Sunday, June 23, 2024
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Intensivierung von Unterdrückungsmaßnahmen bei Trauerzeremonien

Angst vor einem Aufflammen der Proteste wie 2009 und einem Boykott staatlicher Trauerfeiern

In den Tagen der Trauer im Monat des Moharam und aus Angst vor einem Aufflammen der Proteste wie 2009, sowie unter dem Deckmantel der „Steigerung der Sicherheit und öffentlichen Ordnung“ hat das klerikale Regime die Unterdrückung der Menschen in den Städten des Landes intensiviert.

Dabei wurden auch die Trauerzeremonien für den Imam Hussein stark eingeschränkt.

Zusätzlich zu einer verstärkten Präsenz von Sicherheitskräften, Revolutionsgardisten und Agenten in Zivil hat das Regime weitere Söldner unter dem Titel „Moharam Hilfspolizei“ angeheuert, um die Gruppen der Trauerzüge zu kontrollieren.

1- Am Tag des Ashura (10. Tag des Moharam) wurde eine große Zahl von Jugendlichen in Teheran und den anliegenden Provinzen verhaftet. In Khomeini-Shahr wurden fünfzig der Verhafteten mit Bussen an einen unbekannten Ort gebracht.

2- Am 23. November (8. Tag des Moharam) ließen Agenten des Regimes das Dar al-Zahra Hussienia (Hause des Gebetes) im Velanjak Bezirk im Norden von Teheran schließen. Die Aktion wurde durchgeführt, nachdem die Trauergäste begannen, politische Sprechchöre zu rufen und Proteste zu starten.

3- Am selben Tag hielten Sicherheitskräfte trauernde Gruppen der Haqqani Derwische in Shahre-Kurd davon ab, auf die Straßen zu gehen und an den Zeremonien teil zu nehmen.

4- Mit verschiedenen Direktiven verpflichtete das klerikale Regime die Trauergruppen, während der Zeremonie des Tasura (der Tag vor dem Ashura) und am Ashura selbst die politischen Standpunkte des Regimes zu würdigen und über die Notwendigkeit der Teilnahme an den Wahlen und der Unterstützung für den obersten geistlichen Führer zu reden, Gebete für Regimevertreter und den geistigen Führer zu halten und sich mit dem Tragen von seinen Bildern und einer Dokumentation über die Feinde der Nation (USA, Israel etc.) in den Trauergruppen zu äußern. Trotz dieser Direktiven lehnten die Trauergruppen dies ab und ignorierten diese. Selbst Gruppen, die von dem Regime gegründet wurden, lehnten es ab, sich im Rahmen dieses Festes zu einem Werkzeug des Regimes degradieren zu lassen.

5- Das Regime ließ Rufen von Slogans gegen den Tyrannen in Läden und öffentlichen Plätzen verbieten. Das Regime reagierte damit auf die drei zentralen Slogans von Protesten in der Vergangenheit, die auf den Tyrannen des klerikalen Regimes zielten. Eine Reihe von Ladenbesitzern wurden bei den unterdrückenden Organen vorgeladen, weil sie es zuließen, dass in ihren Läden solche Slogans aufgehängt und an ihren Wänden geschrieben wurden und sie wurden dazu gezwungen, diese zu entfernen.

6- In Teheran und anderen Städten ließen Bassidsch und Agenten in Zivil eine Reihe von Ständen an den Trauerzügen aufstellen, um die Bewegungen der Trauernden zu kontrollieren.

7- In vielen Städten, darunter in Hamadan, ließen die Anführer des klerikalen Regimes einen „Kongreß der Bassidsch“ während der Tasura und Ashura abhalten, damit die Trauernden von Bassidsch unterwandert werden konnten. Dort sollten sie versuchen, die Trauernden zu überreden, sich an den „Treffpunkten der Bassidsch Versammlungen“ zu treffen. Die Menschen lehnten diese Teilnahme an staatlichen Trauerzeremonien ab. Die Propaganda des klerikalen Regimes und seine Shows für ein erneutes Aufflammen des Krieges am Gaza Streifen wurden von den Menschen ignoriert.

8- In Ardabil setzten unterdrückende Organe die Trauernden unter Druck, dass sie Sprechchöre für das Regime rufen und ihre Plakate trugen. Die Menschen lehnten dies ab, indem sie nicht teil nahmen und damit ihre Ablehnung für diese Art von Propaganda zeigten.

9- In Ilam und Marand nahmen die Menschen ebenfalls nicht an den vom Regime organisierten Trauerzeremonien teil. Am Ende waren bei den Veranstaltungen fast nur Bassidsch und Agenten in Zivil zu sehen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

3. Dezember 2012