Saturday, February 4, 2023
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USA fordert Freilassung einer iranischen Menschenrechtsanwälten im Hungerstreik

Von Alister Bull
WASHINGTON: Die USA forderte am Freitag die Freilassung der inhaftierten Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotoudeh, die seit mittlerweile sechs Wochen im Hungerstreik ist. Die iranischen Machthaber wurden dabei scharf in ihrem Umgang mit der 48 Jahre alten Anwältin kritisiert, die bereits mehrere Preise gewonnen hat.

Victoria Nuland, die Sprecherin des Außenministeriums, sagte, dass es Berichte gäbe, in denen von einer rapiden Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Sotoudeh die Rede ist. Ihr sei medizinische Versorgung verweigert worden und sie befindet sich in Einzelhaft.

„Wir fordern die iranische Regierung auf, seinen inakzeptablen Umgang mit Frau Sotoudeh zu beenden und sie und weitere 30 weibliche politische Gefangene frei zu lassen, die im Evin Gefängnis sitzen.“, sagte Nuland in einer Erklärung.

Sotoudeh erhielt im letzten Monat den Sacharov Preis für Menschenrechte und Gedankenfreiheit von der Europäischen Union. Sie wurde im September 2010 verhaftet, weil sie Propaganda verbreitet hatte und die nationale Sicherheit gefährdete. Sie erhielt dafür eine sechs Jahre lang andauernde Haftstrafe in Einzelhaft.

Zuvor hatte sie Journalisten und Menschenrechtsaktivisten verteidigt, darunter auch die Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi und die Holländerin Zahra Bahrami, die Januar 2011 wegen angeblichen Drogendelikten gehängt wurde.

„Wir sind weiterhin über das Wohlergehen von Sotoudeh besorgt. Es ist zu befürchten, dass sie die traurige iranische Geschichte des Entzuges von Rechten von Gefangenen und dem daraus resultierenden möglichen Tod nach einem Hungerstreik fortsetzt“, so Nuland weiter.

Sotoudeh begann am 17. Oktober laut der internationalen Kampagne für Menschenrechte im Iran ihren Hungerstreik. Sie protestierte damit gegen ein Reiseverbot, dass gegen ihre Tochter verhängt wurde, sowie gegen Einschränkungen bei Familienbesuchen, heißt es in einer Erklärung der Gruppe.