Wednesday, November 30, 2022
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Iraks Regime unterdrückt Schwerbehinderte von Camp-Ashraf

  • In einer weiteren verbrecherischen Handlung hält das irakische Regime 7 behinderte Ashraf-Bewohner und ihre Pfleger, nach 24-stündiger quälender Inspizierung, für mehr als 16 Stunden im Hauptsitz des irakischen Bataillons in Liberty fest
  • Um 10 Uhr verschlechterte sich der Gesundheitszustand zweier Patienten, Mahmoud Khosravi und Mohammad Afzali, sie wurden bewusstlos in die Klinik Libertys eingeliefert

Am Freitag, dem 14. September 2012, um 18.30 Uhr, erreichten die sieben staatlichen Krankenwagen Camp Liberty. Diese verlegten die behinderten Patienten und deren Pflegekräfte von Ashraf nach Liberty.

Dies geschah nach 24-stündiger quälender Inspizierung in Ashraf, bei welcher ein Teil der persönlichen Gegenstände und Eigentümer der Betroffenen wieder nach Ashraf zurückgeschickt wurde, nachdem alle Güter unterwegs an mehreren Kontrollstellen auf der Strecke zum Flughafen wiederholt mit Scannern, Sonargeräten und Polizeihundestaffeln überprüft worden waren. Ungeachtet dessen haben die zivilgekleideten Schergen des Premierministeriums die Krankenwagen am Eingangstor zum Camp Liberty angehalten und die Patienten und die Behinderten aufgefordert, für den Zweck einer erneuten Kontrolle und Inspizierung aus den Krankenwagen auszusteigen. Die Patienten erwiderten, sie haben seit 06:00 Uhr morgens wegen der Kontrolle Schlange gestanden und all ihr Hab und Gut sei gründlich inspiziert worden, sogar ihre persönlichen Notizbücher seien durch Major Ahmad Khuzayr geprüft worden. Jedoch antworteten die Agenten in Zivil, in Anwesenheit der UNAMI-Beobachter, dass sie durch den Premierminister angewiesen worden seien, sie falls erforderlich mit Gewalt zum Aussteigen aus den Fahrzeugen zu zwingen.

All dies, obwohl gemäß den Vereinbarungen Georges Bakoos, politischer Berater al-Malikis, im vergangenen Februar in der Anwesenheit Martin Koblers in Ashraf versichert hatte, die Inspizierungen würden nur in Ashraf vor der Abreise nach Liberty durchgeführt werden. Während der Verlegung der letzten sechs Konvois von Ashraf nach Liberty wurde entsprechend dieser Vereinbarung verfahren und an den Kontrollstellen auf der Strecke vom Flughafen nach Camp Liberty wurden die Kontrollen und Inspizierungen nur durch Spürhunde, Sonargeräte und Scanner durchgeführt. Aber diesmal hat der Ausschuss des irakischen Premierministeriums zur Unterdrückung der Ashraf-Bewohner seine Agenten in Zivil beauftragt, zum Wohlgefallen des iranischen Regimes, so weit wie möglich die Mitglieder der PMOI beim Eintreten in Camp Liberty zu belästigen und zu schikanieren sowie ihr Hab und Gut zu stehlen.

Um 03:00 Uhr morgens, nach einer Wartezeit von sechs Stunden vor den Toren Camp Libertys, transferierten die Agenten in Zivil die körperlich Behinderten, die Verletzten sowie ihre Pfleger, die sich allesamt geweigert hatten, die Ambulanzfahrzeuge zu verlassen, unter Bedrohung ins Hauptquartier der irakischen Einheiten. Am Morgen des heutigen Tages, des 15. September 2012, befahl der Scherge Mohammad Sadeq Kazem seinen Befehlsempfängern im Hauptquartier der irakischen Einheiten, die Patienten und ihre Pfleger ohne Essen und Trinken draußen im direkten Sonnenlicht warten zu lassen.

Gegen 10:00 Uhr morgens verschlechterte sich deshalb der Gesundheitszustand zweier Patienten, Mahmoud Khosravi und Mohammad Afzali, so dass sie ohnmächtig wurden und die Agenten sie notgedrungen in die Klinik des Camps einlieferten.

Der iranische Widerstand hat am Freitagabend, dem 14. September 2012, während eines Telefonats mit Martin Kobler und seinem Stellvertreter, György Busztin, wiederholt darauf hingewiesen, dass sowohl die irakische Regierung als auch UNAMI für die Sicherheit der vierzehn Behinderten, Verletzten und ihre Pfleger verantwortlich sind, insbesondere vor dem Hintergrund des am 20. März 2012 an Herzversagen infolge von Schlaflosigkeit und Erschöpfung durch die Strapazen einer 48-stündigen Inspizierung gestorbenen Ingenieurs Bardia Amir Mostofian.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Irans

16. September, 2012