Wednesday, November 30, 2022
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Nachrichtenagentur: Iran spricht mit Ägypten über Ölverkäufe

Der Iran hält nach neuen langfristigen Abnehmern nach den Sanktionen des Westens wegen des Atomprogrammes Ausschau

Dubai – Der Iran befindet sich mit Ägypten in Gesprächen bezüglich des Verkaufs von Rohöl. Das sagte der iranische Ölminister Rostam Qasemi am Montag gegenüber der iranischen Studentennachrichtenagentur ISNA.

Iranische Vertreter sagten bereits bei mehreren Anlässen der letzten Monate, dass sie nach neuen Abnehmern Ausschau halten, doch es wurden selten Namen genannt und es gab bisher auch keine Anzeichen, dass in größerem Ausmaß Öl an andere Staaten geliefert wurde. Ein Sprecher des ägyptischen Ölministerium gab bisher keine direkte Antwort auf die Aussagen Quasemis, aber es gab einige Frage an die iranische Politikrichtlinien zurück nach Teheran.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Teheran und Kairo zerbrachen nach der islamischen Revolution 1979. Ägypten hatte den Schah und ein Friedensabkommen mit dem iranischen Erzfeind Israel unterstützt.

Seit dem Sturz von Hosni Mubarak gab es Anzeichen einer Entspannung zwischen beiden Ländern. Der neue ägyptische Präsident Mohammad Mursi machte im letzten Monat den ersten Besuch eines ägyptischen Präsidenten seit 30 Jahren in Teheran.

Der ägyptischen Ölminister Osama Kamal sagte zu Beginn des Monats gegenüber der staatlichen Zeitung Al-Ahram, dass Kairo „keinen Einwand“ gegen den Import von iranischen Rohöl habe und dass es dieses in ägyptischen Raffinerien weiter verarbeiten könnte.

Die EU verhängte im Juli ein komplettes Öl-Embargo für iranisches Rohöl. Seitdem ist es schwer für Teheran, sein Öl zu verkaufen, welches die ökonomische Lebensader des Landes ist.