Saturday, February 4, 2023
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Irak: Malikis Truppen hindern die in Camp Liberty lebenden Iraner daran, der Bestattung von Verwandten beizuwohnen

NCRI –  Die irakischen Truppen Nouri al-Malikis verweigerten den Angehörigen von vier der in Camp Liberty lebenden Dissidenten, die vor acht Monaten getötet worden waren, die Teilnahme an ihrer Bestattung. Die vier wurden am Montag,

den 18. August nach umfassenden Anstrengungen der Bewohner bestattet. 

Am 26. Dezember 2013 wurden durch einen Raketenangriff auf Camp Liberty, den irakischen Wohnort iranischer Flüchtlinge, vier Mitglieder der iranischen Opposition getötet – der „Organisation des Volksmojahedin des Iran (POMI/MEK)“. 

Während der vergangenen acht Monate lehnte das Komitee des irakischen Premierministers, das mit der Unterdrückung der Bewohner der Lager Ashraf und Liberty beschäftigt ist, zahlreiche Anträge der Freunde und Verwandten der vier ab, ihre Leichen – die von Mohammad Javad Saleh Tehrani, Mahmoud Bornafar, Abbas Namvar und Yahiya Ziarati – entweder auszuhändigen oder zu bestatten. 

In dieser Zeit verfolgten die Bewohner, ihre Vertreter und Anwälte die Sache mit hunderten von Anrufen, Briefen und anderen Maßnahmen, gerichtet an die Vertreter der Vereinten Nationen, die Regierung der USA, die irakische Regierung und internationale Organisationen in Bagdad, Genf, Washington, New York und europäischen Hauptstädten; immer wieder baten sie um Übergabe der Leichen bzw. ihre Bestattung. 

In einer Erklärung des Sekretariats des Nationalen Widerstandsrates des Iran vom 2. Juni 2014 heißt es: „Mehr als 50 Eingaben der Bewohner beim Hauptquartier der Polizei in Camp Liberty, ständige Eingaben ihrer Vertreter und ihrer Rechtsberater bei den Beobachtern der UNAMI sowie zahlreiche Briefe der Vertreter der Bewohner und ihrer Anwälte an die Vereinten Nationen, die Botschaft der USA und die irakische Regierung blieben erfolglos.“

Nacht acht Monaten gestatteten die irakischen Behörden zwar die Bestattung der Leichen, lehnten jedoch im Widerspruch zu den islamischen Traditionen die Teilnahme selbst der Freunde und Angehörigen dieser Märtyrer an den Trauerfeierlichkeiten ab. 

Nur vier Lagerbewohner erhielten die Erlaubnis, die Leichen im Amt des Staatsanwaltes entgegenzunehmen und sie an den Ort ihrer Bestattung zu bringen.

Die Bewohner wurden von den irakischen Truppen weiterhin drangsaliert; sie mußten stundenlang in dem schmutzigen Büro des Staatsanwaltes, das nicht einmal einem Mindestmaß von hygienischen Maßstäben genügte, warten, während die Leichen der Märtyrer zu einem Friedhof gebracht wurden. 

Zugleich blieben die Bemühungen der Bewohner und ihrer Vertreter erfolglos, zusammen mit den vieren den Leichnam des PMOI-Mitgliedes Mohammad Babaie entgegenzunehmen. Mohammad Babaie war aufgrund der Camp Liberty unmenschlich auferlegten medizinischen Blockade am 28. April gestorben. Die irakischen Truppen halten seinen Leichnam weiterhin als Geisel fest. 

Daran zeigt sich, daß der ominöse Schatten des Mullah-Regimes, der terroristischen Quds-Truppe, ihres Kommandeurs Qassem Suleimani und ihrer Marionette, des irakischen Premierministers alles, was in diesem Land geschieht, belastet. 

Noch mehr verwundert nur, daß weder die Berichte der UNAMI zur Menschenrechtslage im Irak noch die regelmäßigen Berichte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen diese unmenschlichen Maßnahmen erwähnen. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran

den 19. August 2014