab. Ihr Ziel war nicht nur die Tötung von 23 Personen. Das weiß jeder. Sie wollten alle Bewohner töten. Es ist ein Wunder, daß sie noch am Leben sind.“

„Daher sage ich jenen, die in Camp Liberty überlebt haben: Wir rühmen euch, nicht allein wegen eurer raschen Reaktion und Tüchtigkeit, sondern wir sind sehr dankbar für eure Standhaftigkeit und Beharrlichkeit, mit der ihr die Werte festhaltet, die auch unsere Werte sind. Dort, bei euch, findet der Kampf um diese Werte in Wahrheit statt. Die Tatsache, daß sie noch am Leben sind, die Tatsache, daß sie diesen abscheulichen Angriff überstanden haben, zeigt, daß sie das Licht sind, das in der Dunkelheit scheint – die Morgenröte nach dieser undurchdringlichen Nacht.“

„Auch möchte ich sagen, daß ich Maryam Rajavi rühme, die Frau, die Eure Anführerin und meine Schwester ist und mit der mich tiefe Gefühle verbinden. Sie ist gewissermaßen die Mutter von Euch allen. Ich weiß: An einem nicht allzu fernen Tage werden wir mit ihr in Teheran sein, um das Ende dieser düstren Nacht zu feiern, das ich schon jetzt voraussehe.“