Thursday, December 1, 2022
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Irakische Einheiten unter dem Kommando von al-Maliki verhindern Transport von Krebspatientin

Elham FardipourNWRI – In einem unmenschlichen Akt haben irakische Einheiten unter dem Kommando von Nuri al-Maliki den Transport von Frau Elham Fardipour (44), die Schilddrüsenkrebs hat, in ein Krankenhaus verweigert. Dies geschah schon mehrfach in letzter Zeit.

 
Nach Aussagen ihres Arztes sollte sie für drei Tage, beginnend am 9.November, eine Jodtherapie erhalten. Irakische Einheiten und irakische Offiziere im Krankenhaus von Ashraf hatten bereits zugestimmt und einer Verlegung von Frau Fardipour in Begleitung eines anderen Ashrafbewohners, der als Übersetzer und Krankenschwester fungieren sollte, genehmigt. Dennoch wurde am Montag abend, dem 8.November Omar Khalid Tamimi, dem Chefarzt des Krankenhaus in Ashraf, mitgeteilt, dass der Patient nur ohne Übersetzer und Krankenschwester aus Ashraf reisen dürfe und dass sie irakische Soldaten begleiten. Es handelte sich dabei um sie selben Soldaten, die bereits bei den Angriffen auf Ashraf, der Ermordung seiner Bewohner und der Belagerung des Camps beteiligt waren. 

Es ist eindeutig, dass für einen Patienten, der an einer schweren Krankheit leidet und einer Chemotherapie unterzogen werden soll, solche Restriktionen inakzeptabel sind. Unter diesen Umständen musste sie ihren Termin absagen.

Omar Khalid ist der Verantwortliche für die Hindernisse der Patienten in Ashraf in Bezug auf medizinische Dienste. Er setzt die unterdrückenden Pläne von al-Maliki und dem Komitee im Büro des Regierungschefs um, das für die Unterdrückung der Bewohner von Ashraf zuständig ist. Obwohl er als angeblicher Arzt arbeitet, setzt er in Wirklichkeit nur die Ziele der klerikalen Diktatur im Iran um.

Frau Fardipour beschrieb ihre Qualen in einem Brief, den sie am 2.August an Ad Melkert, den UN Sonderbeauftragten für den Irak, schrieb. In ihm heißt es:“ Um uns und mich zum Schweigen zu bringen, nachdem ich protestierte, rief Omar Khalid den Polizeichef an und dann kam eine Gruppe von 12 bewaffneten Männer in das Krankenhaus gestürmt. Dann wurde ich genötigt, nicht in das Krankenhaus zu gehen…..Wo in der Welt können bewaffnete Männer in ein Krankenhaus stürmen und Patienten bedrohen? Die Patienten in Ashraf haben keinen Schutz und niemanden, an den sie sich wenden können.“

Bereits zuvor haben al-Maliki untergeordnete Einheiten und Omar Tamini medizinische Dienste für unheilbar kranke Menschen verweigert. Diese Maßnahmen haben ihre Leiden verschlechtert und eine Behandlung unmöglich gemacht.

All diese Aktionen sind Teil eines Planes zur Folterung und Ermordung der Bewohner von Ashraf. Sie stellen eine Verletzung des Völkerrechtes dar und gehören vor ein internationales Tribunal. Der iranische Widerstand ruft den UN Generalsekretär, seine Sonderbeauftragten im Irak, UNAMI, die US Regierung und seine Streitkräfte im Irak auf, sofortige Schritte zu unternehmen, damit die fast zwei Jahre lang dauernde Belagerung von Ashraf beendet wird und die Bewohner von Ashraf freien und bedingungslosen Zugang zu medizinischen Dienstleistungen erhalten.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
10. November 2010